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mysterium fidei

Intermediate

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Location: Wo die Sonne häufig scheint

Occupation: Diplom-Theologe

81

Sunday, March 7th 2010, 5:47am

Zur Erinnerung, Seth: Du bist hier in einem innerkatholischen Forum. Hier herrscht keine Zensur, aber du musst Höflichkeitsverpflichtungen deinen "Gastgebern" gegenüber einhalten, oder du kannst nicht zu uns kommen. Du kannst gern über deine Themen sprechen, in freundlichem Ton und ohne Vorwürfe. Aber du wirst damit leben müssen, dass es hier viele Leute gibt, die du nicht überzeugen wirst.

This post has been edited 2 times, last edit by "mysterium fidei" (Mar 9th 2010, 6:53am)


Romantika

Moderator

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Location: Im schönen Norden

82

Sunday, March 7th 2010, 11:59am

Bitte zurück zum Thema!!!
Danke.
Sei gepriesen, Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes. Du bist der Erlöser der Welt, unser Herr und Heiland, der zur Rechten des Vaters thront. Komm, Herr Jesus, und steh uns bei, daß wir alle Zeit mit Dir leben und in das Reich deines Vaters gelangen. Amen.

loyalbushie

Intermediate

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Location: Bernburg/Saale

Occupation: Gepr. Versicherungsfachmann (IHK), Experte für Bausparen und Investment (DVA)

83

Monday, March 8th 2010, 3:28pm

Oder ist Homosexualität und Polygamie inzwischen schon Bürgerpflicht in unserem Land, sodass ein solcher Privatbereich bedenklich ist?

Tatsächlich, ich hab mich schon gelegentlich dafür entschuldigen müssen, dass ich lebe, wie ich lebe.



Aber hallo... mit dieser Lebensweise ignorierst Du bewusst die Erkenntnisse zahlreicher namhafter SexualwissenschaftlerInnen, PsychologInnen, moderner TheologInnen und anderer belesener MenschInnen aus der kritischen Intelligenz, von denen nicht wenige Zeit ihres Lebens länger studiert haben als Du je arbeiten könntest. Da müssen die darüber doch einfach besser Bescheid wissen und Deine wahren Bedürfnisse besser kennen als Du selbst. Dass Du Dich darüber nicht aufklären lassen möchtest, ist doch nicht deren Schuld.

Wir müssten unser regressives Exklusivitätsdenken in Frage stellen und es als Zeichen konterrevolutionärer Selbstabgrenzung und Ausdruck eines tieferer sozialer Empathiefähigkeit abholden übersteigerten Selbstwertgefühls erkennen. Bloß hab ich zurzeit da irgendwie keinen Bock drauf und bleibe lieber unkritisch und geistig beschränkt... ;)
COMPASSIONATELY CONSERVATIVE wird nicht mehr erneuert - "ernsthafte" Beiträge von mir gibt`s ab jetzt auf EUROPEAN INFO PRESS

bluthilde(Vorsicht Satire!) - aktuell: Schland, halt den Rand!

Gandalf

Administrator

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Location: Mittelerde

Occupation: M+M (Medien+Management)

84

Monday, March 8th 2010, 3:48pm

Liebe Leute!

Wir haben als Forumsbetreiber ganz einfach nicht vor, dass wir hier gewisse Perversitäten auch nur im Ansatz dulden. Es wird niemand gezwungen, hier mitzuposten, aber das ist hier ein römisch-kath. Forum und kein Forum, wo dann irgendwelche Leute ihre perversen Träumen reinposten können.

G.

Guardini

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Location: Erzbistum Freiburg

Occupation: Student

85

Wednesday, March 17th 2010, 1:17am

Wir müssten unser regressives Exklusivitätsdenken in Frage stellen und es als Zeichen konterrevolutionärer Selbstabgrenzung und Ausdruck eines tieferer sozialer Empathiefähigkeit abholden übersteigerten Selbstwertgefühls erkennen. Bloß hab ich zurzeit da irgendwie keinen Bock drauf und bleibe lieber unkritisch und geistig beschränkt...

Puh! Kannst du diesen hyperwissenschaftlichen Kauderwelsch mal für Normelsterbliche übersetzen? Danke! ;)
Die Kirche befriedigt keine Erwartungen, sie feiert Geheimnisse.
(Carlo Maria Kardinal Martini)

mysterium fidei

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Location: Wo die Sonne häufig scheint

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86

Wednesday, March 17th 2010, 6:30am

Wir müssten unser regressives Exklusivitätsdenken in Frage stellen und es als Zeichen konterrevolutionärer Selbstabgrenzung und Ausdruck eines tieferer sozialer Empathiefähigkeit abholden übersteigerten Selbstwertgefühls erkennen.


Vorsicht, Satire :!: !
Loyalbushie verwendet sozialistisch-pseudowissenschaftliche Versatzstücke, um zu sagen, dass wir Christen noch auf einer niedrigeren, fast kindlichen Entwicklungsstufe stehen und deshalb die sozialistischen Ideen noch nicht kapieren können. Klingt gleich bombastisch und durch die wissenschaftliche Ausdrucksweise glaubt man es ja fast. Loyalbushie ist allerdings nicht im Verdacht, diese Meinung tatsächlich zu vertreten. :)

loyalbushie

Intermediate

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87

Wednesday, March 17th 2010, 1:32pm

Ich versuche ja auch bloß, die Gedanken dieser unermesslich klugen und über Jahrzehnte hinweg studierten Menschen, die mir natürlich zu hoch sind, zumindest ansatzweise nachvollziehen. Immerhin kennen die unsere wahren Bedürfnisse besser als wir selbst. :D
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bluthilde(Vorsicht Satire!) - aktuell: Schland, halt den Rand!

Klomb

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88

Wednesday, March 17th 2010, 2:49pm

Für den Blödsinn, der im Brustton der Überzeugung in Interviews von Frau Ranke-Heinemann geäußert oder von Sozialpädagogen geschrieben wird, ist das Wort "pervers" ja noch zu schade. Wußtet Ihr etwa, daß alle Menschen Opfer sexuellen Mißbrauchs durch katholische Priester sind, die im Dienste des Neoliberalismus stehen? Ohne die hehre Wissenschaft und die BZgA wäre niemand darauf gekommen. :Auch kein sex ist missbrauch!
:wacko: :wacko: :wacko:

humanist

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Occupation: Dipl. Informatiker

89

Wednesday, September 1st 2010, 7:20pm



Jemand schrieb hier das er in einer streng-katholischen Region aufwuchs und Sexualerziehung hauptsächlich über Angst betrieben wurde (passt auf! Rückenmark und Hirn leiden unter bestimmten Handlungen!). Das war von Anfang an nicht meine "Richtung" in entsprechenden Gesprächen - aber es ist mir schon wichtig Jugendlichen zu vermitteln das in der Sexualität auch nicht immer alles gut ist wozu es einem vielleicht grad mal treiben mag...
Aber findet ihr nicht, dass es doch eine der Hauptaufgaben sein sollte unseren heranwachsenden eine Hilfestellung zu geben, wie man mit diesem komplizierten Thema "Menschliche Sexualität" umgehen sollte? Und ich denke alle radikalen Ansätze sind hier schädlich. Sowohl der konservative als auch der zu liberale, wenn diese als Dogma auftreten und als "Genau so ist es richtig und alles andere falsch". Ist es nicht so, dass wir die jungen Menschen eben nicht in eine bestimmte Richtung drängen dürfen? Ist es nicht besser, wenn wir ihnen die Wahl lassen wie sie leben wollen, auch wenn (so oder so) einige andere nicht diese Lebensweise gutheissen? Wir können Ihnen unsere Erfahrung mitgeben, aber die Entscheidung liegt doch bei den jungen Erwachsenen.

Und ich denke, dass sich diesbezüglich ja auch einiges in den letzten Jahren verbessert hat.
Mir hat damals keiner geholfen, meine Fragen zu beantworten (in den späten 70ern). Ich musste auch die Bravo ausweichen. Und das ist ja auch nicht das optimale... :D

Humanist

Philothea

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90

Thursday, September 2nd 2010, 10:19am

lieber Humanist

Da ich dieses thema eröffnet habe, weise ich dich auf die erste Seite hin - da geht es hauptsächlich noch um TeenSTAR.
Und das ist ein super Programm, dass die teens begleitet und versucht zu verantwortlichem handeln zu führen.
Es gibt den Jugendlichen die Informationen, die diese brauchen um sich überhaupt verantwortlich entscheiden zu können.

Das findet leider im Sexualkundunterricht in den Schulen so gut wie nie statt.
Dort wird die Sex vergöttert und als immer und in jeder Situation gut weitergegeben.
Das ist was ganz schreckliches, weil es einfach nicht der Wahrheit entspricht.

Bei TeenSTAR sieht das anders aus. Erstens wird Sexualität nicht auf Sex verkürzt und außerdem den Jugendlichen wirklich Information und Hilfen gegeben, wie sie sich verantwortungsbewußt entscheiden können.
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

Philothea

Moderator

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Location: Region Bonn

Occupation: Kinderkrankenschwester

91

Thursday, September 2nd 2010, 10:22am

Ich bin als Jugendliche gut aufgeklärt worden - und zwar im besten Sinne.
Ich denke eigentlich, dass es die Aufgabe der Eltern ist aufzuklären und nicht von Aussenstehenden.
Leider klären die meisten Eltern ihre Kinder nicht gut auf (wenn überhaupt) und oft drängen sie die jugendlichen in Richtung Sex. Ich finde das furchtbar, da war das strenge früher eindeutig besser, wenn auch nicht wirklich gut.
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

humanist

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Occupation: Dipl. Informatiker

92

Thursday, September 2nd 2010, 7:16pm

Hallo Philothea,

erst mal vielen Dank für den Link.
Ja, ich denke auch, dass das Thema am besten bei den Eltern aufgehoben ist.
Aber ich stimme mit Dir nicht überein, wenn Du sagst, dass die Eltern die Jugendlichen oft in Richtung Sex drängen.
Normalerweise sind Eltern eher besorgt, dass ihre Kinder zu früh und zu schnell damit Kontakt aufnehmen. Und daher sprechen sie nicht über dieses Thema, was eben dann wiederum zur Folge hat, dass die Jugendlichen sich die Information von woanders her holen.
Ich finde auch nicht, dass im Sexualunterricht in der Schule Sex "vergöttert" wird, wie Du schreibst. Ich meine, darunter würde ich verstehen, dass der Lehrer selbst von Sexerlebnissen schwärmt und die Jugendlichen aktiv dazu antreibt. Das ist (denke ich doch) wirklich nicht der Fall. Oder hast Du da andere Erfahrungen?

Humanist

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93

Thursday, September 2nd 2010, 8:40pm

Quoted

Ich finde auch nicht, dass im Sexualunterricht in der Schule Sex "vergöttert" wird [...]


Gemeint sein dürfte letztlich, dass jegliche Art von sexuellen Neigungen (einmal abgesehen von der Pädophilie, dahingehend fand ein Umdenken statt; allerdings war es dahingehend auch schon einmal anders, wie z. B. auch diverse Gesetzesvorschläge der frühen Grünen belegen) grundsätzlich gut geheißen wird, so lange sie (angeblich) niemanden schaden, was auch nur noch so viel heißt, wie, dass sie nicht unter Zwang ausgeübt werden sollen (das ist das einzige Kriterium); allerdings ist das für Christen eindeutig zu wenig. Es wird nicht speziell von sexueller Betätigung abgeraten, in den jungen Jahren oder die spezifische Einbindung in einen rechtlichen und sozialen, ganzheitlichen Rahmen, als die im Großen und Ganzen gesehen günstigste Option, erläutert, sondern die Schüler werden - was man tatsächlich an den Schulen erleben kann, muss ich sagen! - grundsätzlich ermuntert, wenn sie sich denn sexuell betätigen wollen, das auch zu tun.
Nichts - oder so gut wie nichts - davon wird in den Schulen getan; sinnvolle "Sexualerziehung" bleibt letztlich den Eltern überlassen, was ja auch in Ordnung ist, aber die schulische Sexualerziehung untergräbt z. T. gerade diese elterliche bzw. arbeiten sie durchaus gegeneinander (speziell, wenn man vom Fall christl. Eltern und der betont säkularen, [christlicherseits] a-moralischen Normen der schulischen Sexualerziehung ausgeht).
Et Iesum autem ait illi: "Si potes? Omnia possibilia qui credenti!"

(Mk 9,23)

This post has been edited 1 times, last edit by "Christian-Justinus" (Sep 2nd 2010, 9:05pm)


humanist

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94

Thursday, September 2nd 2010, 9:15pm

Hallo Christian-Justinus,

ich kann Dir hier voll zustimmen. Du hast es objektiv korrekt beschrieben (zumindest soweit ich das "subjektiv" beurteilen darf...).
Das Grundproblem ist tatsächlich, dass in der Schule natürlich gemäß dem allgemeinen Konsens unterrichtet wird. Und was "normal" und "richtig" ist, darüber lässt sich bekanntlich seit zig Tausend Jahren steiten und viele Menschen sind deshalb gestorben und sterben immer noch.

Es ist tatsächlich so, dass die Lehrpläne der Schulen und auch die persönlichen Ansichten der Lehrer natürlich nicht den Glauben der RKK widerspiegeln. Ansonsten wäre die Mehrheit der Bevölkerung tief gläubig und wir hätten sicher keine Säkularisation. Im Grunde wären wir dann ähnlich strukturiert wie islamische Staaten ohne Trennung von Kirche und Staat, bzw. mit einer entsprechenden religiösen Gesetzgebung, die sich dann natürlich auch auf den Unterrichtsstoff auswirkt.

Minderheiten, wie Andersgläubige hätten es dann schwer. So hat es die Minderheit der Gläubigen schwer, wobei ich schon der Ansicht bin, dass die Lehrpläne versuchen keine religiöse Gruppierung "an die Wand zu fahren". Aber es bleiben tatsächlich unüberwindbare Unterschiede. Stichwort "Sex vor der Ehe", "Homosexualität" und natürlich das Reizthema "Abtreibung", das aber durchaus kontrovers in der Schule diskutiert wird.

Die "freie Entfaltung der Sexualität" hingegen, und damit das Akzeptieren von "Sex ausserhalb der Ehe" sowie "Homosexualität" ist in der Bevölkerung soweit fortgeschritten, dass es nicht mehr in Frage gestellt wird.

Ich begrüsse Programme wie TeenSTAR die vielleicht eine erweiterte Sicht der Dinge den Jugendlichen anbietet. Schliesslich muss jeder Mensch selbst entscheiden was er für richtig hält und was nicht. Und entscheiden kann er nur, wenn er mehr als eine Alternative bzw. Ansicht hat.

Hier übrigens noch ein Link aus dem Spiegel-Online, nachdem es mit der sexuellen Verrohung unserer Jungend anscheinend nicht so schlimm bestellt ist, wie oft befürchtet wird:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wisse…,715103,00.html

Humanist

This post has been edited 1 times, last edit by "humanist" (Sep 2nd 2010, 10:01pm)


95

Friday, September 3rd 2010, 11:20pm

das Reizthema "Abtreibung", das aber durchaus kontrovers in der Schule diskutiert wird.
Das Reizthema "Abtreibung" sollte in der Schule nicht kontrovers diskutiert werden, sondern eindeutig als das dargestellt werden, das es ist:
Kindermord, und its auch in Deutschland (§218) immer noch ein Verbrechen, das allerdings unter bestimmten Voraussetzungen straffrei bleibt.

Und an dieser Tatsache gibt's auch (und eigentlich gerade) humanistisch gar nix zu rütteln.

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