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Olfen

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Occupation: Student der Theologie

281

Saturday, January 28th 2012, 12:24am

Mir ist völlig unverständlich wie es denkerisch zu rechtfertigen ist, daß Luther, dessen Häresie einen radikalen Bruch darstellt mit der katholischen Lehre, was das Schriftverständnis und die Anthropologie und die nicht ganz unerhebliche Frage nach der Bedeutsamkeit der menschlichen Vernunft betrifft, als Vater im Glauben bezeichnet werden kann? Nicht denkerisch zu rechtfertigen, aber wohl gedanklich nachzuvollziehen ist eine solche Irrmeinung lediglich vor dem Hintergrund der Aussage Schneiders : Auf die Frage, ob jemand wie Martin Luther heute noch Pfarrer in der evangelischen Kirche werden könnte, antwortete Schneider ausweichend: Über Luthers "positive Seiten wäre ich sehr beglückt", sagte er. "Mit den negativen Seiten hätte ich meine Probleme." - wir sehen also, daß in einem noch erheblicheren Maße auf protestantischer Seite ein Zustand der religiösen Verwirrung vorliegt; das erklärt dann auch die relative Einigkeit von Kardinal Lehmann und Schneider und auch die viel zitierten ,,guten Fortschritte" in der Ökumene jenseits der römischen ,,Engstirnigkeit"; da wo auf beiden Seiten das Glaubensfundament wankt, kann alles Mögliche integriert werden.

mysterium fidei

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282

Saturday, January 28th 2012, 5:25am

Also "Vater im Glauben" - das ist mir ebenfalls zu heftig!

Obwohl ich mir bei vielen heutigen ev. Landeskirchlern sehr wünschen würde, dass sie wenigstens wieder zu den Positionen Luther zurückkehren würden. Aber das bezieht sich dann auf evangelische Christen, nicht auf uns Kathos.
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

Edi

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283

Saturday, January 28th 2012, 9:18am

Also "Vater im Glauben" - das ist mir ebenfalls zu heftig!

Obwohl ich mir bei vielen heutigen ev. Landeskirchlern sehr wünschen würde, dass sie wenigstens wieder zu den Positionen Luther zurückkehren würden. Aber das bezieht sich dann auf evangelische Christen, nicht auf uns Kathos.


Die Ansicht Luther sollte "Vater im Glauben" auch für Katholiken werden, vertritt dieser Bischof schon seit Jahren. Entweder hat er kaum Kenntnisse der Reformationsgeschichte oder aber er ist ideologisch so voreingenommen, dass er nicht merkt, wie sehr seine Ansichten daneben ist.
Zwar war der junge, skrupulöse und auch über die Lehre der Kirche falsch informierte Luther - Stichwort Nominalismus - ein Suchender (hat auch kürzlich der Papst erwähnt), aber wie ist das ist letzlich weiter gegangen? Selbst kurz vor seinem Tode hat Luther noch gegen Papst und Kirche getobt und den Papst als Antichrist bezeichnet. Andere Reformatoren ist er harsch angegangen und hat es für richtig gehalten, wenn den Wiedertäufern der Kopf abgehackt wird. Solch ein Mann kann nie und nimmer ein Vater des Glaubens sein, im Grunde nicht einmal für die Protestanten, die bis dato - von Ausnahmen abgesehen - seine negativen Seiten weitgehend leugnen und ihn nach wie vor als grossen Glaubensheld sehen, wobei zu sahen ist, dass die meisten Protestanten über die negativen Seiten Luther gar nicht informiert sind und informiert wurden. Man staunt immer wieder, wenn man ihnen gegenüber mal etwas darüber erwähnt, wie sehr viele meinen, man lüge etwas daher. Bei Freikirchlern ist es oft nicht anders. Ich war lange genug evangelisch und in Freikirchen und habe auch noch gelegentlich und zufällig Kontakt mit solchen, um das behaupten zu können. Präses Schneider als gelernter ev. Theologe kennt sicher die fragwürdigen Seiten Luthers weit besser als das ev.Kirchenvolk. immerhin war ein klein wenig darüber in den letzten Jahren auch auf der Webseite der EKD zu lesen. Es scheint also so, dass man sich so langsam sich auch mal der Wahrheit annähert. Es wird ihnen aber immer noch schwer fallen, alles einzuräumen, was man von den negativen seiten Luther weiss.
Einmal beklagte sich eine besessene Frau beim Heiligen Pfarrer von Ars: „Warum predigst Du so einfach? Warum predigst Du nicht hochtrabender, wie in den Städten? Oh, wie ich diese prächtigen Predigten liebe, die niemanden stören.“

This post has been edited 3 times, last edit by "Edi" (Jan 28th 2012, 9:37am)


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284

Saturday, January 28th 2012, 11:46am

Die deutschen Bischöfe fordern klare Maßnahmen gegen Rechtsradikalismus und Rassismus... http://www.dbk.de/presse/details/?presse…e0bca6ff0b1e1a5 Rechtsradikalismus und Rassismus seien nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar...
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Edi

Sage

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285

Saturday, January 28th 2012, 12:27pm

...Beitrag von Dunkelkatholik wurde von der Moderation gelöscht. Mysterium fidei...

Würden die Bischöfe ihren Job ordentlicher machen und dafür sorgen, dass sich mehr Menschen bekehren, wäre auch etwas gegen den Rechts- und auch den Linksradikalismus getan, weil man davon ausgehen kann, dass ein echter Christ weder rechts- noch linksradikal sein kann.
Einmal beklagte sich eine besessene Frau beim Heiligen Pfarrer von Ars: „Warum predigst Du so einfach? Warum predigst Du nicht hochtrabender, wie in den Städten? Oh, wie ich diese prächtigen Predigten liebe, die niemanden stören.“

mysterium fidei

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Occupation: Dipl.-Theol.

286

Saturday, January 28th 2012, 1:33pm

Wer bitteschön hat die Bischöfe legitimiert, gegen "Rechtsradikalismus" ihre Stimme zu erheben??


Also, Dunkelkatholik, jetzt wird es mir langsam zu bunt. Gestern Abend - wirklich erst GESTERN ABEND! - wolltest du kath.net politisch ganz grundsätzlich ins konservative Lager befördern (und hast dir qualifizierten Widerspruch eingehandelt), und jetzt meckerst du, weil Bischöfe ZU RECHT gegen Rechtsradikalismus ihre Stimme erheben. Diese Logik muss ich nicht kapieren - aber deine Tendenz gefällt mir nicht! Die Moderation verwarnt dich! Und mach jetzt bitte keinen auf "Kleine Unschuld"!
Ubi petrus ibi ecclesia
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BergKarmel

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287

Tuesday, January 31st 2012, 10:47am

und jetzt meckerst du, weil Bischöfe ZU RECHT gegen Rechtsradikalismus ihre Stimme erheben.


Hmmm, jetzt habe ich leider nicht so ganz mitbekommen, was "Dunkelkatholik" geschrieben hatte, aber ich muss gestehen, dass mich auch bei dieser Erklärung gegen "Rechtsradikalismus und Rassismus" ein komisches Gefühl beschlichen hat.
Natürlich ist das auf den ersten Blick ein uneingeschränkt unterstützenswertes Anliegen, zumal die Bischöfe wenigstens nicht den Fehler gemacht haben, pauschal "gegen Rechts" zu wettern.

Allerdings zählt ja auch nicht immer nur die Aktion als solche, sondern es gibt auch Fälle, in denen mit einer an sich lobenswerten Aktion ein gewisses "Geschmäckle" einhergeht. Und dieses Eindrucks konnte ich mich hier auch nicht erwehren.
Es ist einfach so, dass der Rechtsradikalismus in Deutschland - Gott sei Dank! - keinerlei Rolle spielt. Selbst dort, wo ein paar versprengte NPD-Hanseln in Parlamenten sitzen, gibt es prinzipiell einen Konsens zwischen den anderen Parteien, dass mit den "Schmuddelkindern" von ganz rechts außen niemand irgendwas zu tun haben will - sie sind also vollkommen isoliert und daher wirkungslos.
Trotzdem bauen interessierte Gruppen immer wieder gern ein Horrorszenario auf, als würden hinter jedem Busch böse "Rechte" lauern. Das ist ein regelrechter McCarthyismus unter umgekehrten Vorzeichen. Dazu kommt noch, dass es heute geradezu inflationäre Privatdefinitionen von "Rassismus" gibt. Teilweise wird man ja schon als Rassist gebrandmarkt, wenn man sich dafür ausspricht, dass sich Einwanderer doch bitte an die Mehrheitsgesellschaft anzupassen hätten.
Und daher schwingt bei solchen objektiv betrachtet durchaus positiven Erklärungen immer ein bisschen die Befürchtung mit, dass sich die Erklärenden vor einen seltsamen Karren spannen lassen - erst recht, wenn sie sich nur gegen EINE Seite des Extremismus' richten und die andere völlig außen vor lassen.
"Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert."
Søren Kierkegaard

288

Tuesday, January 31st 2012, 4:00pm




Teilweise wird man ja schon als Rassist gebrandmarkt, wenn man sich dafür ausspricht, dass sich Einwanderer doch bitte an die Mehrheitsgesellschaft anzupassen hätten.
Und daher schwingt bei solchen objektiv betrachtet durchaus positiven Erklärungen immer ein bisschen die Befürchtung mit, dass sich die Erklärenden vor einen seltsamen Karren spannen lassen - erst recht, wenn sie sich nur gegen EINE Seite des Extremismus' richten und die andere völlig außen vor lassen.

Für mich sieht es so aus dass ... es sich gut demonstrieren lässt wenn kein oder nur sehr wenig Gegenwind zu befürchten ist. Richtiger Widerstand ist das nicht . Es sieht nach einer Show aus.

Unsere Mitbrüder und Schwestern werden aufs grausamste aus ihren Häusern vertrieben,gefoltert und viele auch getötet. Dies geschieht in der Welt an Plätzen, die durchaus ein gefährliches Potenzial entwickeln können, wenn jemand die besorgte Stimme erhebt oder gar Einhalt der Machenschaften gebietet bzw. fordern würde. Da höre ich bisher gar nichts aber auch überhaupt gar nichts.Keine spektakulären Auftritte (Demonstrationen).

"Wehret den Anfängen "ist ja schön und gut aber "verhindert einen Exodus der Christen aus ihrern Heimatländern,"wäre doch um ein vieles besser. Ist aber auch gefährlicher und erfordert sehr viel Mut.

Das Hauptnest des "Rechtsradikalismus" ist dort zu finden,wo ihm Schutz und Pflege zuteil wird.
Herr, stärke mich , Deinen Geboten zu folgen .

Olfen

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289

Sunday, February 5th 2012, 1:02pm

Mit dem heutigen Tag werde ich die Gottesdienste meiner Heimatgemeinde nicht mehr besuchen. Die Predigten sind einfach vielfach unerträglich und könnten genau so auch von Freimaurern oder agnostischen Humanisten verfaßt worden seien. Ich habe keine Lust mich während eines Gottesdienstes gegen die Hierarchie oder ,,gewalttätige Stellen" im AT und NT aufhetzen zu lassen.

Olfen

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Location: Westfalen

Occupation: Student der Theologie

290

Sunday, February 5th 2012, 1:07pm

(...) Teilweise wird man ja schon als Rassist gebrandmarkt, wenn man sich dafür ausspricht, dass sich Einwanderer doch bitte an die Mehrheitsgesellschaft anzupassen hätten. (...)
Das ist zwar nicht rassistisch, aber trotzdem eine falsche Forderung. Wir leben in einer deontisch orientierten Gesellschaft, d.h. solange ich einem anderen seinen Freiheitsraum nicht nehme, muß der Staat mir diesen auch zugestehen; davon machen die insbesondere islamischen Einwanderer Gebrauch. Dagegen ist, zumindest von einer liberal-demokratischen Sichtweise her, überhaupt nichts einzuwenden und die ganzen Versuche, gezielt anti-islamische Gesetze wie z.B. das Kopftuchverbot zu erlassen, sind vor dem Hintergrund unserer Rechtsordnung absurd. Ich sehe auch keinen Grund, weshalb die Mohammedaner sich über Gebühr anpassen sollten; ist diese Gesellschaft denn attraktiv?

Daß die Bischöfe sich gegen Rassismus und Rechtsradikalismus aussprechen, ist aber trotzdem in sich fragwürdig. Zum einen, weil dies gesellschaftlich schlichtweg nicht notwendig ist. Rassismus und Rechtsradikalismus sind Randphänomene und spielen gesamtgesellschaftlich keine nennenswerte Rolle. Zum anderen, und dies ist der wichtigere Punkt, weil die Definitionshoheit darüber, was rassistisch und was rechtsradikal ist, z.T. in den Händen von Kreisen liegt, die selbst überaus kritisch zu sehen sind ( siehe Einordnung der Jungen Freiheit ).

This post has been edited 1 times, last edit by "Olfen" (Feb 5th 2012, 1:12pm)


BergKarmel

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291

Monday, February 6th 2012, 9:50am

Ich sehe auch keinen Grund, weshalb die Mohammedaner sich über Gebühr anpassen sollten; ist diese Gesellschaft denn attraktiv?


Wenn wir DIESE Frage stellen, haben wir unsere Gesellschaft und unsere Kultur innerlich schon aufgegeben.

Ansonsten stimme ich Dir aber vollkommen zu.
"Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert."
Søren Kierkegaard

292

Wednesday, February 8th 2012, 6:59pm

Daß die Bischöfe sich gegen Rassismus und Rechtsradikalismus aussprechen, ist aber trotzdem in sich fragwürdig. Zum einen, weil dies gesellschaftlich schlichtweg nicht notwendig ist.

Wenn man die Bischöfe als gesellschaftspolitischen Teil dieser Welt betrachtet, dann ist das durchaus unnotwendig.
und sie gingen auf einem anderen weg nach hause

293

Wednesday, February 8th 2012, 8:15pm


(...) Ich sehe auch keinen Grund, weshalb die Mohammedaner sich über Gebühr anpassen sollten; ist diese Gesellschaft denn attraktiv?

Daß die Bischöfe sich gegen Rassismus und Rechtsradikalismus aussprechen, ist aber trotzdem in sich fragwürdig. Zum einen, weil dies gesellschaftlich schlichtweg nicht notwendig ist. Rassismus und Rechtsradikalismus sind Randphänomene und spielen gesamtgesellschaftlich keine nennenswerte Rolle. Zum anderen, und dies ist der wichtigere Punkt, weil die Definitionshoheit darüber, was rassistisch und was rechtsradikal ist, z.T. in den Händen von Kreisen liegt, die selbst überaus kritisch zu sehen sind ( siehe Einordnung der Jungen Freiheit ).


Offenbar ist diese Gesellschaft so attraktiv, dass Ausländer nach Deutschland einwandern. Ich persönlich bin froh, dass ich nicht in ein islamisch geprägtes Land hineingeboren wurde, da finde ich unsere Gesellschaft (inklusive Religionsfreiheit) attraktiver.

Also die 9 oder 10 Morde (und auch ein einzelner Mord ist zu viel!!!), die auf das Konto der sogenannten Zwickauer Terrorzelle gehen, rechtfertigen durchaus, dass die Bischöfe sich gegen Rassismus und Rechtsradikalismus aussprechen. Und wenn im Internet "hübsche" Seiten existieren, bei denen ganz oben dick katholisch draufsteht und man innendrin volksverhetzende und antisemitische Inhalte findet, allesamt in einer hasserfüllten Gossensprache formuliert, dann sehe ich hierin einen weiteren Grund.
Matthäus 5,5: Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

mysterium fidei

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294

Wednesday, February 8th 2012, 8:16pm

Ich finde es gut, dass sich die Bischöfe gegen Rassismus und Rechts aussprechen. Eine sinnvolle und saubere Definition der diesbezüglichen Worte könnten sie dabei ebenfalls gern liefern, sonst ist am Schluss auch die CDU gefährlich rechts ;)
Ubi petrus ibi ecclesia
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Olfen

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295

Thursday, February 9th 2012, 8:22am

Wenn man die Bischöfe als gesellschaftspolitischen Teil dieser Welt betrachtet, dann ist das durchaus unnotwendig.
Das sind sie ja fraglos auch! Politische Stellungnahmen der Bischöfe sind generell legitim, müssen dann jedoch auch politisch verantwortet werden.

Olfen

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296

Thursday, February 9th 2012, 8:34am


Offenbar ist diese Gesellschaft so attraktiv, dass Ausländer nach Deutschland einwandern. Ich persönlich bin froh, dass ich nicht in ein islamisch geprägtes Land hineingeboren wurde, da finde ich unsere Gesellschaft (inklusive Religionsfreiheit) attraktiver.
Die Einwanderung hat doch - so wie ich das sehe - ausschließlich wirtschaftliche Gründe; das läßt dann kein grundsätzliches Urteil über die Bewertung der deutschen bzw. der westlichen Gesellschaften durch die Moslems zu - und, wenn diese Gesellschaft attraktiv wäre, dann würde sich die Frage nach der Integration von selbst lösen. Ferner teile ich auch die zweite Einschätzung nicht; der Islam ist, inbesondere in besonderen modernen Abwandlungen ( Salafismus ), eine komplizierte Angelegenheit, er ist aber überhaupt erst einmal eine religiöse, sogar monotheistische Angelegenheit, während der Westen weitgehend gottlos im wahrsten Sinne des Wortes ist. Ich kann eine gewisse Scheu gegenüber dem Islam völlig verstehen, aber unsere durch und durch profanisierte Ordnung ist in meinen Augen in einem weit herausragenderen Maße ablehnenswert.

297

Thursday, February 9th 2012, 12:20pm


Offenbar ist diese Gesellschaft so attraktiv, dass Ausländer nach Deutschland einwandern. Ich persönlich bin froh, dass ich nicht in ein islamisch geprägtes Land hineingeboren wurde, da finde ich unsere Gesellschaft (inklusive Religionsfreiheit) attraktiver.
Die Einwanderung hat doch - so wie ich das sehe - ausschließlich wirtschaftliche Gründe; das läßt dann kein grundsätzliches Urteil über die Bewertung der deutschen bzw. der westlichen Gesellschaften durch die Moslems zu - und, wenn diese Gesellschaft attraktiv wäre, dann würde sich die Frage nach der Integration von selbst lösen. Ferner teile ich auch die zweite Einschätzung nicht; der Islam ist, inbesondere in besonderen modernen Abwandlungen ( Salafismus ), eine komplizierte Angelegenheit, er ist aber überhaupt erst einmal eine religiöse, sogar monotheistische Angelegenheit, während der Westen weitgehend gottlos im wahrsten Sinne des Wortes ist. Ich kann eine gewisse Scheu gegenüber dem Islam völlig verstehen, aber unsere durch und durch profanisierte Ordnung ist in meinen Augen in einem weit herausragenderen Maße ablehnenswert.
Nur damit ich das richtig verstehe: Sie halten also eine Gesellschaft, in der Frauen gesteinigt, Homosexuelle hingerichtet, kleine Mädchen verheiratet und Christen wie auch Atheisten verfolgt werden und in der es mehr oder weniger zum guten Ton gehört, den Juden die totale Vernichtung zu wünschen, für weniger ablehnenswert als unsere Gesellschaft?

Olfen

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298

Thursday, February 9th 2012, 12:43pm


Offenbar ist diese Gesellschaft so attraktiv, dass Ausländer nach Deutschland einwandern. Ich persönlich bin froh, dass ich nicht in ein islamisch geprägtes Land hineingeboren wurde, da finde ich unsere Gesellschaft (inklusive Religionsfreiheit) attraktiver.
Die Einwanderung hat doch - so wie ich das sehe - ausschließlich wirtschaftliche Gründe; das läßt dann kein grundsätzliches Urteil über die Bewertung der deutschen bzw. der westlichen Gesellschaften durch die Moslems zu - und, wenn diese Gesellschaft attraktiv wäre, dann würde sich die Frage nach der Integration von selbst lösen. Ferner teile ich auch die zweite Einschätzung nicht; der Islam ist, inbesondere in besonderen modernen Abwandlungen ( Salafismus ), eine komplizierte Angelegenheit, er ist aber überhaupt erst einmal eine religiöse, sogar monotheistische Angelegenheit, während der Westen weitgehend gottlos im wahrsten Sinne des Wortes ist. Ich kann eine gewisse Scheu gegenüber dem Islam völlig verstehen, aber unsere durch und durch profanisierte Ordnung ist in meinen Augen in einem weit herausragenderen Maße ablehnenswert.
Nur damit ich das richtig verstehe: Sie halten also eine Gesellschaft, in der Frauen gesteinigt, Homosexuelle hingerichtet, kleine Mädchen verheiratet und Christen wie auch Atheisten verfolgt werden und in der es mehr oder weniger zum guten Ton gehört, den Juden die totale Vernichtung zu wünschen, für weniger ablehnenswert als unsere Gesellschaft?
Das ist jetzt natürlich eine extreme Zuspitzung ( der letzte Punkt z.B. hat mit dem Islam nichts zu schaffen, sondern mit einer bestimmten politischen Situation; die Christenverfolgungen gehören auch nicht zum ,,Wesen" des Islam, die Verfolgung der Atheisten hingegen schon ) , aber - unter der Voraussetzung, daß meine Antwort nicht dahingehend gewertet wird, daß ich all diese Dinge für gut halten würde (,was ich ganz ausdrücklich nicht tue!) - ja, ich halte eine solche Gesellschaft für besser im Sinne von weniger schlecht. Ich denke, daß eine Gesellschaft, die sich gegenüber dem Religösen fast ausschließlich gleichgültig verhält, so ziemlich das Nonplusultra an Schlechtigkeit darstellt und letzten Endes auch mehr Grausamkeiten produziert.

Thomas 65

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299

Thursday, February 16th 2012, 1:55pm

Gerade gefunden

http://www.bild.de/news/inland/lesbisch/…60028.bild.html

Und mit solchen Personen wird Ökumene betrieben und Dialog geführt??? Wohin steuern die Protestantische Glaubensgemeinschaften und was wollen die Verantwortlichen der Katholischen Kirche erreichen das sie mit diesen weiterhin diskutieren und verhandeln?
Und ich finde es immer wieder Traurig und erschütternt das eine evangelische Pastorin als Priesterin bezeichnet wird und somit das Heilige Priestertum, wie im obigen Beispiel in den Dreck gezogen wird.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

chorbisch

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300

Thursday, February 16th 2012, 3:36pm

@ Thomas65: Bei allem Verständnis für Deine Empörung, und mich als Protestant schüttelt es auch, wenn ich so etwas lesen muß(!), würde ich mich über die Bezeichnung der "Dame" in diesem Artikel nicht aufregen.

Das ist vermutlich eher dem Unwisen oder der Gleichgültigkeit des Autors zuzuschreiben, für den Pfarrer/Priester dasselbe sind.
Bei manchen heidnische Kulten der Griechen und Römer gab es ja Priesterinnen.

Ich glaube nicht, daß damit das Priesteramt "in den Dreck gezogen werden soll", auch nicht indirekt. Es ist aus meiner Sicht falsch, hinter allem Kirchenfeindschaft zu vermuten. Es mag Dich schmerzen, aber für die Mehrzahl der Menschen in diesem Land (für mich: Deutschland), auch der offiziell und formal katholischen, steht die Katholische Kirche nicht im Zentrum des Geschehens. Sie haben daher keinen Grund, ihr gezielt schaden zu wollen, weil sie ihnen nicht wichtig genug ist.

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