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mysterium fidei

Administrator

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Location: Wo die Sonne häufig scheint

Occupation: Dipl.-Theol.

61

Wednesday, August 31st 2011, 10:34am

Ich bin jedenfalls von Herzen froh, dass die Frage, welche Bücher in die Bibel gehören und welche nicht, nicht Kernfragen des Glaubens betrifft. Auch da, wo Christen unterschiedlicher Konfessionen sich nicht über die Zahl der biblischen Schriften einigen können, ist problemlos ökumenische Begegnung und auch theologischer Austausch möglich.

Übrigens haben die jungen Christen damals ja einfach die Bibel der Juden übernommen, und diese enthielt damals eben auch die nichthebräischen Schriften, du, lieber Christoph, weißt dies ja.

Dass dann die Juden nach der Zerstörung Jerusalems sich neu besonnen haben, sei ihnen meinetwegen herzlich gegönnt, aber warum sollen wir nicht ALLE jene Schriften in die Hand nehmen, die auch Jesus in die Hand genommen hatte? Wobei ich jetzt davon ausgehe, dass du und ich uns da nicht einigen können werden - und auch damit hab ich kein Problem, solange ich hier die katholische Variante vertreten darf :)

Das hätte natürlich ganz anders ausgesehen, wenn Luther damals nicht nur die zu seiner Zeit gültige jüdische Bibel übernommen hätte, sondern wenn er auch noch die in seinen Augen "stroherne Epistel", den Jakobusbrief, aus dem Kanon genommen hätte. Hat er aber nicht. Anscheinend hatte er doch in diesem Punkt hohe Achtung vor der christlichen Tradition und so haben wir dankenswerterweise das NT völlig gemeinsam!
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

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62

Wednesday, April 11th 2012, 8:08am

Wir haben am Ostermontag das Evangelium von den Emmaus-Jüngern gehört. Dabei hat mich gestört, dass der Priester in der Ansprache zu diesem Evangelium von einer "Erzählung" sprach...

Erzählung, das klingt nach Märchen und frommer Legende, aber stellt doch den Wahrheitsgehalt dieses Evangeliums in Frage...

Ich bin fest davon überzeugt und sicher, dass das, was wir gerade jetzt nach Ostern auch hören, echte Berichte im Stil der damaligen Zeit sind, die für die Nachwelt festhalten sollten, was damals geschah. Ich glaube sicher, dass diese Ereignisse wirklich geschehen sind und dass es nicht nur fromme Erzählung mit Ausschmückungen ist...

Aus der Theologie ist mir der Begriff "Entmythologisierung" bekannt. Meines Wissens geht dieser Begriff auf einen Theologen Bultmann zurück, der diese Denkrichtung der Theologie mitbegründet hat. Ich würde jetzt einfach meinen, dass diese Theologen, die Bultmann folgen, davon ausgehen, dass es übernatürliche Dinge nicht geben kann...und weil es diese Dinge ihrer Meinung nicht geben kann, werden sie einfach abgetan und aus dem Evangelium bzw. aus der Heiligen Schrift gestrichen. ...Aber was bliebe dann von der Heiligen Schrift noch über...? Dann könnte man sogar die Auferstehung Jesu in Frage stellen, die ganz eindeutig übernatürlich ist. ...Ich glaube, hier liegt ein Problem, dass viele Menschen mit der heiligen Schrift und dem Evangelium haben... sie sind durch Schule und Umgebung vom Zweifel infiziert und finden so keinen Zugang zur Bibel mehr.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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Location: Deutschland

63

Wednesday, April 11th 2012, 8:14am

Hinweisen möchte ich auf den Forscher Michael Hesemann aus Düsseldorf, der u.a. die Ergebnisse der Archäologie akribisch genau untersucht und hier speziell die Erkenntnisse der Archäologie über Orte und Bräuche in Israel zur Zeit Jesu bei seiner Betrachtung des Neuen und auch Alten Testaments hinzuzieht. Seine gewonnenen Erkenntnisse hat er in mehren Büchern in leicht verständlicher Sprache und spannend zu lesen für uns Leser dargestellt. Ich kann die Lektüre nur empfehlen. Dadurch lernt man das Evangelium und die Anfänge der Christen besser verstehen...
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

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aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
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