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mysterium fidei

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Occupation: Dipl.-Theol.

301

Thursday, February 16th 2012, 6:36pm

Lieber Thomas, chorbisch hat vermutlich recht. Normale Zeitungsredakteure, egal ob Lokalredaktion oder ein bisschen was mittelgroßes, haben ungefähr soviel Ahnung über das Christentum wie ich über die Astrophysik. Da feiert dann auch schnell mal ein evangelischer Landesbischof das Hochamt. Auch innerkatholisch werfen die viel durcheinander, die Worte Diakon und Dekan sind z.B. sehr ähnlich, gell ;) - das muss ein Lokalredakteur halt nicht wissen.
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

michi

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Location: München

Occupation: Schüler

302

Thursday, February 16th 2012, 8:32pm

Lieber Thomas, chorbisch hat vermutlich recht. Normale Zeitungsredakteure, egal ob Lokalredaktion oder ein bisschen was mittelgroßes, haben ungefähr soviel Ahnung über das Christentum wie ich über die Astrophysik. Da feiert dann auch schnell mal ein evangelischer Landesbischof das Hochamt. Auch innerkatholisch werfen die viel durcheinander, die Worte Diakon und Dekan sind z.B. sehr ähnlich, gell ;) - das muss ein Lokalredakteur halt nicht wissen.
Ist eh alles das selbe ;P (Ironie!)

Mal ein anderes Thema:
http://kath.net/detail.php?id=35234

Müssen wir Christen jetzt von den Linken Angst haben?

Küstenwächter

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Location: D/Rheinland-Pfalz

303

Friday, February 17th 2012, 2:12pm


Mal ein anderes Thema:
http://kath.net/detail.php?id=35234

Müssen wir Christen jetzt von den Linken Angst haben?


Nicht "jetzt", lieber michi, sondern schon immer... Wenn man sich damit beschäftigt, wie Christen auch und gerade in kommunistischen Ländern verfolgt wurden (und bis heute werden), überrascht einen so etwas nicht.
Das einzige, was mich (allerdings auch nicht wirklich) überraschen könnte, ist das Ausbleiben von Betroffenheitskundgebungen der Politik, das Nichtstattfinden von Demonstrationen und Solidaritätserklärungen.
"Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert."
Søren Kierkegaard

304

Friday, February 17th 2012, 2:49pm


Mal ein anderes Thema:
http://kath.net/detail.php?id=35234

Müssen wir Christen jetzt von den Linken Angst haben?


Nicht "jetzt", lieber michi, sondern schon immer... Wenn man sich damit beschäftigt, wie Christen auch und gerade in kommunistischen Ländern verfolgt wurden (und bis heute werden), überrascht einen so etwas nicht.
Das einzige, was mich (allerdings auch nicht wirklich) überraschen könnte, ist das Ausbleiben von Betroffenheitskundgebungen der Politik, das Nichtstattfinden von Demonstrationen und Solidaritätserklärungen.


Klar das keine Demos stattfinden und der Politik gehts am A** vorbei. Es geht hier nur um Christen, nicht um arme Moslems, arme Juden, arme was weiß ich.. :P

mysterium fidei

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305

Monday, February 27th 2012, 6:55pm

Die Themen der Bischofskonferenz: ein Kommentar dazu
Ubi petrus ibi ecclesia
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Edi

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306

Monday, February 27th 2012, 8:43pm

Die Themen der Bischofskonferenz: ein Kommentar dazu


Um auf die Überschrift des Artikels einzugehen:

Im Grunde überrascht das nicht. Wo soll Besseres auch herkommen, man ist das Bisherige doch schon schon jahrelang gewohnt. Da kann der heilige Vater sagen was er will. Man nimmt ihn kaum ernst und die, die ihn noch einigermaßen ernst nehmen, sind eher unten an der Hierarchie zu finden oder unter den Laien.
Einmal beklagte sich eine besessene Frau beim Heiligen Pfarrer von Ars: „Warum predigst Du so einfach? Warum predigst Du nicht hochtrabender, wie in den Städten? Oh, wie ich diese prächtigen Predigten liebe, die niemanden stören.“

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Location: Deutschland

307

Thursday, March 1st 2012, 8:02am

Wie man so hört, kann unser Papst sich nicht auf die eigenen Leute im Vatikan verlassen. Stimmt das?... Kirchenleute wollen um jeden Preis die Ökumene, und da ist der Papst, da ist die Eucharistie, da ist das Priestersakrament einfach im Weg. Stimmt das?... die deutsche Kirche tut sich da wieder mal hervor, so hat man den Eindruck... etliche Bischöfe und Priester verkünden nicht mehr uneingeschränkt und treu die ganze Lehre der Katholischen Kirche, sondern sie rücken davon deutlich ab. Stimmt das?... meine Frage: Wie sieht es dann mit der Gehorsamspflicht gegenüber diesen Kirchenleuten aus? Sollen wir auch dann gehorsam sein, wenn Kirchenleute von der Lehre der Katholischen Kirche abweichen?... Oder sollen wir nur denjenigen Hirten folgen, die auch treu und gehorsam gegenüber der Kirche sind? ...

Wie heißt es sinngemäß im Evangelium: Die meinen hören auf meine Stimme. Denjenigen, die in den Schafstall wie Diebe und Räuber einbrechen, folgen sie nicht...(Passt dieser Hinweis an dieser Stelle?)
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

This post has been edited 2 times, last edit by "herzrosenduft" (Mar 1st 2012, 9:52am)


Lorger

Master

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Location: Niederösterreich, ED Wien

308

Thursday, March 1st 2012, 6:00pm

Lieber Herzrosenduft,

dein Eindruck täuscht leider nicht und gilt auch für Östereich. Es gibt manche Bischöfe, die offensichtlich vergessen haben, dass sie dem Papst Treue und Gefolgschaft versprochen haben. Etliches, was der Papst sagt oder schreibt wird negiert oder so lange umgedeutet, bis es in die "bischöfliche Lehre" passt.
Manche Priester folgen nicht Jesus nach, sondern dem Zeitgeist. Die kirchenrechtliche Bestimmung des Canon 273, wonach die Kleriker in besonderer Weise verpflichtet sind, dem Papst und ihren Ortsordinarius Ehrfurcht und Gehorsam zu leisten, wird von den Anhängern von WISIKI und ähnlichen negiert.
Was die Laien betrifft, so sind diese nicht verpflichtet, den den Lehren der Priester und Bischöfe zu folgen, wenn diese nicht dem kirchlichen Lehramt entsprechen. So bestimmt Can 212 § 1 CIC, dass alles, was die geistlichen Hirten in Stellvertretung Christi als
Lehrer des Glaubens erklären oder als Leiter der Kirche bestimmen, die
Gläubigen im Bewußtsein ihrer eigenen Verantwortung in christlichem Gehorsam
zu befolgen haben.

Jetzt ist die Zeit der großen Apostasie, wo die Dieb in den Schaftstall einbrechen, wie du richtig sagst. Und das Traurige ist, dass sich viele unserer Hirten nicht zu rühren wagen, geschweige denn etwas Wesentliches sagen, um ihre Herde zu Christus zu führen.
Heutzutage wird leider von manchen Klerikern und Laien nicht bedacht, dass der Papst der sichtbare Stellvertreter von Jesus ist. Wer dem Papst nicht folgt, hat Jesus auch vergessen.

Liebe Grüße
Lorger

Lorger

Master

Posts: 2,209

Location: Niederösterreich, ED Wien

309

Thursday, March 1st 2012, 6:15pm

Ergänzend muss ich aber festhalten, dass es nicht unsere Aufgabe ist, einen bestimmten Kleriker zu verurteilen. Ein solches Urteil ist ausschließlich Jesus vorbehalten. So hat auch die Mutter Gottes des öfteren gesagt, wir sollen viel für den Papst beten, aber auch für alle Bischöfe und Priester (ich ergänze jetzt: auch wenn wir vielleicht mit ihnen nichts Positives anfangen können).

Calendula

Intermediate

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Location: Deutschland

310

Friday, March 2nd 2012, 5:24am

Manche Priester folgen nicht Jesus nach, sondern dem Zeitgeist.

Ich finde, man muss mit solchen Aussagen vorsichtig sein. Ich tue mir sowieso schwer mit diesen Einteilungen: Traditionsverbunden = gut, modern = schlecht. Ich kenne "Tradis", die jeden Sonntag die hl. Messe im tridentinischen Ritus besuchen und jeden Tag ein immenses Pensum beten, die aber nicht davor zurückschrecken, über andere herzuziehen. Auf der anderen Seite kenne ich "Modernisten", die treu und brav ihren Dienst in ihrer Familie und ihrer Gemeinde tun, die nicht alles befolgen, was die katholische Kirche lehrt, die aber das Herz am rechten Fleck haben und die ganz sicher "Jesus nachfolgen". Die Tradis werfen den Modernisten vor, sie würden die Kirche zerstören. Genau das Gleiche werfen die Modernisten den Tradis vor. Und dabei hat keiner, der aktiv in der Kirche mitarbeitet, vor, die Kirche zu zerstören. Sie haben nur unterschiedliche Vorstellungen davon, was gut für die Kirche ist. Es gibt z. B. Theologen, die sagen, die Ohrenbeichte hat es nicht immer gegeben und es gibt keinen Grund, warum man krampfhaft daran festhalten sollte. Man kann neue Formen für das Sündebekenntnis suchen. Sie sehen einfach, dass die meisten Katholiken die Beichte ablehnen und versuchen, ihnen zu ermöglichen, ihre Sünden auf andere Art und Weise loszuwerden. Das mag falsch sein, aber es ist nicht böse.
Möge der Klang des Himmels stets die Musik deiner Seele sein.
(Irischer Segenswunsch)

Melanchthon

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311

Friday, March 2nd 2012, 12:21pm

Dieselbe erhellende Feststellung kann man im Bereich meiner evangelischen Kirche für die konservativ-bibeltreuen Evangelikalen und die eher links-sozialen Liberalen machen. Zum Glück sind die gegenseitigen Anfeindungen längst nicht mehr so stark wie in den 70er-, 80er Jahren. Man spricht einander kaum mehr den Glauben ab, und dass die Kirche nur noch eine Zukunft hat, wenn sie missionarisch wird, ist erfreulicherweise im evangelischen Bereich nicht mehr umstritten. Man arbeitet heute in vielen Gemeinden miteinander, und wo das noch zu schwierig ist, hat man sich immerhin auf die Devise verständigt: getrennt marschieren, vereint schlagen! - Ob sich dies zwischen den verschiedenen "Fraktionen" in der katholischen Kirche nicht auch so entwickeln könnte?
Mutuum colloquium nati sumus.

(Philipp Melanchthon)

mysterium fidei

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312

Friday, March 2nd 2012, 12:26pm

Nun muss ich allerdings ganz ehrlich gestehen: wenn konservative bibeltreue evangelische Christen den Kulturprotestanten den Glauben absprechen - dann haben sie meine volle Sympathie, die Bibeltreuen...
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

Melanchthon

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313

Friday, March 2nd 2012, 12:32pm

Dann wäre es hilfreich zu wissen, wer für Dich die "die Kulturprotestanten" sind. Ich denke, wenn man es grundsätzlich voll sympathisch findet, einer bestimmten Gruppe in der Kirche den Glauben abzusprechen, müßte man schon sehr gute Argumente dafür haben. Oder?
Mutuum colloquium nati sumus.

(Philipp Melanchthon)

paul

Professional

314

Friday, March 2nd 2012, 12:34pm



Es gibt z. B. Theologen, die sagen, die Ohrenbeichte hat es nicht immer gegeben und es gibt keinen Grund, warum man krampfhaft daran festhalten sollte.


@Calendula,

Ein Reklame Video

Der Heiligen Josemaría Escrivá über das Bußsakrament.
Ganz kurz. Das Video ist etwa nur 1 Minute lang.

Wäre was für Deine Freunde, die den richtigen Zugang zu diesem Sakrament noch nicht gefunden haben.

Link: ttp://de.gloria.tv/?media=263352






So spricht Jahwe, der Gott Israels:
Lass mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wüste ein Fest feiern können.

(2 Mo 5,1)


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315

Friday, March 2nd 2012, 1:27pm

Religiöser Fanatismus ist eigentlich nie gut...natürlich kann man anderer Meinung sein... es gibt nicht nur verschiedene christliche Konfessionen, sondern es gibt vielleicht schon zwischen jedem einzelnen Christen Unterschiede... aber Jesus hat zum Vater um die Einheit der Christen gebetet...und das ist wohl der Herzenswunsch unseres gemeinsamen Herrn...daran sollten wir alle arbeiten trotz der Unterschiede...

Ich bin bald der Meinung, dass es das Wichtigste ist ein liebevoller Mensch zu sein und dass man Gott lieb hat... das ist beinahe schon alles...was meint ihr?
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Melanchthon

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316

Friday, March 2nd 2012, 1:36pm

Ich bin bald der Meinung, dass es das Wichtigste ist ein liebevoller Mensch zu sein und dass man Gott lieb hat... das ist beinahe schon alles...was meint ihr?
Das sehe ich ähnlich. Es entspricht auf jeden Fall dem "Doppelgebot der Liebe", mit dem Jesus "definiert", worauf es für uns als Christen letztlich ankommt und wonach wir von Gott dereinst einmal gefragt werden. :)
Mutuum colloquium nati sumus.

(Philipp Melanchthon)

Andal

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317

Friday, March 2nd 2012, 3:10pm

Lieber Herzrosenduft,
"beinahe alles" dürfte es vielleich nicht sein. Aber dafür eine sehr gute Grundlage für das Verstehen und für das Einhalten der Gebote Gottes.

An die Liebe schließt sich die Demut an und beides lässt sich heutzutage oft nur schwer finden.

Das Gebot den Nächsten zu lieben ist für jeden verständlich. Man braucht dafür z.B. kein gebildeter Theologe zu sein. Krass gesagt, könnte selbst der Antichrist ein gebildeter Theologe sein. Was also sagt dies schon über den Seelenzustand eines Menschen aus?

Gerade aber jenes, dass für uns Menschen am einfachsten zu verstehen sein sollte, fällt uns dann so schwer. Es ist ein tägliches üben und mühen. Wer hier nachlässt wird bequem und lau.

Liebe Grüße und Gottes Segen
Andal
20,29
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

mysterium fidei

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Occupation: Dipl.-Theol.

318

Friday, March 2nd 2012, 8:05pm

Dann wäre es hilfreich zu wissen, wer für Dich die "die Kulturprotestanten" sind.

Also, dann mal eine Stehgreif-Definition ( da müsste es aber auch echte Definitionen geben, denn das ist ja ein fester Begriff):

Als Kulturprotestant würde ich jemanden empfinden, der sich nicht unter Kreuzestod und Auferstehung Jesu stellen möchte (der möglicherweise nicht daran glaubt), der kein persönliches Gebet pflegt, der Christsein ausschließlich auf den sozialen Aspekt verkürzt und sich trotzdem als evangelischer Christ empfindet und (möglicherweise aktives) Mitglied einer kirchlichen Gemeinschaft ist.
Ebenso kommt in letzter Zeit ja der Begriff des Kulturkatholiken auf, den kann man mit nur hauchfeinen Verschiebungen ähnlich definieren.

Dem gegenüber schätze ich jene Protestanten, die den Kreuzestod Jesu für sich persönlich in Anspruch nehmen, an die Auferstehung Jesu glauben, das persönliche Gebet pflegen, darum wissen, dass Christsein das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe umfasst (und natürlich ebenso Mitglied einer kirchlichen Gemeinschaft sind).
Auch da gibt es die katholische Analogie.

Das Schriftverständnis hab ich jetzt mal außer Acht gelassen, weil sich in der Regel BEIDE Gruppen auf die Bibel berufen, jedoch zeigt sich bei den Kulturprotestanten eine größere, hm, Unbesorgtheit im interpretativen Umgang mit der Schrift, während die andere Gruppe für meinen Eindruck näher am "sola scriptura" ist, was ich für evangelische Christen für unbedingt empfehlenswert halte (auch wenn es sich natürlich nicht ganz mit meinem eigenen katholischen Zugang zur Heiligen Schrift deckt).
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

Melanchthon

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319

Monday, March 5th 2012, 6:41pm

Vielen Dank für die "Definition". Jetzt verstehe ich deine Sicht besser. Auch wenn ich nicht so weit gehen würde, solchen meine volle Sympathie zu bekunden, die den "Kulturprotestanten" (bzw. meinetwegen auch den "Kulturkatholiken") den Glauben absprechen. Dazu kenne ich einfach zu viele von der "Sorte", die ich trotz mancher Divergenzen in ihrem Christsein einfach hoch achten muss.
Mutuum colloquium nati sumus.

(Philipp Melanchthon)

mysterium fidei

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320

Tuesday, March 6th 2012, 6:46am

Lieber Melanchthon, ich möchte ebenfalls dem einzelnen Menschen, der vor mir steht, nicht den Glauben absprechen, und wenn ich in meinem Herzen im Einzelfall anders zu urteilen versucht bin, dann hoffe ich immer noch auf Gottes Großherzigkeit - die ich ja auch für mich selbst in Anspruch nehmen muss.

Aber ich möchte laut sagen dürfen, dass ich die Denkströmungen, die heute zu dem führen, was ich mangels besserem Begriff "Kulturprotestanten" und "Kulturkatholiken" genannt habe, für sehr schädigend für unseren Glauben halte. Diese Denkstömungen führen im Endergebnis zu einem Christentum ohne Gott. Und wenn in uns das Feuer nicht mehr brennt, kann sich auch keiner mehr bei uns wärmen.

Darf ich nachfragen, welche Grundbedingungen bei DIR jemand erfüllen sollte, damit du ihn als Christ anerkennst? Oder ist für dich die Grenze da völlig offen, reicht dir ein vager Bezug zum Christentum? Bitte, ich möchte dich mit dieser Frage nicht angreifen, ich frage nur freundlich nach :)
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Wo Petrus ist, da ist die Kirche

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