Tuesday, September 2nd 2014, 4:00pm UTC+2

You are not logged in.

  • Login
  • Register

Dear visitor, welcome to kathNews. If this is your first visit here, please read the Help. It explains how this page works. You must be registered before you can use all the page's features. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

Maximus Confessor

Professional

Posts: 870

Location: Wo Deutschland am römischsten ist

Occupation: Römer

21

Saturday, November 27th 2010, 1:30pm

Wieder wurde ein völliges Randthema herausgegriffen, reißerisch aufgemacht, aber der Leser wird nicht richtig informiert über die wahren Inhalte des Buches.
Nun Verhütungsmittel die in sich schlecht sind würde ich nicht "ein völliges Randthema" bezeichnen. Insofern ist der Medienrummel um die "Kondom-Aussagen" welche diese klare Lehre nicht gerade klarer machen natürlich nicht ganz rätselhaft. Nicht nur die "Welt" sondern auch viele echte Katholiken sind ja erschreckt. :(
Dankbar rückwärts! - Mutig vorwärts! - Gläubig aufwärts!

Franz Josef Strauß

22

Saturday, November 27th 2010, 2:26pm

Freuen wir uns über jeden positiven Artikel.

Die frustrierten SpOn-Leute kramen schon wieder gaaaaanz alte, längst widerlegte Geschichten aus, um nicht nur dem Papst zu schaden, sonden auch ihre eigenen "Advents-Depressionen" zu bekämpfen. Sie versuchen wieder mit den üblichen Tricks, "da liegen uns Papiere vor ...bla bla bal..". Das einzige, was ihnen nicht vorliegt sind Beweise. Jetzt denken sie, nachdem sie den Katholiken mit dieser Geschichte dieses Jahr Ostern vermiest haben, könnte eine aufgewärmte Variante dieser Geschichte für Weihnachten zu einem zweiten Aufguss werden.

Wird wirklich Zeit, dass da mal ein Hamburger Bischof mit Weihwasser vorbeigeht ... Das ist die einzige Möglichkeit, den alten Geist Rudi dort in seine Schranken zu weisen und ihn dort hinzuschicken, wo sein Platz ist: Down under - und damit mein ich nicht Australien :thumbdown:

PS: Ich verlinke den Artikel nicht, es ist es nicht wert, dem Spiegel durch weitere Klicks weitere Einnahmen zu verschaffen - vor allen Dingen darf man dort auf keinen Fall auf die Anzeigen klicken..

23

Saturday, November 27th 2010, 8:45pm

Nee, mir haben sie Ostern auch nicht vermiest, dazu gab es ja die herrliche Papstpredigt am Palmsonntag (wo sie sich alle so richtig geärgert haben). Und am Ostersonntag gab's ja noch mal eine Breitseite gegen die Medien vom Kardinalstaatssekretär ... SZ und Spiegel haben sich also Ostern selbst vermiest.

Die Hass-Raketen, die heute gestartet wurden, zünden auch nicht so richtig. Jetzt mussten sie sogar schon zur Neidkeule greifen (weil der Papst mit seinen Büchern bisher 5 Mio. verdient hat - die er ja spendet bzw. in seine Stiftung einfließen lässt).

Leider sitzt dort heute wieder das Linke-Callcenter in der Mod-Aufsicht: Selbst mein Lob für Herrn Matussek fiel der Zensur zum Opfer.

Ich werde sie die nächsten Tage mit ihrer Advents-Depression alleine lassen und lieber das Papstbuch lesen.

Maximus Confessor

Professional

Posts: 870

Location: Wo Deutschland am römischsten ist

Occupation: Römer

24

Sunday, November 28th 2010, 12:17am

Wir sollten froh und dankbar sein über jede "Spiegel"-Hetze gegen die Helige Mutter Kirche und gegen den Heiligen Vater. Ist dies ja ein sicherstes Anzeichen das der Heilige Vater richtig wenn die "Spiegel"-Leute gegen ihm hohl drehen. Dieses Drecksblatt wird ausserhalb des linksgrünen Sumpf sowieso nicht mehr gelesen und ernst genommen. Die Auflage geht rapite zurück!
Dankbar rückwärts! - Mutig vorwärts! - Gläubig aufwärts!

Franz Josef Strauß

This post has been edited 2 times, last edit by "Maximus Confessor" (Nov 28th 2010, 9:22am)


Alexius

Professional

25

Wednesday, December 22nd 2010, 12:35am

Endlich so weit: meine eigene Rezension

(Vergleiche in meinem Blogbuch und bei amazon.)

Das sensationelle Interviewbuch des regierenden Heiligen Vaters Benedikt XVI. hält nicht nur das, was es verspricht ("der Papst, die Kirche und die Zeichen der Zeit"), nein, es übertrifft jedenfalls meine Erwartungen. Wer dieses Buch von Peter Seewald ganz liest, lernt nicht nur die Motivationslage des jetzigen Petrusnachfolgers besser kennen, nein, er versteht auch viel besser, um was es der Kirche weltweit geht und immer gehen wird müssen. Dabei betont der Papst selbst, daß er damit nichts Unfehlbares produzieren wolle (vgl. S. 22). "Der Papst kann selbstverständlich verkehrte Privatmeinungen haben." (S. 23) Sogar zum ersten Band seines Jesusbuches hält er fest: "Es ist eben kein Buch des Lehramtes, kein Buch, das ich in meiner päpstlichen Vollmacht geschrieben habe" (S. 198 ) So lernt der Uninformierte auch den wahren Gehalt der päpstlichen Unfehlbarkeit kennen. Manche Leser werden sich trotzdem schwertun mit der Darstellung des Papstes, daß es sich bei der Rücknahme der Exkommunikationen gegenüber den "Piusbischöfen" um einen ganz normalen rechtlichen Vorgang gehandelt habe (vgl. S. 39 und vor allem S. 148 ff.) Glaubwürdig bekennt der Papst an anderer Stelle: "Deshalb war es für mich klar - auch hier in voller Kontinuität mit Papst Johannes Paul II. - daß dieses neue, liebende, verstehende Ineinander von Israel und Kirche im jeweiligen Respekt für das Sein des anderen und seine eigene Sendung wesentlich sein muß für meine Verkündigung des christlichen Glaubens." (S. 106) Der Papst "ist an das Zweite Vatikanum [= 21. Ökumenisches Konzil der Katholischen Kirche] gebunden." (S. 121) Die ganze Argumentation des Papstes ist somit absolut nachvollziehbar und sachlich richtig, und ebenso klar benennt er unter dem Kapitel "Der Skandal des Mißbrauchs" die seit 1960 erfolgte Vernachlässigung des Kirchenrechtes und darin des Strafrechtes zum Schaden des kirchlichen Gemeinwohles: "Und zur Wahrheit gehört auch, daß ich denjenigen strafen muß, der gegen die wirkliche Liebe gesündigt hat." (S. 43)

Wie Erzbischof Rino Fisichella, der Präsident des neuen Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, richtig bemerkt hat, öffnet Benedikt XV. mit diesem Interview tatsächlich sein Herz, "was sein tägliches Leben betrifft, so wie er mit der nötigen Offenheit die Probleme anspricht, die sich im Verlauf der Geschichte dieser Jahre" seines Pontifikates ergeben haben. Dies alles erfolgt in radikaler Ehrlichkeit: "Für mich jedenfalls war es eine Überraschung, daß der Mißbrauch auch in Deutschland in dieser Größenordnung existierte." (S. 44) "Alles, was Lüge und Verheimlichung ist, darf nicht sein." (S. 58 ) "Personalentscheidungen sind schwierig, weil niemand in das Herz des anderen hineinschauen kann und niemand vor Täuschungen sicher ist." (S. 108 ) Seewald frägt zum Teil provokativ, manchmal auch etwas langatmig, aber diese Fragestellungen scheinen dem Papst ganz gut zu gefallen und auch dem Höchstmaß seines Auffassungsvermögens zu entsprechen. Jedenfalls liegt es nicht nur an Seewald, daß der Papst sehr stark die Realitäten der Sünde sieht und auch darauf eingeht, nicht nur mit der von vielen unabsichtlich oder ganz bewußt mißverstandenen Kondom-Passage (S. 146 f.), sondern auch mit dem Beispiel des Priesters, der schon länger mit einer Frau illegitim zusammenlebt und eine gute Ehe bilden könnte: "Wenn dem so ist, müssen sie diesen Weg gehen." (S. 58 )

Offen bleibt für mich, wie sich die wiederholte Argumentation des Papstes, daß die Glaubens- und Sittenlehre neu übersetzt und offenbar besser verkündet werden müsse, konkret auswirken müßte: "Oft wurde dieser Kommende [Jesus Christus] zwar einerseits in wahren, zugleich aber auch in abgestandenen Formeln vorgetragen. Sie sprechen nicht mehr in unseren Lebenszusammenhang hinein und sind oft für uns nicht mehr verständlich." (S. 84, vgl. vor allem auch S. 163 f. und S. 175) Was ist mit der besseren Übersetzung gemeint, wenn doch die wesentlichen Inhalte der katholischen Lehre absolut unveränderlich sind, wie es auch aus der (zum hier besprochenen Buch für immer dazugehörenden) "Note der Kongregation für die Glaubenslehre" (vom 21. Dezember 2010) gegen die heutige Banalisierung der Sexualität hervorgeht. Diese relativ spät publizierte Note zum richtigen Verständnis einiger Passagen des Papstinterviews ist aber im Grunde nur für die gemeint, die das Buch nicht ganz gelesen haben oder es bewußt für ihre ideologischen Zwecke mißbrauchen wollen. Daß aber dieser Papst durch und durch katholisch ist, ergibt sich schon alleine aus der klaren Ansage auf S. 71: "Wenn man beispielsweise im Namen der Nichtdiskriminierung die Katholische Kirche zwingen will, ihre Position zur Homosexualität oder zur Frauenordination zu ändern, dann heißt das, daß sie nicht mehr ihre eigene Identität leben darf, und daß man stattdessen eine abstrakte Negativreligion zu einem tyrannischen Maßstab machte, dem jeder folgen muß. Das ist dann anscheinend die Freiheit - allein schon deshalb, weil es die Befreiung vom Bisherigen ist." Und es "bleibt der große Auftrag der Kirche, daß sie Glaube und Vernunft, das Hinausschauen über das Greifbare hinaus und zugleich die rationale Verantwortung miteinander verbindet." (S. 101) "Wir sind keine Moralisten, aber wir tragen vom Fundament des Glaubens her eine ethische Botschaft, die den Menschen Orientierung gibt." (S. 113)

Unmißverständlich nimmt der Papst gegen Sexualitätsformen Stellung, die dem in der Schöpfungsordnung grundgelegten menschlichen Naturgesetz widersprechen: "Wenn man Sexualität und Fruchtbarkeit grundsätzlich voneinander trennt, wie es durch die Anwendung der Pille geschieht, dann wird Sexualität beliebig. Dann sind in der Folge auch alle Arten von Sexualität gleichwertig. Dieser Auffassung ... ist ja auch sehr schnell die Gleichbewertung der Homosexualität gefolgt." (S. 175) "Der Sinn der Sexualität ist, Mann und Frau zueinander zu führen und damit der Menschheit Nachkommenschaft, Kinder, Zukunft zu geben. Das ist die innere Determination, die in ihrem Wesen liegt. Alles andere ist gegen den inneren Sinn von Sexualität." (S. 180) "Homosexualität ist mit dem Priesterberuf nicht vereinbar. Denn dann hat ja auch der Zölibat als Verzicht keinen Sinn ... Hier muß größte Aufmerksamkeit walten, damit eine solche Verwechslung nicht einbricht und am Schluß die Ehelosigkeit der Priester sozusagen mit der Tendenz zur Homosexualität identifiziert würde." (S. 181)

Was den kurzen Dokumentenanhang Seewalds betrifft, so hätte die Regensburger Rede (S. 220) nicht nur auf das 2006 weltweit beachtete Zitat beschränkt werden sollen. Auch diesbezüglich ist der Papst radikal ehrlich und gibt damit auch indirekt den Hinweis, daß ihn damals offenbar kein Mitarbeiter gewarnt hatte: "Ich hatte die Rede als streng akademische Rede konzipiert und gehalten, ohne mir bewußt zu sein, daß man eine Papstrede nicht akademisch, sondern politisch liest." (S. 123)

Seewald und der Papst decken also sehr viele Themenbereiche ab, und daß zum Abschluß auch noch die sogar einigen Christen durchaus unangenehmen "Letzten Dinge" ausführlich durchgesprochen werden, ist ein Hinweis auf die durchaus gelungene Systematik des ganzen Interviewbandes. So meine ich mehr denn je: das Buch ist ein ideales Weihnachtsgeschenk. Es läßt besser verstehen, warum Jesus Christus gekommen ist: "Er ist in der Tat gekommen, damit wir die Wahrheit kennenlernen. Damit wir Gott berühren können. Damit uns die Tür offen steht. Damit wir das Leben finden, das wirkliche Leben, das nicht mehr dem Tod unterworfen ist." (S. 214)

FROHE UND GNADENVOLLE WEIHNACHTEN ALLEN! ALEXIUS

This post has been edited 3 times, last edit by "Alexius" (Dec 22nd 2010, 1:08am)


BergKarmel

Professional

Posts: 1,267

Location: D/Rheinland-Pfalz

26

Sunday, January 2nd 2011, 9:30pm

Ich hänge mal meine - allerdings weit weniger fundierte - "Rezension" an, nachdem ich gerade die Lektüre des Buches beendet habe.

Hier lernt man - gerade in den Passagen, in denen es um sein eigenes Leben geht - einen geradezu rührend sympathischen und bescheidenen Papst Benedikt XVI. kennen. In manchen Aussagen kann man förmlich sein gütiges Lächeln vor sich sehen.
In anderen Punkten versteht es der Papst aber auch, unmissverständlich Klartext zu sprechen - zum Beispiel wenn er (wie von Alexius zitiert) die mannigfachen Versuche kritisiert, der Kirche "von außen" vorschreiben zu wollen, was die denn gefälligst an Lehre zu vertreten habe. Beachtlich und lehrreich für viele "Besserwisser" aber auch die eindeutige Klarstellung der Situation und des Wirkens von Papst Pius XII. zur Zeit der Nazidiktatur in Deutschland.
Schließlich lernt man aber in den Theologischen Fragen den hochintellektuellen Papst kennen - wobei ich gestehen muss, dass manche Aussagen schon auf einem derartigen intellektuellen Niveau formuliert sind, dass mir als einfachem Gläubigen das "Mitkommen" sehr, sehr schwerfällt. Das finde ich insofern schade, dass ich, der ich das Buch interressiert, zugeneigt und wohlwollend lese, mir natürlich Mühe gebe, die Intention des Heiligen Vaters nachzuvollziehen. Wer aber mit weniger positiver Grundeinstellung an die Lektüre geht, könnte es möglicherweise so empfinden, dass hier mit wortreichen Umschreibungen einer konkreten Antwort ausgewichen werden soll.
Und da ich nun schon den Bogen zur Kritik geschlagen habe: Was ich rein inhaltlich sehr schade finde, ist, dass der Papst nach meinem Empfinden die Gefahr einer Islamisierung Europas gewaltig unterschätzt und dass man beim Vergleich der entsprechenden Textpassagen den Eindruck gewinnen kann, er spräche über nichtkatholische Christen mit weniger inniger Zuneigung und brüderlicher Liebe als über das Judentum.

Bleibt aber noch die nicht zu unterschätzende Rolle von Peter Seewald hervorzuheben, der nach meiner Auffassung ganz hervorragende Fragen stellt. Er lässt dabei kein "heißes Eisen" aus und versteht es wunderbar, Missstände auf den Punkt zu bringen und teilweise in wenigen Zeilen komplexe Fehlentwicklungen der heutigen Zeit zusammenzufassen. Ein Musterbeispiel hierfür ist seine Einleitungsfrage zum Kapitel "Kirche, Glaube und Gesellschaft" auf Seite 161 f., die leider zu lang ist, um sie hier vollständig wiederzugeben. Zitiert seien aber vollständig doch die folgenden zwei Fragen:
"Wie ist es möglich, dass in vielen Ländern des Westens alle Schulkinder viele Jahre lang katholische Religion lernen, um am Ende vielleicht den Buddhismus, vom Katholizismus aber noch nicht einmal die Grundmerkmale zu kennen? All dies geschieht unter der Verantwortung der Bistümer." (S. 169)
"Auch in kirchlichen Medien hat sich eine heute als chic geltende 'Kultur des Zweifelns' eingenistet. Ganze Redaktionen übernehmen dabei unkritisch die Schlagwörter der üblichen Kirchenkritik. Bischöfe folgen ihren Medienberatern, die ihnen einen seichten Kurs empfehlen, damit ihr liberales Image keinen Schaden nehme. Wenn dann auch noch große kircheneigene Medienkonzerne religiöse Bücher aus dem Hauptsortiment nehmen - ist es dann nicht problematisch, noch glaubwürdig von Neuevangelisierung zu sprechen?" (S. 169)

Abschließend noch einige Zitate des Papstes aus diesem Buch, die mir besonders gut gefallen haben:

"Dass im Namen der Toleranz die Toleranz abgeschafft wird, ist eine wirkliche Bedrohung, vor der wir stehen" (S. 72)

"Es geht darum, dass man die Liturgie nicht als Selbstdarstellung der Gemeinde begeht, wo man sagt, es sei wichtig, dass jeder sich selbst einbringt, und wo am Schluss dann wirklich nur noch das 'Ich selbst' wichtig ist." (S. 131)

Über Papst Pius XII. zur Zeit des "Dritten Reiches": "Es ist ganz klar: In dem Augenblick, in dem er einen öffentlichen Protest vorgebracht hätte, hätte man die Extraterritorialität [der katholischen Klöster, die vielen verfolgten Juden eben aufgrund dieser Extraterritorialität Schutz bieten konnten] nicht mehr respektiert und wären ganz bestimmt die Tausende, die in den römischen Klöstern in Sicherheit gebracht waren, deportiert worden." (S. 136)

"Ich habe neulich lachen müssen. Da wurde im Fernsehen gesagt, es sei jetzt wissenschaftlich bewiesen, dass die Zärtlichkeit der Mütter für die Kinder nützlich ist." (S. 163)
"Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert."
Søren Kierkegaard

This post has been edited 1 times, last edit by "BergKarmel" (Jan 3rd 2011, 9:08am)


Rate this thread