20.09.2017, 11:04 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: kathNews. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

2 161

08.01.2012, 16:26

Domenik, und um es in einem Satz zu sagen?

Wolltest Du damit ausdrücken, dass Gaddafi seinen Souveränitätsansrpch verwirkt hatte, weil er seine eigene Bevölkerung nicht mehr schützte?

Oder willst du im Gegenteil der westlichen Allianz nachträglich die Berechtigung für ihre Intervention absprechen, weil sie die Zivilbevölkerung offensichtlich kaum geschont hat bei ihren Bombardements und gezielt zivile Infrastruktur zerbombt hat und kaum etwas unternommen hat, um Racheachte zu verhindern an mutmasslichen Gaddafi-Anhängern?
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

domenik

Fortgeschrittener

2 162

08.01.2012, 19:16

@ Copertino

Es gab lange Zeit Widerspruch zwischen das Recht auf Souveränität und UN-Menschenrechtscharta, das war der Grund, warum die Internationale Gemeinschaft ständig versagt hat Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, wie z.B. der Völkermord in Ruanda…

Das Konzept der "Responsibility to Protect" beseitigt diesen Widerspruch.

Nach dem Sturz der Diktatoren gibt es andere politische Theorien wie "Transitional justice", die man anwenden kann. Das Problem ist, wo die Muslime die Mehrheit sind ist der Begriff "Fehlersuche" ein Fremdwort. Sie suchen Schuldzuweisungen anstatt selbst Verantwortung zu tragen und Racheakte anstatt zu suchen welche Fehler sie selbst gemacht haben und wie man in Zukunft vermeiden kann, deshalb können sie auch nicht schnell ihre Situation verbessern, sie brauchen mehr Zeit und solche Veränderung wie Sturz der Diktatoren sind die ersten Schritte.

2 163

08.01.2012, 22:26

Dank für die entsprechenden Textauszüge!

Damit wir uns richtig verstehen, Domenik: Ich finde Diktaturen ein Greuel, und es liegt mir nichts daran, sie zu verteidigen. Ebenso erachte ich islamistische Regimes aufgrund ideologischer Verhärtungen als ziemlich resistent für evolutive Verbesserungen hin zu einer offeneren Gesellschaft. Andrerseits zeigen Erfahrungen der letzten Zeit, dass überall dort, wo von westlichen Allianzen eher "säkular-islamische" Diktatoren weggeputscht wurden wie Saddam Hussein, Mubarak oder Gaddafi, radikalere Islamistengruppen nachströmen und gar Wahlen gewinnen, so dass vor allem christliche Minderheiten, die zuvor unter den Dikatoren einigermassen friedlich leben konnten, nun mit Gewalt nach und nach aus diesen Ländern vertrieben werden. Das kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein, dass der "christliche" Westen Dikatoren vertreibt, um dann zuzusehen, wie aus diesen Ländern in direkter Folge ausgerechnet die Christen vertrieben werden. Kommt dazu, dass es oft westliche Allianzen waren, welche diese Diktatoren dort installiert oder mit ihnen immerhin jahrelang zusammengearbeitet haben bis zu dem Zeitpunkt, wo sie aus rein strategischen Gründen mit dem Feigenblatt "humanitäre Interventionen" entfernt werden, unter dem Vorwand, sie verletzen die Menschenrechte (z.B. Schah von Persien nach dem Sturz des demokratischen iranischen Präsidenten Mossadeqh, ebenso Saddam Hussein, Mubarak, Gaddafi, korrupte saudische Monarchie inkl. binLaden-Clan ... )

Die UN-Worte hör ich wohl, und es ist mir auch klar, dass das auf dem Papier ein Fortschritt ist. Allerdings zeigt die Realität, dass sich nun "humanitäre Interventionen" direkt anbieten, um den eigenen strategischen Raum auszuweiten, man muss einfach zuvor die Öffentlichkeit medial einlullen mit ausreichend manipulierten Meldungen über Menschenrechtsverletzungen durch ein Regime, vgl. gefakte ZDF-Meldung über Menschenrechtsverletzungen in Syrien

wie auch jene ominöse in London ansässige "Menschenrechtsorganisation Syrian Observatory for Human Rights (SOHR)", die von den grossen Medien fast als einzige Quelle aus Syrien zitiert wird (vgl. Artikel "Syrien: Tante-Emma-Laden versorgt die Weltpresse")

Aber das ist nicht mehr nur eine Taktik, die sich auf den Nahen und Mittleren Osten beschränken würde. Nun wird nach der afrikanischen Nordküste auch der Rest von Afrika entsprechend beglückt, um dort angeblich die Menschenrechte zu schützen, z.B. wohl bald Nigeria.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Copertino« (08.01.2012, 23:45)


2 164

10.01.2012, 12:08

@Korse
Ich komme nochmals auf meinen Beitrag zur Verschärfung des Tons zwischen West und Ost (Russland, Iran) zurück. Natürlich hoffe ich, dass der Konflikt rund um die Strasse von Hormuz nicht eskalieren wird, denn da steht zu viel auf dem Spiel, und dafür sollten wir auch beten.

Die Blöcke, die sich derzeit gegenüberstehen, sind durchaus nicht monolithisch, das zeigt sich sowohl im Iran wie auch in der US-Regierung, z.B. in einem Statement des Verteidigungsministers, der sich bezüglich eines Vorgehens gegen den Iran massvoll zurückhält (US-Verteidigungsminister Panetta: Iran baut noch keine Atombombe).
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Copertino« (10.01.2012, 15:39)


2 165

31.03.2012, 21:57

Israelische Behörden haben begonnen humanitäre Projekte im Westjordanland, die mit deutschen Mitteln finanziert werden, im Wert von mehr als 200.000 Euro abreißen zu lassen. Betroffen sind Windkraft- und Solaranlagen, welche die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international in Zusammenarbeit mit der israelischen Organisation Comet-ME in palästinensischen Dörfern der Südhebronhügel errichtete. Finanziert werden die Projekte aus Spendengeldern und mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Auswärtigen Amts.
Rund 1.500 Palästinenser sind von der dezentralen, regenerativen Energieversorgung abhängig, da die israelische Administration ihnen den Anschluss an die bestehenden Wasser- und Stromleitungen in den sog. C-Gebieten, entgegen dem Humanitären Völkerrecht, verweigert. "Die israelischen Behörden fördern dort zwar die jüdischen Siedlungen mit großzügigen Subventionen, genehmigen Palästinensern aber nicht den Bau von Kindergärten oder Gesundheitseinrichtungen", kritisiert medico-Nahostreferent Tsafrir Cohen.

Mehr hier



Solche Unmenschlichkeit ist so traurig, dass sie mir schier das Blut in den Adern gefrieren lässt. Beten beten beten für die Umkehr aller Verblendeten, für die es nichts gibt als die eigene Rasse, die eigene Nation...
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

2 166

04.04.2012, 17:33

Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" über die Gefahren eines israelischen Präventivschlags gegen iranische Atomanlagen hat der linke Schriftsteller Günter Grass die deutsche Öffentlichkeit aufgeschreckt. Die Reaktionen sind zahlreich, emotional und kontrovers.

"So falsch liegt Günter Grass" befleissigt sich Spiegel online nach der Veröffentlichung der Kritik sogleich zu kritisieren, um sich damit aus der Schusslinie zu nehmen. Wer sich die Mühe nimmt, die dort aufgelisteten Kritikpunkte einzeln durchzugehen, stellt fest, dass nach spiegel'scher Argumentation Grass immerhin in vier von acht Punkten voll ins Schwarze getroffen hat, dass zwei - eher als Nebenschauplätze zu wertende - Argumente als "falsch" etikettiert werden, und dass die restlichen zwei Kritikpunkte wortreich umschifft werden. Das würde - nach spiegelscher Fechterei - immerhin zu einer Trefferquote von etwa zwei Dritteln führen und zum Schluss, dass Grass so ganz daneben doch nicht liegen kann. Herr Grass produziert damit also nicht nur heisse Luft, sondern leuchtet offensichtlich ein paar blinde Flecken aus.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

Beiträge: 1 312

Wohnort: D/Rheinland-Pfalz

2 167

07.04.2012, 09:40

Danke für den Link!
Ich habe jetzt erst das Grass-Gedicht in voller Länge gelesen und finde daran absolut nichts Anstößiges. Grass kratzt natürlich am einen oder anderen Punkt, aber das muss auch sein (von daher ist der Titel des Gedichts schon sehr passend gewählt). Und dass aufgrund des Gedichtes die Antisemitismuskeule geschwungen wird, hat sogar der weiß Gott des Antisemitismus' unverdächtige Grass schon vorausgeahnt und es im Gedicht erwähnt.

Absolut beschämend ist die Reaktion des Herrn Graumann, der Grass sinngemäß vorwirft, er habe gedanklich nie die Uniform der Waffen-SS ausgezogen.
"Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert."
Søren Kierkegaard

domenik

Fortgeschrittener

2 168

09.04.2012, 14:21

Wenn ein Europäer oder Amerikaner Selbstkritik übt, als Teil seine Verantwortung sein Land und seine Regierung kritisiert, was lernen die Muslime damit? Lernen sie, dass sie auch Selbstkritik üben sollen? – Nein, das haben sie niemals getan, deshalb soll man immer vorsichtig sein. Das Gedicht von Günter Grass wurde in der ganzen islamischen Welt übersetzt. Viele Kommentare. Die Muslime schreiben: "Ein großer Denker, Literaturnobelpreisträger hat bestätigt, dass die islamische Welt nicht falsch liegt, wenn die Muslime weiterhin Israel und Juden hassen."

Günter Grass weiß, dass die Muslime sich ständig verweigern als Erwachsene behandelt zu werden, sie verweigern die Verantwortung für ihre Taten und Entscheidungen zu übernehmen. Er weiß, islamische Welt zu kritisieren, bringt sowieso nichts. Sein Gedicht als Anti-Israel-Gedicht zu nennen( wie man in Medien liest) ist falsch. Für Günter Grass (wie die Muslime auch wissen) gab es keine andere Möglichkeit außer das einzige wirklich demokratischen Land im Nahen Osten zu kritisieren.

Günter Grass hat aber in keiner einzigen Zeile versucht, zu verhindern, dass sein Gedicht nicht von Muslimen ausgenutzt und missbraucht wird, deshalb war ganz richtig, dass sein Gedicht als "Torheit" und "ekelhaftes Gedicht" bezeichnet wurde.

Im Irak-Iran Krieg wollte Saddam mit Unterstützung der muslimischen Golfländer das muslimische iranische Volk auslöschen. Wer das verhindert hat, war Israel, als Israel am 7. Juni 1981 den irakischen Atomreaktor "Tammuz" zerstört hat.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »domenik« (09.04.2012, 20:28)


2 169

09.04.2012, 18:08

Man findet immer jemanden, der logisch aufzeigen kann, warum eine sachlich begründete Kritik falsch ist. Auch Beifall von der falschen Seite kann nie ein Argument sein, über offensichtliche aber tabuisierte Misstände zu schweigen.

Gerade das Verständnis und die ideelle Unterstützung, die der Israelfreund Grass von antizionistischen orthodoxen Rabbis, von israelischen Friedensaktivisten, vom israelischen Publizisten und Historiker Moshe Zimmermann und gar vom früheren israelischen Botschafter in Deutschland Avi Primor erhalten hat, zeigt in gemässigten jüdischen Kreisen eine gewisse Erleichterung, dass mit Grass' Gedicht ein kaum mehr haltbares Tabu, wonach jegliche deutsche Kritik an der israelischen Regierung fast automatisch als judenfeindliche Hetze und Antisemitismus betrachtet wurde, gebrochen wurde. Endlich kann man auch auf deutschem Boden offen über Dinge diskutieren, die Vielen schon lange wie ein Kloss im Halse steckten.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

chorbisch

Fortgeschrittener

Beiträge: 435

Wohnort: Mainz

Beruf: Archivar

2 170

09.04.2012, 18:48

@ Copertino: Es wäre mir neu, daß in den letzten Jahren nicht auch in Deutschland scharfe Kritik an der israelischen Siedlungspolitik, der militärischen Bekämpfung der arabischen Terroristen oder dem diskutierten Luftanggriff auf Nuklearanlagen im Iran geübt worden ist. Pro-israelische Gruppen beklagen vielmehr eine eher einseitig anti-israelische Tendenz in der Berichterstattung.

SPD-Chef Gabriel benutzte kürzlich den Begriff "Apartheid" im Zusammenhang mit der israelischen Besatzungspolitik. Dies wurde teilweise heftig kritisiert, aber meines Wissens ist er immer noch im Amt.

Richtig ist, daß der Begriff "Antisemitismus" gerne verwendet wird, um jede Kritik an Israel moralisch abzuwerten. Aber das funktioniert nicht immer. Abgesehen davon, ist nicht genau definiert, was denn Antisemitismus genau ist. Ich persönlich halte die Bezeichnung des israelischen Besatzungsregimes als "Apartheid" nicht für antisemitisch, sondern für sachlich falsch, trotz aller Schikanen und Diskriminierungen, denen die Palästinenser ausgesetzt sind.

Grass hat mit seinem "Gedicht" weit offene Tore eingerannt. Es ist daher bedenklich, daß so viele Menschen in Deutschland, wie Grass, nicht erkennen, daß diese Tore offen sind.

Richtig ist allerdings, daß die sehr pro-israelische und weitgehend auf öffentlich geäußerte Kritik verzichtende Politik der Bundesregierung von vielen Menschen nicht geteilt wird. Dieses Mißverhältnis, das es auch zunehmend in anderen Bereichen (z. B. Euro-Rettung, Afghanistan, usw.) gibt, halte ich für unsere Staatswesen für langfristig wesentlich bedenklicher, als dieses Gedicht.

Parallel zur weit verbreiteten Einstellung des Volkes, daß "die da oben doch eh' machen, was sie wollen", scheint sich bei den Politikern und ihrem Umfeld die Einstellung durchzusetzen, da "Volk" sei nicht in der Lage, die teilweise wirklich komplizierten Zusammenhänge zu begreifen, man brauche daher auf seine Meinung keine übertriebene Rücksicht mehr zu nehmen.

Das kann sich für den Bestand und die Akzeptanz unserer Demokratie noch bitter rächen.

2 171

09.04.2012, 19:56

@chorbisch

Es ist nicht zu bestreiten, dass auch in Deutschland, einem Land in dem man in vielen Bereichen seine Meinung offen äussern kann, Kritik an der israelischen Siedlungspolitik geübt wurde. Allerdings legt man sich von offizieller Seite her stets eine starke Zurückhaltung auf.

Gerne hätte ich erfahren, welche Faktoren massgebend sein müssen, um Diskriminierung und Apartheid voneinander zu unterscheiden.

Mit der Anprangerung der grosszügigen Lieferungen von U-Booten der Dolphin-Klasse auf Kosten der deutschen Steuerzahler hat Grass keineswegs offene Türen eingerannt. Vielmehr hat er eine Diskussion darüber erst eigentlich angestossen. Die Reaktionen wären andernfalls nicht so heftig und emotional gewesen. Und wie ich schon oben angedeutet hatte, einige jüdische und israelische Persönlichkeiten und Gruppierungen hatten schon lange auf eine solche Stimme gewartet aus deutschem Munde, der nicht des Antisemitismus zu verdächtigen ist. Was Einige nicht hindert, es ziemlich billig dennoch zu tun.

Ich stimme sehr zu, dass der Graben, der sich zwischen staatlich korrekter Haltung z.B. Israel gegenüber und der Volksmeinung auftut, ein gewaltiges Konfliktpotenzial in sich birgt, auch auf anderen Gebieten. Das geht auf Dauer nicht gut, auch wenn es für Politiker eine Zeitlang einfacher ist, schalten und walten zu können ohne das Volk, das sie eigentlich zu vertreten hätten.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

chorbisch

Fortgeschrittener

Beiträge: 435

Wohnort: Mainz

Beruf: Archivar

2 172

09.04.2012, 21:29

@ Copertino: Die politische Diskussion über die U-Bootlieferung sehe ich noch nicht. Kritik daran wurde allerdings schon geübt, wenn auch ohne Folgen. Ich zweifle auch, daß die Sache wieder rückgängig gemacht werden würde. Neben dem fehlenden politischen Willen der deutschen Regierung könnte es dann auch Druck seitens der Werften geben.

Was das Thema "Apartheid" betrifft, so ist diese für mich eine besonders üble Form der Diskriminierung gewesen. Es mag in der israelischen Poltik in den besetzten Gebieten Maßnahmen geben, die an die südafrikanische Politik erinnern, aber eine durch staatliche Gesetze verodnete "Rassentrennung" zwischen Juden und Nicht-Juden gibt es nicht, trotz der Sperrmauern oder nur Juden vorbehaltenen Straßen.

Es käme vermutlich auch niemand auf die Idee, die von reliogiösen Fanatikern geforderte Trennung der Geschlechter in öffentlichen Verkehrsmitteln als Apartheid zu bezeichnen, obwohl dahinter ein ähnlich übler Geist steckt.

Es ging mir auch gar nicht um den Begriff. Was mich stört, ist, daß die Verwendung des Begriffs Apartheid gegenüber israel als "antisemitisch" definiert wird. Das halte ich schlicht für sachlich falsch.

2 173

07.05.2012, 08:17

Von Indien nach Israel: Nachfahren des Stammes Manasse wandern ein

Auch wenn ich die Freude jener Israeliten teile, die ihre verlorenen Brüder und Schwestern wieder gefunden haben, drängen sich auch Fragen auf rund um die israelische Bevölkerungspolitik, die ja unter dem Druck steht, dass der arabische Bevölkerungsanteil in Israel stärker ansteigt.

Deshalb lassen die israelische Regierung und ihr nahestehende Organisationen nichts unversucht, um überall auf der Welt "verlorene Stämme" und Reste davon aufzuspüren, um sie in Israel anzusiedeln. Man kann sich auch fragen, in welchem Verhältnis die unselige Siedlungspolitik Israels zu solchen Repatriierungsaktionen steht.

Während also von überall her Juden nach Israel heimgeholt werden, verlieren andere Familien, die während hunderten von Jahren im Heiligen Land beheimatet waren und womöglich mehr semitisches Blut in ihren Adern haben als die Neuansiedler, durch gewaltsame Zerstörungsaktionen ihre Häuser, gedeckt durch eine Regierung, welche diese Art von "ethnischer Säuberung" schon seit Jahrzehnten vorantreibt.

Gebet tut Not...
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

2 174

08.05.2012, 19:28

Ein ranghoher israelischer Militäroffizier hat die Hisbollah gewarnt, bei einem Angriff Israels auf den Iran nicht militärisch zu reagieren, sonst werde der Libanon von der Landkarte getilgt. Der Offizier machte diese Äusserung gegenüber dem britischen Telegraph und sagte, der Krieg würde so gewaltig sein, dass es Jahrzehnte dauern werde, um alle zerstörten Städte und Dörfer wieder aufzubauen. British Telegraph.

Will sich die israelische Regierung bei einem offenbar immer definitiver geplanten Angriff auf iranische Atomanlagen die Flanke freihalten?
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Copertino« (08.05.2012, 22:22)


2 175

04.06.2012, 23:34

SYRIEN - Griechisch-katholischer Bischof beklagt Desinformation: „In Homs herrscht Verzweiflung!“



„Der Frieden in Syrien wäre möglich, wenn alle die Wahrheit sagen würden. Ein Jahr nach Beginn des Konflikts ist die tatsächliche Lage im Land weit von dem entfernt, was die westlichen Medien darzustellen versuchen“, so der französische Bischof Philip Tournyol Clos nach seiner Rückkehr aus Syrien, wo er Damaskus, Aleppo und Homs besuchte.
Homs bezeichnet der griechisch katholische Bischof als „Märtyrer-Stadt“: „Die Opposition hat die beiden Stadtviertel, Diwan Al Bustan und Hamidieh, besetzt, in der sich alle Kirchen und Bischofsresidenzen befinden“. „Es bietet sich dem Besucher“, so der Bischof weiter, „ein Bild der absoluten Verzweiflung: die Kirche Mar Elian ist zur Hälfte zerstört und eine andere Kirche ist von Rebellen besetzt. Die Häuser der Christen sind von den Gefechten schwer beschädigt und stehen leer, nachdem die Bewohner fliehen mussten. Das Stadtviertel Hamidieh ist eine Hochburg bewaffneter Gruppen, die voneinander unabhängig sind, und von Katar und Saudi-Arabien mit schweren Waffen ausgerüstet werden."
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

2 176

24.06.2012, 23:27

Der neue ägyptische Präsident Mursi an einer öffentlichen Rede, wo die Ziele der Bewegung der nun siegreichen Muslimbruderschaft den Anhängern eingepeischt werden: Als neue Hauptstadt einer Art von Vereinigten Staaten von Arabien wird Al Quds, also Jerusalem, verkündet!

Wahlkampfgerede oder strategisches Ziel, das ist die Frage. Ernstnehmen sollte man das durchaus!

Video mit englischen Untertiteln
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Copertino« (24.06.2012, 23:35)


2 177

25.06.2012, 00:00




Hallo Copertino,

Sozusagen als Ergänzung: Den Vortrag von Prof. Dr. Richard L. Russell „Messages of WAR and PEACE“. Prof Russell hat diesen Vortrag auf dem Gebetstag der Frau aller Völker in Amsterdam am 13. 06. 2011. gehalten.

Link: http://www.youtube.com/watch?feature=pla…d&v=eWQZAFdo4GE






So spricht Jahwe, der Gott Israels:
Lass mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wüste ein Fest feiern können.

(2 Mo 5,1)


Bitte mein Benutzerkonto löschen.

2 178

03.07.2012, 10:54

Iran will nuklearbetriebene U-Boote bauen

Der Iran kündigt an, nuklearbetriebene U-Boote bauen zu wollen.
Mit dieser Ankündigung verfolgt das Regime offenkundig aber nur das Ziel, legal hochangereichertes (90%) Uran herstellen zu können, was dann zugleich auch atomwaffentauglich wäre.

Dazu ein Hintergrundbericht auf welt.de.

Bei mir schrillen da die Alarmglocken!!!
Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist.

1.Timotheus 3:15

2 179

06.07.2012, 18:26

Der frühere israelische IDF-Brigadegeneral Herzi Alevy ist laut einem gestrigen Bericht in der Zeitung Haaretz überzeugt, dass die Regierung Nethanjahu bald nach dem Fall der syrischen Regierung Assad eine grossangelegte blutige Invasion in den Libanon starten wird, eine bereits lange und professionell vorbereitete Aktion gegen die schiitische Hizbollah, mit unvorstellbar schrecklichen Auswirkungen auf die libanesische Zivilbevölkerung.

Auf die Zuverlässigkeit dieser Aussage deutet eine aktuelle Meldung der italienischen Zeitung Il Gazzettino hin. Danach hat das Joint Task Force Lebanon unter US- und europäischem Kommando bereits Ende Juni eine Evakuationsübung durchgeführt für die im Libanon stationierten UNIFIL-Soldaten und deren Familien. Als Begründung für die Evakuation mussten Ereignisse wie Naturkatastrophen, Überflutungen oder Erdbeben herhalten.

Link zum Haaretz-Artikel

Wer also gehofft hat, dass sich der Nahe Osten mit dem Sturz von Assad etwas beruhigen dürfte, könnte aufs falsche Pferd gesetzt haben. Im übrigen ist davon auszugehen, dass im Falle eines israelischen Angriffs auf iranische Atomanlagen die Regierung Nethanjahu alles Interesse daran haben wurd, eine Reaktion der Hizbollah darauf von Israels Nordgrenze her bereits im Voraus auszuschalten.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Copertino« (06.07.2012, 18:43)


2 180

06.07.2012, 23:10

Als weiteres Symptom für eine Beschleunigung in Sachen Irankrieg könnten die aktuellen Arbeitslosenzahlen in den USA interpretiert werden, die immer stärker gegen eine Wiederwahl Obamas sprechen. Einen amtierenden Präsidenten im Krieg abzuwählen ist eher unwahrscheinlich, und so könnte die Obama-Administration durchaus versucht sein, sich mit ihrer Zustimmung zu einem militärischen Vorgehen gegen den Iran noch während Obamas erster Amstzeit die Wiederwahl zu sichern.

Gemäss neusten Meldungen aus den USA dürfte diese Einschätzung zutreffen. Amerikanische jüdische Kreise, die kürzlich bei Präsident Obama zu Gast waren, berichten über die Sorge des Präsidenten über die mangelnde Unterstützung seiner Wiederwahl durch jüdische Lobbies. Gleichzeitig kündigte Obama eine neue Einschätzung der Situation mit dem Iran an. Jedenfalls waren die Gäste überzeugt, dass Obama den Entscheid für einen Angriff des Irans, möglicherweise schon Ende Jahr, bereits gefällt habe. Auch aus Sicht saudischer Kreise sei die Entscheidung für ein vorgehen gegen den Iran bereits gefallen. Sie interpretieren die grossangelegten Manöver im Herbst als Auftakt dazu. Quelle

Warten wir's nicht ab, sondern beten wir auch in diesem Anliegen für politische Vernunft und für Frieden!
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Copertino« (07.07.2012, 10:23)


Thema bewerten