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Maimo

Fortgeschrittener

421

13.11.2008, 10:29

Zitat

Original von Tolkien

Zitat

Original von Maimo

Gerade der Gebetskampf in Getsemani zeigt doch sehr deutlich die menschliche Seite Jesus! Dass er eigentlich wenn irgendwie möglich nicht leiden und sterben wollte. Jesus hatte zutiefst menschliche Angst vor der Auslieferung und einem gewaltsamen Tod, er wollte nicht sterben:
"Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir!"
"Und er ging wieder weg und betete mit den gleichen Worten"

Jesus Wille, von sich aus war, dass ihm das möglichst erspart bleiben möge. Jesus war todtraurig: "Meine Seele ist zu Tode betrübt"


M.


Die Todesangst Jesu ist kein Gegenargument gegen die kirchliche Lehre.


Habe ich auch nicht behauptet. Es geht nicht um "für oder gegen die Lehre"
Aber zumindest harmoniert die Schlussfolgerung des KKK nicht auf das Jesusgebet: "Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber", wonach nach dem KKK:
"Jesus so den Abscheu äußerte, den seine menschliche Natur vor dem Tod empfindet“.
Todesangst hat nichts mit Abscheu vor dem Tod zu tun.

M.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Maimo« (16.11.2008, 11:25)


Maimo

Fortgeschrittener

422

16.11.2008, 11:00

Zitat

Original von Romantika

Wir geraten immer wieder in Gefahr, Gott mit unseren Maßstäben zu messen, dabei wissen wir doch, daß man sich Gottes Gnade weder erarbeiten noch verdienen kann. Mir fällt da so das Geschehen mit dem betenden Pharisäer ein, der meint, alles richtig gemacht zu haben und Gott deshalb zu gefallen, während der demütige Zöllner ganz hinten demütig betet, daß er nicht würdig ist...


Das Gebet des Pharisäers:
"Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort."

Das Gebet des Pharisäers zeigt in gewisser Weise seine Art der Frömmigkeit. Es ist genau genommen ein Dankesgebet, welches aus voller Überzeugung kommt. Eine Frömmigkeit wie sie auch heute bei vielen, wenn auch unterschiedlich anzutreffen ist. Zum Beispiel, mit der formalen Einhaltung der Gebots- und Verbotsvorschriften zu meinen Gott zu gefallen. Zu meinen mit der Erfüllung von Ritualvorschriften (Kreuzzeichen, Kniebeugen etc.) seiner Glaubensüberzeugung genüge zu tun. Glaubenssätze auswendig zu kennen. Und damit den Himmel schon verdient zu haben.

Das Gebet des Zöllners ist auch heute vielen noch fremd.

M.

Jakoba

Meister

Beiträge: 2 814

Wohnort: Bistum Chur und bin stolz darauf!

Beruf: Pönitente

423

16.11.2008, 12:58

Zitat

Original von Maimo
Zum Beispiel, mit der formalen Einhaltung der Gebots- und Verbotsvorschriften zu meinen Gott zu gefallen. Zu meinen mit der Erfüllung von Ritualvorschriften (Kreuzzeichen, Kniebeugen etc.) seiner Glaubensüberzeugung genüge zu tun. Glaubenssätze auswendig zu kennen. Und damit den Himmel schon verdient zu haben.

Das Gebet des Zöllners ist auch heute vielen noch fremd.

M.

Einspruch, euer Ehren, diese Unterstellung ist Voreingenommen. :evil:
Nur die Wenigsten die die Ritualvorschriften (Kreuzzeichen, Kniebeugen etc.) machen und ihre Glaubenssätze auswendig kennen, sind der Meinung damit für ihre Glaubensüberzeugung genug getan zu haben, noch ihren Himmel damit "verdient" zu haben!
Gebetsbuch: "Sakrament des Altars" bei www.aszetik.net
Suche: "Leben der Heiligen" P. François Giry

424

16.11.2008, 13:48

Zitat

Original von Jakoba

Zitat

Original von Maimo
Zum Beispiel, mit der formalen Einhaltung der Gebots- und Verbotsvorschriften zu meinen Gott zu gefallen. Zu meinen mit der Erfüllung von Ritualvorschriften (Kreuzzeichen, Kniebeugen etc.) seiner Glaubensüberzeugung genüge zu tun. Glaubenssätze auswendig zu kennen. Und damit den Himmel schon verdient zu haben.

Das Gebet des Zöllners ist auch heute vielen noch fremd.

M.

Einspruch, euer Ehren, diese Unterstellung ist Voreingenommen. :evil:
Nur die Wenigsten die die Ritualvorschriften (Kreuzzeichen, Kniebeugen etc.) machen und ihre Glaubenssätze auswendig kennen, sind der Meinung damit für ihre Glaubensüberzeugung genug getan zu haben, noch ihren Himmel damit "verdient" zu haben!


Das sehe ich auch so.
@Maimo
Bitte masse Dir nicht an, in die Herzen Deiner Mitmenschen sehen zu können.

Maimo

Fortgeschrittener

425

16.11.2008, 14:08

Zitat

Original von Jakoba

Zitat

Original von Maimo
Zum Beispiel, mit der formalen Einhaltung der Gebots- und Verbotsvorschriften zu meinen Gott zu gefallen. Zu meinen mit der Erfüllung von Ritualvorschriften (Kreuzzeichen, Kniebeugen etc.) seiner Glaubensüberzeugung genüge zu tun. Glaubenssätze auswendig zu kennen. Und damit den Himmel schon verdient zu haben.

Das Gebet des Zöllners ist auch heute vielen noch fremd.

M.

Einspruch, euer Ehren, diese Unterstellung ist Voreingenommen. :evil:
Nur die Wenigsten die die Ritualvorschriften (Kreuzzeichen, Kniebeugen etc.) machen und ihre Glaubenssätze auswendig kennen, sind der Meinung damit für ihre Glaubensüberzeugung genug getan zu haben, noch ihren Himmel damit "verdient" zu haben!


Ob die Wenigsten oder die Meisten weiß wohl niemand. Weil in das Herz blicken kann wohl niemand. Das ist richtig. Aber wenn, wäre das "fromme" Gebet des Pharisäers, ein reiner formaler Glaubensvollzug, sicher nicht der richtige Weg.

M:

426

16.11.2008, 14:17

Der heilige Pfarrer von Ars soll gesagt haben, dass wir selbst (abwechselnd) "der linke" und "der rechte Schächer" sind. So wird es wohl auch mit "dem Zöllner" und "dem Pharisäer" sein.

Gesegneten Sonntag und
lG Mt
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

Jakoba

Meister

Beiträge: 2 814

Wohnort: Bistum Chur und bin stolz darauf!

Beruf: Pönitente

427

16.11.2008, 17:55

Zitat

Original von Maimo
Aber wenn, wäre das "fromme" Gebet des Pharisäers, ein reiner formaler Glaubensvollzug, sicher nicht der richtige Weg.

M:

Ich wehre mich nur deshalb, weil ich mich persönlich sehr betroffen fühle. Ich mache Kniebeugen und Kreuzzeichen, ich kenne die meisten Glaubenssätze auswendig, und WENN dies rein Formal wäre, so würde ich es schön unterlassen, damit ich ganz bestimmt NICHT von solchen wie Maimo zu Spott gemacht werde! Sorry, Maimo, aber ich sehe kein anderes Ziel, was du damit bezwecken könntest.

Spottest du nur deshalb, weil du dich nicht getraust?
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Suche: "Leben der Heiligen" P. François Giry

fiat

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Wohnort: Erzdiözese Wien

428

16.11.2008, 18:05

Zitat

Original von Jakoba: WENN dies rein Formal wäre, so würde ich es schön unterlassen, damit ich ganz bestimmt NICHT von solchen wie Maimo zu Spott gemacht werde!


Liebe Jakoba, auch wenn es aus dem Herzen kommt, also nicht bloß formal ist, wirst du von und viele andere (ich auch) Ziel des Spotts. Aber das hindert uns ja nicht, stimmts?

Zitat

Original von Maimo: Das Gebet des Zöllners ist auch heute vielen noch fremd.


Verzeih, aber ist es dir auch fremd? Oder warum meinst du, dass Kreuzzeichen, Kniebeugen etc. nur getan werden, um sich den Himmel zu verdienen, sich sozusagen beim Vater einzuschmeicheln?

Lg, fiat
Jesus, Maria, Josef, ich liebe euch, rettet Seelen

Gandalf

Administrator

Beiträge: 25 889

Wohnort: Mittelerde

Beruf: M+M (Medien+Management)

429

16.11.2008, 22:45

Zitat

Original von Maimo

Zitat

Original von Romantika

Wir geraten immer wieder in Gefahr, Gott mit unseren Maßstäben zu messen, dabei wissen wir doch, daß man sich Gottes Gnade weder erarbeiten noch verdienen kann. Mir fällt da so das Geschehen mit dem betenden Pharisäer ein, der meint, alles richtig gemacht zu haben und Gott deshalb zu gefallen, während der demütige Zöllner ganz hinten demütig betet, daß er nicht würdig ist...


Das Gebet des Pharisäers:
"Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort."

Das Gebet des Pharisäers zeigt in gewisser Weise seine Art der Frömmigkeit. Es ist genau genommen ein Dankesgebet, welches aus voller Überzeugung kommt. Eine Frömmigkeit wie sie auch heute bei vielen, wenn auch unterschiedlich anzutreffen ist. Zum Beispiel, mit der formalen Einhaltung der Gebots- und Verbotsvorschriften zu meinen Gott zu gefallen. Zu meinen mit der Erfüllung von Ritualvorschriften (Kreuzzeichen, Kniebeugen etc.) seiner Glaubensüberzeugung genüge zu tun. Glaubenssätze auswendig zu kennen. Und damit den Himmel schon verdient zu haben.

Das Gebet des Zöllners ist auch heute vielen noch fremd.

M.


Hier im Forum ist also ein "wahrhaft gläubiger Mensch", der sogar den Herzensblick hat und genau weiß, was Menschen glauben, die ganz unschuldig ihrem Gott Ehre darbringen, durch ein Kniebeuge vor dem Allerheiligsten. Durch ein Kreuzzeichen, wenn man die Kirche geht oder vor dem Essen. Und dieser "wahrhaft gläubige Mensch" stößt sich auch daran, wenn Katholiken auch das Credo auswendig können und damit Glaubenssätze am Sonntag bekennen.

Dann behauptet dieser "wahrhaft gläubige Mensch", dass man sich damit bereits den Himmel verdient hat.

Natürlich wird dieser "wahrhaft gläubige Mensch" nicht so wie diese, die Kniebeugen und Kreuzzeichen machen und er ist auch noch so wie diese, die einfach am Sonntag auswendig Glaubenssätze auswendig sagen, nein dieser "wahrhaft gläubige Mensch" ist so richtig "gläubig", er braucht diese lästigen Rituale nicht, er braucht auch das Credo nicht.

Aber brauchen wird solche "wahrhaft gläubigen Mensch" eigentlich in diesem Forum?

G.
MARY'S MEALS - 10 EURO für ein Kind - Rettet Kinder vor dem Hungertod!
Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

430

16.11.2008, 23:25

Also natürlich, wir kennen alle die "Frommen", die einem manchmal so schrecklich auf die Nerven fallen.
Aber der Denkfehler besteht darin, dass man in der Tat den Bereich der "Handelsbeziehungen" und Formalien verlassen muss, aber man muss weiter nach oben, also zu Christus hin.
Leider ist es so, dass dieser Weg ein ziemlich nebeliger ist, Stichwort "Nacht des Glaubens" .
Versucht man wirklich "nach oben" zu gehen, dann ist man über die Formalien also "Rosenkränze, Weihwasser..." froh. Weil man diese Dinge begreift als sozusagen Geländer.
Im übrigen sehe ich heutzutage doch nicht das Überhandnehmen der Leute, die genau Bescheid wisssen, wieviel Rosenkränze und Messen der verstorbene Onkel Georg wegen seiner Sauferei braucht um dann doch noch in den Himmel zu kommen; sondern es scheinen mir die Leute doch überhand zu nehmen, die zwar einerseits keinen Gott brauchen, aber andererseits genau wissen, dass wir doch alle in den Himmel kommen

431

16.11.2008, 23:34

Aus diesem Thread wurde der folgende Beitrag von Maimo, erstellt am 16.11.2008 um 21:58 Uhr, kommentarlos gelöscht:

Zitat

Original von Maimo

Zitat

Original von Jakoba

Zitat

Original von Maimo
Aber wenn, wäre das "fromme" Gebet des Pharisäers, ein reiner formaler Glaubensvollzug, sicher nicht der richtige Weg.

M:

Ich wehre mich nur deshalb, weil ich mich persönlich sehr betroffen fühle. Ich mache Kniebeugen und Kreuzzeichen, ich kenne die meisten Glaubenssätze auswendig, und WENN dies rein Formal wäre, so würde ich es schön unterlassen, damit ich ganz bestimmt NICHT von solchen wie Maimo zu Spott gemacht werde! Sorry, Maimo, aber ich sehe kein anderes Ziel, was du damit bezwecken könntest.

Spottest du nur deshalb, weil du dich nicht getraust?

Spott ist mir wirklich fremd. Zuviel der Spötterei ist in dieser Welt.
Aber ich wehre mich gegen einen Buchhaltergott, der wegen eines vergessenen Kreuzzeichens oder einer unterlassenen Kniebeuge gleich beleidigt ist.

M.

Durch die Löschung wurde Maimos Sichtweise in der Darstellung verzerrt. Das ist nicht redlich.

Jakoba

Meister

Beiträge: 2 814

Wohnort: Bistum Chur und bin stolz darauf!

Beruf: Pönitente

432

16.11.2008, 23:55

Ich danke dir von ganzen Herzen, Adsum! :evil: Es wäre mir wirklich lieber gewesen, ich hätte das gar nicht lesen müssen! X(

Maimo kommt bei mir ab sofort auf die Ignorierliste.
Gebetsbuch: "Sakrament des Altars" bei www.aszetik.net
Suche: "Leben der Heiligen" P. François Giry

Romantika

unregistriert

433

17.11.2008, 00:09

Zitat

Original von Adsum
Aus diesem Thread wurde der folgende Beitrag von Maimo, erstellt am 16.11.2008 um 21:58 Uhr, kommentarlos gelöscht:

Zitat

Original von Maimo

Zitat

Original von Jakoba

Zitat

Original von Maimo
Aber wenn, wäre das "fromme" Gebet des Pharisäers, ein reiner formaler Glaubensvollzug, sicher nicht der richtige Weg.

M:

Ich wehre mich nur deshalb, weil ich mich persönlich sehr betroffen fühle. Ich mache Kniebeugen und Kreuzzeichen, ich kenne die meisten Glaubenssätze auswendig, und WENN dies rein Formal wäre, so würde ich es schön unterlassen, damit ich ganz bestimmt NICHT von solchen wie Maimo zu Spott gemacht werde! Sorry, Maimo, aber ich sehe kein anderes Ziel, was du damit bezwecken könntest.

Spottest du nur deshalb, weil du dich nicht getraust?

Spott ist mir wirklich fremd. Zuviel der Spötterei ist in dieser Welt.
Aber ich wehre mich gegen einen Buchhaltergott, der wegen eines vergessenen Kreuzzeichens oder einer unterlassenen Kniebeuge gleich beleidigt ist.

M.

Durch die Löschung wurde Maimos Sichtweise in der Darstellung verzerrt. Das ist nicht redlich.


Lieber Maimo,
wer behauptet hier, daß GOTT ein "Buchhalter-Gott" ist? ?(
Es geht doch gar nicht um ein versehentliches Unterlassen. Wie Ester so schön schreibt, sind diese Zeichen (Bekreuzigen, Kniebeuge) und die Gebete (Auch d. Rosenkranz) keine Pflichtaufgaben, die es zu erfüllen gilt, sondern sie sollen uns helfen, ein "Geländer zum Festhalten sein" auf dem Weg zu GOTT bzw. in der Christus-Nachfolge.

Da wir Menschen einander nicht ins Herz schauen können (und das ist gut so!), können wir übereinander auch nicht beurteilen, wer wie gläubig ist. Das überlassen wir doch lieber unserem HERRN.
Aber ich glaube auch nicht, daß Du über andere ein Urteil sprechen wolltest.

@ Alle

Bitte unterstellt nicht immer gleich böse Absichten, wenn hier jemand (vielleicht etwas ungeschickt) Fragen hat und über ein Thema sprechen möchte, was vielleicht sein ganz eigenes spezielles Problem ist. Warum denken wir nur immer sofort Böses von unseren Mitmenschen? Können wir nicht etwas gütiger sein? Etwas mehr Nachsicht haben... die Menschen gehen alle einen unterschiedlichen Weg, aber alle sind GOTTES Kinder, mit denen GOTT seine eigenen Pläne hat!

434

17.11.2008, 10:19

Zitat

Original von Matthäus
Der heilige Pfarrer von Ars soll gesagt haben, dass wir selbst (abwechselnd) "der linke" und "der rechte Schächer" sind. So wird es wohl auch mit "dem Zöllner" und "dem Pharisäer" sein.

Gesegneten Sonntag und
lG Mt




dazu:



„Der liebe Zöllner“ oder „der böse Pharisäer“?

Falsche Frage!


(Aus Zeitgründen habe ich die Schrift- und sonstigen Stellen nicht herausgesucht, sondern einfach versucht, sie sinngemäß aus dem Gedächtnis aufzuschreiben.)


Wie hier bereits angedeutet, kann es dem Herrn nicht darum gehen, „die bösen Formalien“ schlechtmachen oder gar abschaffen zu wollen. Erst recht nicht darum, zwei Menschen als Opfer gegeneinander ausspielen zu wollen, damit sich das unbeteiligte Publikum daran ergötzen und gerne ohne Berechtigung mit dem Star der Story identifizieren darf, - der „schlechte“ ist dabei natürlicherweise und gerne der andere. Dies alles etwa nach dem Vorbild der römischen Arena.

Mit dem Herauspicken einzelner Schrift-Halbsätze nach eigenem, momentanen Belieben, je nach Lust und Laune („Gerne wird der eigene Vogel für den Heiligen Geist gehalten.“), kommen wir sowieso nicht weiter, weder in unserer persönlichen Entwicklung, noch die Gemeinschaft.
(Grundsätzlich ist es immer die Kirche, die die letzte Autorität hat.)

Als wüsste der Schöpfer, selbst Ursprung und Ziel allen Lebens, nicht, dass ohne „Formalien“ und „Gesetz-mäßigkeiten“ kein Leben möglich ist, - auch kein Zusammen-leben, von den Kräften des Weltalls angefangen, über den regelmäßigen und präzisen Schlag des Herzens, den Atem, bis zum genauen Einhalten der Straßenverkehrsordnung (alle fahren auf der dafür vorgesehenen Straßenseite … ), das Zähneputzen, die Hygiene, die Pünktlichkeit etc.

Welchen Formalismus und Automatismus führt ein Flugkapitän grundsätzlich und immer vor jedem Start durch – und wehe wenn nicht … . Analog dazu, der Chirurg …

„Ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen.“

„Wer auch nur eines der Gesetze aufhebt … “ (Sie sind gewissermaßen Gott selbst.)

„Wenn ihr all das getan habt, dann (erst) sagt, ihr seid nichts als unnütze Knechte.“

Selbst der große und demütige Heilige Franziskus soll vor seinem Heimgang gesagt haben, "Brüder, lasst uns endlich anfangen".


In der Geschichte „der bösen Martha“ und „der lieben Maria“ gibt es nach einer Auslegung eine überraschende und spannende Wende.

Etwa so: Wir selbst sind ("gleichzeitig-nacheinander") diese beiden Gestalten. „Maria“ ist die junge, noch unerfahrene "Martha", die noch lernen und zuhören muss, und „Martha“, „die reif und erwachsen gewordene Maria“, die inzwischen klar weiß, was zu tun ist – und es auch handfest und kompetent tut. Auf sie bezieht sich nach dieser Auslegung auch das Wort des Herrn, "Martha, Martha" (zweimalige Namensnennung), „Ich habe dich bei Deinem Namen genannt, Du bist mein“.


So können wir es wohl auch mit den "beiden" Gestalten, „Zöllner und Pharisäer“ halten: Tun, was zu tun ist und gleichzeitig alles Gott zuschreiben. Selbst nichts besitzen (worauf man etwa eingebildet sein könnte).

Leider halten wir uns wohl oft in einer „Mehrfachfalle“ selbst fest, selbst keinerlei Anlass dazu zu haben, wie „der Zöllner“, und uns trotzdem stolz zu fühlen, wie „der Pharisäer“, - und dabei aber mit dem Finger auf „den Pharisäer“ zu zeigen (Projektion).
Zu allem Überfluß "stehlen" dann auch noch "das Demutsgewand des Zöllners" und legen es uns widerrechtlich an.

'Der Pharisäer ist der andere.'

Gott will uns(!) heilen, nicht den anderen.

Lassen wir es zu.


LG an diesem herrlichen Novembertag Mt
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Matthäus« (17.11.2008, 17:04)


Philothea

Moderator

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Wohnort: Region Bonn

Beruf: Kinderkrankenschwester

435

17.11.2008, 10:36

Danke Matthäus
dein Post ist wirklich gut

Philothea
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

436

17.11.2008, 10:58

Danke, Philothea!

lG Mt
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

Gandalf

Administrator

Beiträge: 25 889

Wohnort: Mittelerde

Beruf: M+M (Medien+Management)

437

17.11.2008, 12:06

@Matthäus: Sehr gut!

@alle: Ich denke, dass die ganze Frage des Threads trotzdem ziemlcih sinnlos ist, weil wir uns alle darüber besser gar nicht den Kopf zerbrechen sollten, denn diese Frage impliziert auch die Frage, wer in die Hölle kommt und wenn es nicht einmal die Kirche sicher von jmd. sagen kann, dass er in der Hölle ist, warum sollten wir uns hier eigentlich darüber den Kopf zerbrechen?

G
MARY'S MEALS - 10 EURO für ein Kind - Rettet Kinder vor dem Hungertod!
Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

438

17.11.2008, 12:09

Zitat

Original von Gandalf
@Matthäus: Sehr gut!

@alle: Ich denke, dass die ganze Frage des Threads trotzdem ziemlcih sinnlos ist, weil wir uns alle darüber besser gar nicht den Kopf zerbrechen sollten, denn diese Frage impliziert auch die Frage, wer in die Hölle kommt und wenn es nicht einmal die Kirche sicher von jmd. sagen kann, dass er in der Hölle ist, warum sollten wir uns hier eigentlich darüber den Kopf zerbrechen?

G


Meine absolute Zustimmung!

love&shalom
Kein Auge hat es gesehen
kein Ohr hat es gehört
in keines Menschen Herz ist es jemals gedrungen
was Gott denen bereitet hat die ihn lieben

439

17.11.2008, 12:19

Danke Gandalf!

Bei der Gelegenheit: Ein 'Vergelts Gott' für Eure großartige Arbeit und allen Segen für Eure Familie und allen die bei kath.net mitarbeiten oder diese gute Sache fördern.

lG Mt
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

440

17.11.2008, 12:31

Zitat

Original von love&shalom

Zitat

Original von Gandalf
@Matthäus: Sehr gut!

@alle: Ich denke, dass die ganze Frage des Threads trotzdem ziemlcih sinnlos ist, weil wir uns alle darüber besser gar nicht den Kopf zerbrechen sollten, denn diese Frage impliziert auch die Frage, wer in die Hölle kommt und wenn es nicht einmal die Kirche sicher von jmd. sagen kann, dass er in der Hölle ist, warum sollten wir uns hier eigentlich darüber den Kopf zerbrechen?

G


Meine absolute Zustimmung!

love&shalom


Auch die meinige!

Zitat

Bei der Gelegenheit: Ein 'Vergelts Gott' für Eure großartige Arbeit und allen Segen für Eure Familie und allen die bei kath.net mitarbeiten oder diese gute Sache fördern.


und auch dem schliesse ich mich gern an.

LG f.e.

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