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941

03.02.2005, 23:46

Zitat

Original von Chriseeb74
@ Chriseeb 74

Nun habe ich es also amtlich, dass ich das Problem unserer Zeit verkörpere, nämlich den relativistischen Ansatz.
Es ist bei mir zwar ein Ansatz vorhanden (an den Bauchmuskeln), könntest Du mir bitte aber genauer erklären, worin der relativistische in meinem Beitrag bestand?

Ich stimme Dir zu, dass der Priestermangel im Glaubensmangel mitbegründet ist.
Gegenüber einer Neumissionierung mit ausländischen Priestern bin ich aber skeptisch. In unserer Gegend gab und gibt es den einen oder anderen polnischen Priester: wahrscheinlich haben sie uns nicht die Besten geschickt: jedenfalls gab es in den Pfarreien wo sie eingesetzt wurden fast immer größere Probleme.
Allgemein wurde z.B. die nicht allzugroße Einsatzbereitschaft beklagt, in einem Fall wurde der Priester abgezogen, nachdem er nachweislich Spendengelder unrechtmäßig nach Polen schickte...
Von einer Neumissionierung konnte in diesen Fällen überhaupt keine Rede sein....

Ich stimme Dir auch zu, dass der Glaube an die Realpräsenz Christi in der Eucharistie etwas ganz Entscheidendes ist.
Wer die reale Präsenz Christi in der Eucharistie noch nie erfahren hat und sie nicht glauben kann, der ist als pastoraler Mitarbeiter meiner Meinung nach fehl am Platz.
In einer Eucharistiefeier sollte immer auch zum Ausruck kommen, dass wir uns nicht selbst produzieren, sondern Gott zuwenden und ihm begegnen wollen.
Ich bin sicher, dass eine ablehnende Haltung gegenüber "Laien"-Mitarbeitern in der Kirche oft auch mit diesem Thema zusammenhängt.

Muss jetzt aber endgültig in die Federn! Bis bald!

shalom!


Savonarola

Meister

Beiträge: 2 201

Wohnort: Deutschland

942

04.02.2005, 00:39

Zitat

Original von shalom
Also, ich war bei keinem der angesprochenen "Delikte" dabei. Da ich aus Erfahrung weiß, dass manchmal auch Menschen in Medien zu Unrecht irgendeiner Sache beschuldigt werden, vor allem dann, wenn man sie "verurteilt" bevor man mit Ihnen selber gesprochen hat, bin ich also vorsichtig, von der Ferne und aufgrund eines kleinen Fotos in einem Bericht "völlig klare" Schlüsse ziehen zu können.
Meine Wortwahl liegt aber auch daran, dass ich generell lieber etwas vorsichtig formuliere als ohne viel Hintergrundwissen irgendwelche Behauptungen in den Raum zu stellen.

Laudetur
Jesus Christus!

@shalom ich Danke Dir für Deine Antwort.
Dann war es einfach ein Mißverständnis. Entschuldige, aber ich konnte es Deinem Beitrag nicht entnehmen, daß Du es "generell" gemeint hast. Übrigens, es gab keine kleinen Photos; die Photos, welche sich die Pfarrei im Internet selbst ausgehängt hat, die waren dicke groß.

Zitat

Original von shalom
Außerdem verstehe ich nicht ganz, worin ganau der "Vorwurf" eigentlich besteht, wenn ein Diakon - wie es heißt - einer Mahlfeier vorstand, die mit einer Eucharistiefeier verwechselt werden hätte "können".

Ein Diakon ist befugt, gemäß seinem priesterlichen Stand (erreicht durch den Empfang gültiger Diakonweihe) bestimmte liturgische Handlungen vorzunehmen. In der katholischen Kirche gibt es allerdings keine "Mahlfeier" - anders als bei den Protestanten (die Austeilung des Heiligen Communios möchte ich nicht als "Mahlfeier" bezeichnen, übrigens darum geht es hier nicht)

Daher ist er gar nicht befugt, so etwas zu veranstallten. Wenn aber seine Handlungen mit dem Heiligsten Eucharistieopfer (oder mit einer Bemühung darum) verwechselt werden könnten, dann ist es ein sehr ernstes Vergehen gegen die kirchliche Disziplin, welches nach dem Codex Iuris Canonici (Kirchenrecht) m.E. mit einer Suspendierung bestraft wird.

Darüberhinaus kann hier eine Häresie vermutet werden, weil ein Diakon nicht die priesterliche Weihe besitzt (nicht den entspr. Grad), um das Heiligste Eucharistieopfer gültig zu feiern. Es kann vermutet werden, daß er entweder die Notwendigkeit der priesterlichen Weihe schlechthin oder zumindest der Presbyter-Weihe für diese Handlung leugnet, oder daß er den wirklichen Opfercharakter und die Realpräsens Christi in der Eucharstie leugnet.
"Nur vermutet" wird es deswegen, weil zuerst bewiesen werden müßte, ob derjenige wirklich die Intention hatte und der Überzeugung war, die Eucharistie gültig zu feiern. Sollte sich so ein Verdacht bestätigen und verbleibt der Betroffene trotz der entsprechenden Unterweisung bei seiner Häresie, dann sind durchaus noch härtere Strafen vorstellbar.

Zitat

Original von shalom
Dass irgendwo bei der Eucharistiefeier nicht die vorgesehenen Texte gelesen wurden, sondern sogenannte "Frauenperikopen", finde ich - wenn es sich nicht um eine lang andauernde Regel handelt - nicht so sonderlich tragisch. Immerhin nehme ich an, dass es sich um Texte aus der Hl.Schrift gehandelt hat. Ich müßte jetzt nachrecherchieren, ab es gab in unserer Kirche sicherlich Zeiten, wo es die festgelegte Perikopenordnung noch nicht gab. Ich glaube hier stört vor allem auch die Bezeichnung "Frauenperikopen", welche gewählt wurde.
Zumindest wage ich zu behaupten, dass damit die Substanz der katholischen Lehre und des sakramentalen Lebens nicht gefährdet waren. Die Perikopenordnungen in unseren Eucharistiefeiern finde ich sinnvoll, sie zählen aber nicht zur Glaubenssubstanz.

Wenn die sogenannten "Frauenperikopen" andere Perikopen aus der Heiligen Schrift waren, als vorgeschrieben, dann handelt es sich um einen rein disziplinaren Verstoß. Allerdings wäre vorher zu klären, ob es sich um eine zulässige Übersetzung handelt (nicht zulässig wäre z.B. "Heilige Geistin") und ob die Teile nicht willkürlich und tendentiös aus dem Zusammenhang gerissen wurden.
Schlimm ist es aber trotzdem, weil es die Tendenz zeigt, bei der Liturgie nicht das zu tun, was die Kirche tut, sondern das zu tun, was ICH möchte. Und das ist der Anfang des Endes in Sache Göttlicher Kult. Zusätzlich kann ich Dir zu diesem Thema die Ausführungen seiner Eminenz des Hochwürdigsten Herrn Kardinal Scheffczyk empfehlen. http://www.kath.net/detail.php?id=9590

Zitat

Original von shalom
Den Vorwurf, dass Marienfeste mit "neuheidnisch" gedeuteten Ritualen begangen würden, finde ich vorschnell getroffen und daher unfair. Oder war jemand schon bei einem solchen Ritual dabei?
Es sind weder "Rituale" unchristlich, auch nicht wenn es neue sind; auch den Mondrhymthmus für ein Datum heranzuziehen ist nicht unchristlich (wir machen das jedes Jahr beim Osterfest): die Gestirne sind ja Gottes Schöpfung. Oder weiß jemand zu berichten, dass der Mond als Gott angebetet wurde?
Also, ich glaube, auch hier schlägt die Antipathie zu der veranstaltenden kirchlichen Mitarbeiterin in ein "Vor-urteil" über.

Oj, oj. Das Osterfest nach dem Mond festzulegen, das machen nicht wir sondern die Kirche. Und soweit ich weiß, werden keine anderen Feste von der Kirche nach dem Mondkalender festgelegt. Das heißt, es handelt sich um keine kirchlichen Feste. Und von der Bezeichnung her enthalten diese tatsächlich heidnische Komponente. Ob aber auch der Inhalt mind. zum Teil heidnisch ist, kann man selbstverständlich ohne die genaue Kenntnis des Verlaufs und Inhalts so einer Veranstaltung nicht entscheiden. Da gebe ich Dir vollkommen recht.

Zitat

Original von shalom
Wenn Meßstipendien für Wortgottesdienste genommen wurden anstatt für Messen, soll meiner Meinung nach die Diözesanleitung entscheiden, ob das in Zukunft sein darf... eine Gefährdung der Glaubenssubstanz und des sakramentalen Lebens sehe ich auch hier nicht. Von Jesus und den Aposteln ist hinsichtlich Meßstipendien überhaupt nichts überliefert.

Ich kenne mich in diesen Sachen rechtlich nicht aus, wenn aber diese falsche Verwendung der Meßstipendien gleichzeitig bedeuten würde, daß tatsächlich auch kein Eucharistieopfer für die mit den Stipendien verbundenen Intentionen stattfand, dann wäre es ein ganz, ganz schlimmer Betrug, der m.E. nicht nur kirchenrechtliche sondern auch sogar strafrechtiche Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Zitat

Original von shalom
Ich hatte aber bei meinem Beitrag auch noch einen Artikel von kath.net vor Augen, wo es als Skandal hingestellt wird, dass ein Pastoralassistent im Anstellungsvertrag zum Predigen verpflichtet wird.
Das geschieht ja nicht ohne Grund. Die Priester sind mit bis zu drei Pfarren einfach überlastet.

Es kommt drauf an, was ganau in dem Vertrag steht. Sollte dort stehen, daß die Predigt während der Eucharistiefeier stattfinden soll, dann ist es ziemlich schlimm, weil dies streng verboten ist. Außerhalb kann es in bestimmten, wohl begründeten Fällen erlaubt sein

Zitat

Original von shalom
Ich habe es schon erwähnt:
Jesus und die Apostel waren keine jüdischen Priester: sie durften aber als "Nichtpriester / "Laien" bei den Juden in den Synagogen (diese entsprechen unseren Gotteshäusern) predigen. Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass es im Sinn Jesu ist, dass nur geweihte Priester in Gotteshäusern den Menschen das Wort Gottes auslegen dürfen.

Jesus ist Gott und als solcher auch ein Hoherpriester. Und seine Aposteln wurden von ihm ausgewählt und sakramental geweiht! Es ist Dir sicher nicht entgangen, daß Aposteln die ersten Bischöfe sind und daher mit voller priesterlicher Gewalt ausgestattet. Außerdem ist - mit Verlaub - nicht besonders relevant, ob Du Dir etwas vorstellen kannst oder ob Ich mir etwas vorstellen kann, wenn diese Sache von der Mutter Kirche eindeutig festgelegt ist. Vergiß nicht, nicht wir sind der Maßstab, sondern Christus. Und er hat eine Kirche auf den Aposteln (sakramentalen Priestern) aufgebaut und Petrus (und nur ihm) hat auch die Schlüsselgewallt gegeben.

Bleibe im Gebet
Girolamo :)

P.S.
Solltest Du, nachdem Du dies alles gelesen hast (falls Du so heroisch warst, ;) irgendwo das Gefühl bekommen haben, daß ich etwas gegen Dich perönlich habe oder was emotional falsch sage, dann habe bitte Nachsicht mit mir. Es ist auf jeden (!) Fall ungewollt.
AMMDG (Ad Maiorem Matris Dei Gloriam)

943

04.02.2005, 01:01

@shalom

Zitat

Also, ich war bei keinem der angesprochenen "Delikte" dabei. Da ich aus Erfahrung weiß, dass manchmal auch Menschen in Medien zu Unrecht irgendeiner Sache beschuldigt werden, vor allem dann, wenn man sie "verurteilt" bevor man mit Ihnen selber gesprochen hat, bin ich also vorsichtig, von der Ferne und aufgrund eines kleinen Fotos in einem Bericht "völlig klare" Schlüsse ziehen zu können.
Deine friedlichen und vorsichtigen Beiträge in allen Ehren!
Aber Du darfst Dir sicher sein, dass von kath.net niemand zu Unrecht beschuldigt wird, sondern erst nach genauer Recherche und Untersuchung.
Ausserdem ist unser aller Bestreben nicht die Verurteilung der Beteiligten, sondern ihr Seelenheil und das aller Betroffenen.

Zitat

Von einer Neumissionierung konnte in diesen Fällen überhaupt keine Rede sein....
Das tut mir sehr leid für Dich und Deine Gegend!

Zitat

Ich bin sicher, dass eine ablehnende Haltung gegenüber "Laien"-Mitarbeitern in der Kirche oft auch mit diesem Thema zusammenhängt
Da kann ich Dir energisch widersprechen.
Und ich weiss, dass nicht nur ich so denke. Es geht "nur" um die Entweihung des Altarsakramentes. Und in keinem Fall gegen Menschen. Sondern für sie und ihr ewiges Seelenheil .
Bischof, Generalvikar, PastoralassistenInnen und alle Verantwortlichen und Beteiligten.
Durch die Beleidigungen Jesu in Gestalt des Brotes und Weines ist ihr Seelenheil immens gefährdet!
LG
Arwen
Jesus, ich vertraue auf Dich!

ThomasAquinas

unregistriert

944

04.02.2005, 06:25

@Shalom

Zitat

Ich bin sicher, dass eine ablehnende Haltung gegenüber "Laien"-Mitarbeitern in der Kirche oft auch mit diesem Thema zusammenhängt.

Zusammenhängt - egal wie sehr - ja. Das denke ich nämlich auch. Wobei, ich würde eher sagen "Skepsis gegenüber Laienmitarbeitern"... und die ist nicht ganz unbegründet - aber ich habe schon einige Male gesagt, dass es wirklich sehr gute Laienmitarbeiter gibt.

Gruß, TA

Tolkien

Erleuchteter

Beiträge: 3 226

Wohnort: Rotkreuz

945

04.02.2005, 09:13

Zitat

Original von Savonarola
Ich kenne mich in diesen Sachen rechtlich nicht aus, wenn aber diese falsche Verwendung der Meßstipendien gleichzeitig bedeuten würde, daß tatsächlich auch kein Eucharistieopfer für die mit den Stipendien verbundenen Intentionen stattfand, dann wäre es ein ganz, ganz schlimmer Betrug...


So ist es!
Moraltheologisch stellt bereits die Verwaltung eines einzigen Messstipendiums eine schwere Materie dar.

Gandalf

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946

04.02.2005, 11:12

Zitat

Original von shalom
Wer die reale Präsenz Christi in der Eucharistie noch nie erfahren hat und sie nicht glauben kann, der ist als pastoraler Mitarbeiter meiner Meinung nach fehl am Platz. ...


Da müssten aber einige "Köpfe rollen" und nicht nur von Pastoralassistenten sondern möglicherweise auch von ein paar Theologieprofessoren.

G.
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Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

947

04.02.2005, 15:19

Zitat

Original von ThomasAquinas
@Shalom

Zitat

Ich bin sicher, dass eine ablehnende Haltung gegenüber "Laien"-Mitarbeitern in der Kirche oft auch mit diesem Thema zusammenhängt.


Zusammenhängt - egal wie sehr - ja. Das denke ich nämlich auch. Wobei, ich würde eher sagen "Skepsis gegenüber Laienmitarbeitern"... und die ist nicht ganz unbegründet - aber ich habe schon einige Male gesagt, dass es wirklich sehr gute Laienmitarbeiter gibt



@Thomas Aquinas

Ich kann Dir nur zustimmen. Die Skepsis gegenüber verheirateten kirchlichen Mitarbeitern (PA, RL...) besteht manchmal zu Recht, wenn man den Eindruck hat, dass jemand eine recht seichte Spiritualität mitbringt.
Auf der anderen Seite möchte ich mich nicht zum Richter über den Grad der Gläubigkeit eines anderen Menschen aufspielen;
Es bleibt sicherlich ein jeder von uns hinter dem zurück, was er von Gott her sein könnte. Letzlich leben wir alle aus der "Liebe Gottes", die angesichts unserer Begrenztheit und Schwäche eine "barmherzige" ist.
Auch Jesus hat uns geraten, lieber Gott um Barmherzigkeit mit unseren Schwächen, Sünden etc. zu bitten, als zu sagen: "Danke, dass ich besser bin als der da!"
Ich möchte angesicht der Not, in der sich die Kirche derzeit befindet, erneut dazu aufrufen, dass wir Christen bzw. Katholiken uns vor allem bemühen sollten, die gemeinsame Mitte (nämlich Jesus Chrisus und seine befreiende Botschaft von der Liebe Gottes) wieder ins Auge zu fassen und unser Leben davon bestimmen lassen.
Wir sollten uns fragen, wie wir Menschen, die vom Glauben weit weg sind, letzendlich das "Evangelium/ die Frohe Botschaft" bringen können.
Wenn wir für Außenstehende in erster Linie das Bild eines zerstrittenen Haufens abgeben, werden wir umso schwerer Menschen für Christus gewinnen können.


shalom!

Gandalf

Administrator

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948

04.02.2005, 15:35

Lieber Shalom!

Eine Bitte: Schreib bitte Deine Antwort immer so, dass man das auch genau vom Zitat trennen kann. Das ist etwas unklar, wer was schreibt. Danke.

G.




Habs korrigiert!

Shalom: Schau bitte bei den Forentipps nach...

Geist aus Appenzell
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949

04.02.2005, 19:08

Zitat

Original von Gandalf
Lieber Shalom!

Eine Bitte: Schreib bitte Deine Antwort immer so, dass man das auch genau vom Zitat trennen kann. Das ist etwas unklar, wer was schreibt. Danke.
Shalom: Schau bitte bei den Forentipps nach...



@ Gandalf:
Lieber Gandalf, bitte entschuldige meine Fehler.
Bin hier neu: Wo finde ich denn die Forentipps?

Pontifex

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950

04.02.2005, 19:13

Lieber Shalom!
Grundsätzlich hast Du schon recht, dass wir als Christen keinen zerstrittenen Eindruck machen und lieber Jesus Christus als unsere Mitte verkünden sollen. Aber...
Aber es muss eben Jesus Christus als der Sohn Gottes verkündet werden, als das Licht und das Heil der Welt, Jesus Christus, der unter uns ist, nicht nur in seinem Wort, sondern vor allem auch im allerheiligsten Sakrament.
Und das ist bei manchen katholischen Theologen, Laien wie Priestern, Pfarrern wie Professoren, das Problem: Genau so sehen d i e Jesus nicht mehr. Und genau diese Richtung hat sich in der Diözese Linz eingenistet und betreibt von hier aus ihr schlimmes Spiel. Und darum wehren wir uns so hartnäckig. Es geht uns um diesen Herrn Jesus Christus, der verkündet werden muss. Genau darum geht es uns hier, nicht um Streit oder kleinliche Formfragen.
Als "Pontifex" weiß ich, dass man Brücken nur bauen kann, wenn ein festes Fundament da ist. Und das haben jene, gegen die wir uns wehren, abgerissen.
TU ES PETRUS ET SUPER HANC PETRAM AEDIFICABO ECCLESIAM MEAM ET PORTA INFERI NON PRAEVALEBUNT.

Gandalf

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951

04.02.2005, 20:40

http://www.volksblatt.at/29NV_1163718.stm

Neues Volksblatt - Politik - Samstag, 5. Februar 2005

Zitat

Unmut beim Pfarrgemeinderat: „Was ist unsere Stimme wert?“ - - Vöcklamarkter fühlen sich von Diözese Linz inEntscheidung um ihren Pfarradministrator übergangen - - VÖCKLAMARKT — Verärgert sind die Mitglieder des Pfarrgemeinderates (PGR) von Vöcklamarkt über die Diözese Linz. Sie wollen ihren seit 2000 in der Pfarre tätigen Pfarradministrator Josef Gratzer als Pfarrer haben. Nach mehreren Anträgen ist Gratzer aber noch immer Administrator. „Welchen Wert haben die Stimmen der gewählten PGR-Mitglieder in der Diözese“, fragt sich Obmann Johann Scheibl. Generalvikar Maximilian Mittendorfer versteht das Ansinnen des PGR. „Aber das Ansuchen wurde im Konsistorium abgelehnt.“ Die vielschichtigen Gründe wolle er nicht über die Medien nennen, den PGR habe er jedoch eingeladen, um ihm diese darzulegen . „Die Einladung wurde abgelehnt“, bedauert er. - Der für die Pfarre zuständige Dechant Alois Maier weiß um den Konflikt. „Früher sehr engagierte Pfarrmitglieder haben eine andere Linie als Gratzer und haben sich — auch aus Protest — zurückgezogen.“ Die Mitglieder des jetzigen PGR wiederum seien ganz auf der Linie von Gratzer. - „Ich denke, dass inzwischen diejenigen, die mit ihm nicht einverstanden sind, weil er ihnen zu konservativ oder autoritär ist, für sich Lösungen gefunden haben — die gehen etwa nach Zwettl zum Wortgottesdienst. Und für die anderen ist er als Administrator ja mit denselben Aufgaben betraut wie er es als Pfarrer wäre.“ Und was sagt Gratzer selber? Der ist zufrieden mit der jetzigen Situation — auch als Administrator: „Ich war früher in der Wirtschaft tätig. Dort heißt es, man hat meist 20 Prozent Anhänger, 20 Gegner und 60 Prozent sind gleichgültig. Ich denke, auch als Pfarrer wird man nie ausschließlich Anhänger haben.“ str - -


Naja, zum Verhalten des GV fällt mir nicht viel ein.

G.
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Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

Karl-Franz-Josef

unregistriert

952

04.02.2005, 20:53

Es ist eine Tatsache, dass die "Apostolische Sukzession" nicht einfach eine Frage der Handauflegung ist.
Jesus hat sicher nicht den Ritus der Kirche verwendet - wie sollte er auch - , um Menschen in seinen Dienst zu nehmen und sie mit der Vollmacht des Amtes auszustatten.
Die Dienste- und Ämterordnung der ersten Jahrhunderte und der verschiedenen Teilkirche sprechen da eine eindeutige Sprache.
Die Apostolizität der Kirche besteht auch in der Verkündigung des Evangeliums, im Bekenntnis des einen Glaubens, daher sind Symbola durchaus wichtig und nicht einfach zu ersetzen.
Das eröffnet eine Fragestellung, nämlich dass auch der "Laie" in dieser Apostolizität nicht nur steht, sondern sie durch sein Tun auch bezeugt. Das ist je schließlich ein Mitgrund der pastoralen LaienMitarbeiter im kirchlichen Dienst.

In puncto "draufschlagen" sei noch gesagt, dass wir alle sehr wohl zu überlegen haben, ob unser Sprechen dem Evangelium entspricht und nicht in eine falsche Agressivität abrutscht. Ich freue mich, dass ich darauf hingewiesen wurde, dass in kath.net darauf geachtet wird.

Gruss andre :rolleyes:

953

05.02.2005, 00:40

Zitat

— die gehen etwa nach Zwettl zum Wortgottesdienst.


Ich denke, das spricht für sich :D :D :D

Wie die wohl zur Kirche eingestellt sind?

954

05.02.2005, 00:51

Zitat

Original von lassie

Zitat

— die gehen etwa nach Zwettl zum Wortgottesdienst.


Ich denke, das spricht für sich :D :D :D

Wie die wohl zur Kirche eingestellt sind?


Also Zwettl dürfte nicht stimmen. Ich habe auf der Karte nachgesehen. Ich vermute, dass es sich um Zipf handelt.

siehe dazu:

http://www.kath.net/detail.php?id=9438

Ich gratuliere grajo, dass er DIE loshat. :D


955

05.02.2005, 00:52

Scheinbar schließ sich hier der Kreis -

Schon spannend - diese Argumentation

Passt aber ganz genau zu dem, was Kath.Net seit einiger Zeit aufdeckt.

Und noch eine Frage - Ist nicht auch dieser Dechant Mayr, der da über den Pfarrer Gratzer so schöne Worte wie konservativ und autoritär hat mitverantwortlich für die Missstände in Zipf?

Ich fürchte, er hat sich hier ein bißchen weit aus dem Fenster gelehnt ;)


Aber dafür ist er auch belohnt worden. Er ist dafür Ehrenkanonikus des Linzer Domkapitels geworden.

http://www.dioezese-linz.at/redaktion1/i…Article_ID=5108

habe ich gerade gefunden.

Ist das nun für das Verdienst in Zipf oder in Vöcklamarkt?

Ihr könnt ihm dazu gratulieren:
pfarre.poendorf@dioezese-linz.at





Herbert Lindner

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Beruf: EDV-Berater

956

05.02.2005, 08:30

Neues (altes) in der WAHRHEIT

Es stehen jetzt wieder ein paar ältere Ausgaben der WAHRHEIT im Netz. Wir verändern bewusst kein Wort in den alten Texten, auch wenn manches heute vielleicht etwas holprig klingt - es soll nicht heißen, wir würden die Rundbriefe „verbessern“. Zwei Ausgaben empfehle ich heute besonders:

Nr:54 aus dem Jahr 1998: Am Ende ist ein "gelungenes" Foto aus dem offiziellem Jahrbuch der Diözese Linz samt Text.

Nr.2 aus dem Jahr 1986: Bereits damals gab es die Missstände in der Liturgie. Dieser Rundbrief ging schon an die meisten Bischöfe, genau wie duzende, ja hunderte andere Briefe und Dokumente zum gleichen Thema. Wenn heute ein Bischof sagt, er wisse nichts von liturgischem Missbrauch, sollte jeder wissen, was davon zu halten ist.

Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein;
alles andere stammt vom Bösen! (Mt.5,37)
www.diewahrheit.com

Pontifex

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Beiträge: 155

Wohnort: Oberösterreich

Beruf: Priester

957

05.02.2005, 10:31

Der Pfarrer von St. Michael in Schweinfurt hat uns also die Augen geöffnet über "uns Fundamentalisten". Aber sind wirklich wir damit gemeint? Niemand von uns glaubt, dass Jesus das letzte Abendmahl gemäß dem späteren Ritus der römischen Kirche (oder der byzantinischen, oder der armenischen, oder der koptischen etc. Kirche) gefeiert hat. Wir wissen auch, dass selbstverständlich Liturgie gewissen Veränderungen unterworfen ist. Nur trifft das die Form und nicht den Inhalt.
Wenn jemand ein Fundamentalist ist, dann derjenige, der eine einmal gefasste Meinung (und sei es die der 68 er Revolutionäre) als letztes unfehlbares Dogma festzuhalten versucht. Auch der sture Glaube an die permanente Revolution (nicht nur der Form, sondern auch des Inhalts), das sture Festhalten theologisch wissenschaftlichen Standards von vorgestern, auch, oder gerade das zeigt einen "modernen" Fundamentalisten. All die Eigenschaften die dieser Herr bei anderen wittert und so heftig angreift, sind ihm selbst in höchstem Maße eigen.
Einsehen wird er das freilich nich, denn "Fundis" sind nie sehr einsichtig. Das ist übrigens auch eines ihrer Merkmale...
Und wie ist das mit dem GV in Linz und seiner Clique?
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Gandalf

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958

05.02.2005, 10:55

Ein Leserbrief zum THEMA:
http://www.kath.net/detail.php?id=9615

Zitat

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Mitglied des Dekanatsrates Frankenmarkt (wo auch Vöcklamarkt dazugehört) möchte ich zu ihren Veröffentlichungen bezüglich Pfarradministrator Gratzer Josef Stellung nehmen:

Josef Gratzer kam am 1.9.2000 nach Vöcklamarkt, wo er nicht nur eine zerstrittene Pfarre, weder einen Pfarrgemeinderat noch einen Pfarrkirchenrat vorfand. Nicht nur dass er damals wenig Unterstützung von Dioezese und Dekanat bekam, hat er trotzdem die schlimme Situation in Vöcklamarkt zum Guten gewendet. Zudem hat er sich auch bereit erklärt, eine zweite Pfarre (Fornach) mitzubetreuen. Lang anstehende Sanierungsarbeiten mussten in Angriff genommen werden. Totalsanierung der Pfarrkirche Fornach und Teilsanierung (Orgelneubau, Großer Eingang, Heizung, usw...) in der Pfarrkirche Vöcklamarkt.
Durch eine plötzliche Erkrankung des Dechants, hat Gratzer über mehrere Monate bis zu vier Pfarren betreut.
"WELTKIRCHE" ist in seinen Pfarren nicht nur ein Wort, sondern lebendige Tatsache. So konnte er u.a. Kardinal Arinze, Bischöfe aus Kongo, Nigeria, Ukraine, sowie Priester aus vielen anderen Ländern in seinen Pfarren willkommen heißen.
Dass Pfarrer Gratzer nur konservativ ist, entspricht nicht der Tatsache. Alleine dadurch, dass Pater LEEB aus Brasilien, Porto do Mato, mit seinen Musicalteam eine Woche bei ihm zu Gast war, bezeugt vom Gegenteil.
Er ist auch für Laien offen. In seiner bisherigen Tätigkeit hat er bereits eine Pastoralassistentin ausgebildet und ein Pfarrmitglied steht vor der Diakonweihe.
Nicht nur in der Pfarre und im Dekanat Frankenmarkt kennt man seine Stimme, sondern durch seine Arbeit bei Radio Maria und Radio Horeb im ganzen deutschen Sprachraum.
Was muss ein Priester der Diözese Linz noch alles bewerkstelligen, um als Pfarrer installiert zu werden?

Ich kann daher die Entscheidung des Konsistorium der Diözese Linz nicht nachvollziehen.

Matthias Mayrhofer
MItglied des Dekanatsrates Frankenmarkt
Mitglied des PGR und Obmann der KMB Weißenkirchen/Attergau

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Herbert Lindner

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959

05.02.2005, 11:07

Linzer Generalvikar

Man kann mit ruhigem Gewissen sagen, daß der neue GV den alten noch übertrifft!
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960

05.02.2005, 11:08

Zitat

Original von Herbert Lindner
Man kann mit ruhigem Gewissen sagen, daß der neue GV den alten noch übertrifft!


In was? ;)
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