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201

12.09.2009, 20:43

@ Herzrosenduft Und wenn es noch so schwer fällt sich manchen Gegebenheiten zu fügen, die Frage ist ob die Messe gültig gehalten wird.Wenn ja, dann gibts die Eigenverantwortung selber besonders andächtig mitzufeiern. Der Lichtblick daraus, vielleicht möchte Gott manche Herzrosendüfte gerade in solchen Messen um das vermehrt einzubringen, was andere wirklich oder vermeintlich vermissen lassen. :thumbup:

202

12.09.2009, 22:44

:( Ich muß allerdings sagen, daß Herzrosenduft leider richtig liegt, mit dem, was in der heiligen Messe im Argen liegt. Es gibt zwar immer wieder gläubige Priester, die (sie sind auch nur Menschen) zwar nicht immer perfekt die Heilige Messe feiern, aber meistens doch so, vorausgesetzt man läßt sich darauf ein und mitnehmen, wie Philothea schreibt, daß man Ehrfurcht spürt, aber auch Gottes Gegenwart - und frohen Herzens dieses Erleben in sein eigenes Leben mitnimmt. So etwas durfte ich vor einer Woche erleben.
Unser Pfarrer ist zur Zeit auf Gemeindefahrt, seine Vertretung (auch ein Priester natürlich) feierte die Messe so, daß ich mich mal wieder gefragt habe, wieso der noch nicht zum Protestantismus konvertiert ist! :( Die Liturgie so stark verkürzt, daß tatsächlich jede Ehrfurcht auf der Strecke bleiben mußte, das "Halleluja" wurde durch ein Lied von Rommel ersetzt usw., der Vertretungsorganist gab wieder eine langatmige Selbstdarstellung, störte mit seinem Gedudel die Austeilung der Heiligen Kommunion und das Gebet danach. Solche Zustände sind ganz sicher eher der Normalfall als die Ausnahme!! Da ist allerdings kein Konzil schuld, nein, es sind die Verantwortlichen... nein, nicht der Vatikan, sondern die Verantwortlichen im deutschsprachigen Raum!! Vielleicht sollte die Katechese nicht nur für Laien verstärkt werden, ach nein, was schreibe ich hier: Das ist doch das Elend, welches wir am Beispiel von Linz beklagen, also alles schon tausendmal geschrieben in diesem Forum! :( :( :(
Sei gepriesen, Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes. Du bist der Erlöser der Welt, unser Herr und Heiland, der zur Rechten des Vaters thront. Komm, Herr Jesus, und steh uns bei, daß wir alle Zeit mit Dir leben und in das Reich deines Vaters gelangen. Amen.

203

12.09.2009, 23:44

@Romantika So ist es, tausendmal alles schon beklagt und längst schon eine Inventur gemacht. Wir mussten sehen, dass es zwar erfreuliche Inseln gibt, wo alle mit der richtigen Liebe und Ehrfurcht Gott begegnen, aber vieles von den Bischöfen einfach nicht korrigiert wird. Daher bleibt der Blick nach vorne und mit Glaube, Liebe, Hoffnung wollen wir es besser versuchen und andere mitnehmen. Der Papst, der doch soviel auf seinen Schultern trägt und seine Kirche kennt, strahlt soviel Zuversicht aus. Wogegen ich schon einen Stresspickel kriege, wenn ich nur Hauft höre.

herzrosenduft

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204

13.09.2009, 06:49

Zitat
"4. Treu der Überlieferung erklärt das Heilige Konzil schließlich, daß die
heilige Mutter Kirche allen rechtlich anerkannten Riten gleiches Recht und
gleiche Ehre zuerkennt. Es ist ihr Wille, daß diese Riten in Zukunft erhalten
und in jeder Weise gefördert werden, und es ist ihr Wunsch, daß sie, soweit es
not tut, in ihrem ganzen Umfang gemäß dem Geist gesunder Überlieferung überprüft
und im Hinblick auf die Verhältnisse und Notwendigkeiten der Gegenwart mit neuer
Kraft ausgestattet werden....
§ 3. Deshalb darf durchaus niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, nach
eigenem Gutdünken in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern."
Zitat Ende
entnommen aus
KONSTITUTION ÜBER DIE HEILIGE LITURGIE
SACROSANCTUM CONCILIUM


Ich habe jetzt angefangen in den Dokumenten des Konzils zu lesen und ich bin froh, dass ihr mich dorthin geführt habt. Danke!
Es sieht doch anders aus, als ich immer geglaubt habe.
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

205

13.09.2009, 11:15

Ich habe jetzt angefangen in den Dokumenten des Konzils zu lesen und ich bin froh, dass ihr mich dorthin geführt habt. Danke!
Es sieht doch anders aus, als ich immer geglaubt habe.


Deo gratias!

Wer Christus einlässt, dem geht nichts, nichts – gar nichts verloren von dem, was das Leben frei, schön und groß macht. Nein, erst in dieser Freundschaft öffnen sich die Türen des Lebens. Erst in dieser Freundschaft gehen überhaupt die großen Möglichkeiten des Menschseins auf. Erst in dieser Freundschaft erfahren wir, was schön und was befreiend ist.

(Papst Benedikt XVI.)

206

13.09.2009, 17:06

Ich würde mal fragen, haben wir nicht einen absoluten Notstand in der Kirche, ein Chaos, in dem es drunter und drüber geht?


Jein. Unsere Kirche ist tatsächlich in einer Krise, wie übrigens auch zur Zeit der grossen Schismen oder zu der Zeit, als die Päpste ziemliche Schlawiner waren.

Wo die Krise, ist die Antwort Gottes nicht weit. Man muss nur ein bisschen die Augen aufmachen, dann findet man die kleinen Pflänzchen des Aufbruchs.

Ich weiss, ich meckere schon wieder, aber ich habe ein bisschen Bauchweh, wenn über "die Kirche" gesprchen wird.
Wir alle sind die Kirche, Du und ich. Sie besteht nicht nur aus "den Anderen".

Das Wichtigste ist Deine und meine Umkehr und für die ist es eigentlich relativ wenig ausschlaggebend, wie es "in der Kirche" aussieht.
Und vielleicht ist gerade das Chaos, die Schwachheit der Menschen um uns herum der Punkt, der uns helfen soll, uns zu bekehren, uns auf Christus zu stützen.


Zitat

Meine Mutter hat mir als Kind gesagt: "Je mehr die Kirche einzustürzen droht, um so mehr steht sie auf ihrem Fundament, nämlich auf Jesus Christus!"


Sehr schlaue Mama. Genau so ist es.

Zitat


Ich habe jetzt angefangen in den Dokumenten des Konzils zu lesen und ich bin froh, dass ihr mich dorthin geführt habt. Danke!
Es sieht doch anders aus, als ich immer geglaubt habe.


Sehr gut! :)

Sei frei und löchere uns, wenn Du Fragen hast!
Der Mensch von heute will nicht Lehrer, sondern Zeugen.
Und wenn er Lehrer akzeptiert, dann deswegen, weil sie Zeugen sind.

Evangelii nuntiandi

herzrosenduft

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207

16.09.2009, 08:13

Der fe-medienverlag hat jetzt ein neues Buch über das II.Vatikanische Konzil herausgebracht. Ich habe es mir bestellt unter www.fe-medienverlag.de .

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P.S.: Wir sollten unsere katholischen Verlage nicht kaputt sparen!Dahinter stehen oft Mitchristen, die mit ihrer Arbeit das Evangelium verkünden wollen und (leider) auch noch davon leben müssen...
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »herzrosenduft« (16.09.2009, 09:52)


208

19.08.2010, 00:37

Frühkommunion ist hier nicht das Thema, daher Beitrag von Paul in den Himmel gesandt.
Sei gepriesen, Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes. Du bist der Erlöser der Welt, unser Herr und Heiland, der zur Rechten des Vaters thront. Komm, Herr Jesus, und steh uns bei, daß wir alle Zeit mit Dir leben und in das Reich deines Vaters gelangen. Amen.

Gandalf

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209

20.08.2010, 10:02

@Paul: Bitte poste hier zum Thema und bitte keine persönlichen Animositäten hier im Forum austragen! Daran hat hier keiner Interesse!!!!!!!!! Dies gilt für den gesamten Forumsbereichen und auf allen Ebenen!

G
MARY'S MEALS - 10 EURO für ein Kind - Rettet Kinder vor dem Hungertod!
Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

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210

19.01.2012, 17:07

Vielleicht darf ich an dieser Stelle einmal darauf aufmerksam machen?

In Christus und Maria
Christa

herzrosenduft

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211

14.07.2012, 18:16

Auf der Homepage der Deutschen Bischofskonferenz findet sich dieser link http://www.dbk.de/themen/zweites-vatikanisches-konzil/
Er informiert über das II.Vatikanische Konzil und über dessen Beschlüsse.
Zum Jahr des Glaubens, das Papst Benedikt zum 50jährigen Jubiläum des Konzils aufgerufen hat, dürfte das Konzil auch wieder mehr ins Gespräch kommen. Die Inhalte sind viel zu wenig bekannt, wie ich finde.
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212

26.07.2012, 10:17

Konstitution über die heilige Liturgie "Sacrosanctum Concilium"

Hier findet man den deutschen Text... http://stjosef.at/konzil/SC.htm
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213

02.11.2014, 08:09

Welche Folgen hatte die Art und Weise wie es zur Einberufung des Konzils kam. Es heißt die Kardinäle seien mehr als überrascht von der Ankündigung gewesen. Es hätte in größter Eile vorbereitet werden müssen. "Aggiornamento" war plötzlich das Schlagwort.

Kann es sein, dass damit bereits vor dem Konzil alle Dämme gebrochen waren? Es hat doch jeder in der Kirche nur noch "im Geiste des Konzils" gemacht, was er wollte. Da gab es keinen Halt mehr, und niemand hätte diese Entwicklung noch aufhalten können.
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Beruf: Kath.Priester des röm.Ritus (Stephansdom) u.Erzpriester des byzant.Ritus(für Ukrainer) / Gymnasiallehrer ( Rk ) i.R.

214

02.11.2014, 11:16

II. Vatikanum

Von Papst Pius XII. (1939-1958 ) wird berichtet, dass er gesagt habe, er sei der LETZTE, der alles noch so aufrecht halten könne in der Kirche, wie es bisher war. Immerhin hat er im Krieg die ABENDMESSEN eingeführt, das Nüchternheitsgebot vor der Kommunion von 12 auf 3 Stunden herabgesetzt, die Liturgie an den 3 Kartagen auf den Abend verlegt! (Die so genannten "Sedisvakantisten" lassen bereits bei ihm den ABFALL vom katholischen Glauben beginnen!)
Papst Johannes XXIII war als Nuntius sowohl in Bulgarien, in der Türkei, in Griechenland und dann auch in Frankreich und hat in diesen Ländern die Lebensrealität der Katholiken wahrgenommen. Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts war es zu einer großen Entfremdung zwischen der Kirche und großen Teilen der Bevölkerung, besonders der Arbeiterschaft, gekommen. Die Liturgie wurde trotz aller Bemühungen von vielen Menschen nicht mehr verstanden. Ich habe es als Kind auf dem Land erlebt, dass der Pfarrer eine Messe an Werktagen in 12 min auf lateinisch heruntergemurmelt hat und die Leute einfach in den Bänken gesessen sind, ohne jeden Kontakt zum Priester. Am Sonntag hat dort die Orgel, beziehungsweise der Chor die GANZE MESSE "zugesungen"! Die Predigt war entweder VOR oder NACH der Messe. Die meisten sind später gekommen, oder früher weggegangen, der Kommunion gingen 5 alte Weiblein!
Kardinal Dr. König hat uns im Priesterseminar oft erzählt, wie sehr allen Bischöfen am Beginn des II. Vatikanischen Konzils bewusst wurde, dass wir WELTKIRCHE geworden sind! Die verschiedensten Kulturen und Sprachen sind zur Verkündigung des einen einzigen Glaubens zusammengekommen. Ein überzogener römische Zentralismus konnte einfach nicht auf die Situationen der Ortskirchen, besonders in Missionsgebieten adäquat reagieren. Die größten Probleme NACH dem Konzil entstanden in Westeuropa und den USA, sowohl was Eigenmächtigkeiten in der Liturgie, als auch Aussagen zur Moral, welche sich nicht mit der beständigen Lehre der Kirche decken, betrifft.
Vor einigen Wochen hat der Orthodoxe griechische Metropolit von Pergamon, Zizoulas, einer der engsten Berater von Patriarch Bartholomaios, die orthodoxen Patriarchate BESCHWOREN das schon so lange geplante ORTHODOXE WELTKONZIL nicht platzen zu lassen! Er gab seiner Besorgnis Ausdruck, die orthodoxe Kirche könne noch mehr zum MUSEUM werden, wenn sie nicht mit der modernen Welt in einen Dialog eintritt, beziehungsweise manche kirchlichen Gesetze (zum Beispiel FASTENVORSCHRIFTEN) der jetzigen Lebenswirklichkeit der arbeitenden Bevölkerung anpasst. (In Griechenland liegt der Kirchenbesuch in Städten bei 2 %, auf dem Land nurmehr bei 1 %!).
Kardinal König sagte zurecht, er glaube nicht, dass die katholische Kirche das ätzende Säurebad der säkularisierten Gesellschaft OHNE das Konzil besser überstanden hätte. Msgr. Franz Schlegl

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