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Beruf: Kath.Priester des röm.Ritus (Stephansdom) u.Erzpriester des byzant.Ritus(für Ukrainer) / Gymnasiallehrer ( Rk ) i.R.

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24.06.2014, 17:01

@ Josef Bordat

Genau diese Diskussion wurde in Österreich vor 1974, als die unselige Fristenlösung eingeführt wurde, welche Kardinal Dr. Franz König als "Große Wunde" zwischen Staat und Kirche in Österreich bezeichnet hat, geführt. Auch der sozialistische Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky konnte sich gegen die SPÖ- Frauen die NICHT durchsetzen, was er in persönlichen Gesprächen sehr bedauert hat.
Schon damals wurde die Formulierung von Befürwortern der Abtreibung gebraucht: "Ich habe ein Recht auf MEINEN Bauch!" Darauf haben wir nicht selten geantwortet: "Ja, Du hast Recht auf deinen Bauch, ABER nicht auf DEN, der DRINNEN SITZT!" Juristische Argumente, dass etwa das ungeborene Kind bestimmte Rechte hat, wurden beiseite geschoben. Argumente aus der NATURRECHTSSCHULE wurden belächelt und als von GESTERN abgetan! Kirche und Justiz wurden als die großen Gegner der Befreiung der Frauen hingestellt. Heute fehlen uns im österreichische Schulsystem die Kinder, die seit damals abgetrieben worden sind. Sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land müssen Schulen geschlossen werden, oder werden zusammengelegt, weil es nicht mehr genug Kinder gibt.
Dazu kommen noch die Spätfolgen der Abtreibung, die wir auch in Beichtzimmer des Domes nicht selten drastisch erleben! Frauen mit "Post abortion Syndrom", schwer depressiv, körperlich und seelisch am Ende. Wie viele Selbstmorde auf eine früher vorgenommene Abtreibung zurückzuführen sind, kann man nur vermuten. In einem Seniorenheim wurde von einer Pensionistin erzählt, der in der Nacht im Traum mehrere Kinder erschienen sind, die sie abtreiben ließ! Die Frau ist oft schreiend durch die Gänge gelaufen, bis eine kroatische Altenhelferin ihr geraten hat einen Priester kommen zu lassen und zu beichten. Dann hat sie ihre Seelenruhe wieder gefunden. Was mich so erschüttert, ist die Tatsache, dass sich Menschen, auch jene in der Gesetzgebung so leichtfertig über die Ordnung, welche Gott in seiner Schöpfung hineingelegt hat, hinwegsetzen. Eine Mutter, welche nicht Schützerin des Lebens ist, zerstört sich letztlich selber! Ich habe auch Kinder erlebt, die irgendwie erfahren haben, dass deren Mutter vor ihrer Geburt ein Kind abgetrieben hat, oder danach. Für die Kinder war das ungeheuer belastend, weil sie sich die Frage stellten: "Warum darf ich leben? Wieso hat meine Mutter meinen ungeborenen Bruder/Schwester umbringen lassen, wieso nicht mich?" Da ist das Urvertrauen in eine Mutter zerstört worden. Die psychologischen Spätfolgen sind jetzt bereits absehbar.Msgr. Franz Schlegl

3 542

30.06.2014, 11:50

Juristische Argumente, dass etwa das ungeborene Kind bestimmte Rechte hat, wurden beiseite geschoben. Argumente aus der NATURRECHTSSCHULE wurden belächelt und als von GESTERN abgetan! Kirche und Justiz wurden als die großen Gegner der Befreiung der Frauen hingestellt.


Was mich so erschüttert, ist die Tatsache, dass sich Menschen, auch jene in der Gesetzgebung so leichtfertig über die Ordnung, welche Gott in seiner Schöpfung hineingelegt hat, hinwegsetzen.
Diese Leute sind eben davon überzeugt, dass es diese Ordnung gar nicht geben würde, folglich sehen sie auch nichts, über das sie sich hinwegsetzen.


Was mich noch mehr irritiert ist, dass sich solche Leute entweder über die Logik, über in dubio pro reo und/oder über den Grundsatz hinwegsetzen, dass jeder Mensch zu achten ist. Denn daraus folgt - ganz ohne Gott und seine Ordnung weiter bemühen zu müssen - dass Abtreibungen wenigstens regelungsbedürftig sind und besser unterbleiben sollten:

Unmittelbar nach der Geburt hat man einen Menschen, der gemäß dem Grundsatz nach zu achten ist. Logisch ist, dass sofern er sich in der Geburt nicht geändert hat, er auch unmittelbar vor der Geburt ein Mensch gewesen sein muss und zu achten war. Denn was immer der Mensch auch genau ist, wenn sich nichts ändert und es nachher ein Mensch ist, muss es auch vorher einer sein.

Die einzige Änderung zwischen unmittelbar vor und unmittelbar nach Geburt ist im Allgemeinen das Einsetzen der Atmung. Nichts anderes ändert sich an dem Kind (der Ortswechsel ist ja keine Veränderung des Kindes). Diese Änderung ist aber eine rein durch den Aufenthaltsort bestimmt, vor der Geburt gibts keine Atmung, weil da keine Luft ist. Folglich ist es keine Änderung des "etwas", was geboren wird. Folglich ist das ungeborene mindestens unmittelbar vor der Geburt ein Mensch. Folglich wäre Abtreibung mindestens unmittelbar vor der Geburt zu verbieten/zu beschränken, da genauso wie die Achtung des gerade geborenen Menschen gebietet, dass irgendwie sein Leben geschützt und sein Töten wenigstens eingeschränkt ist. (Die genaue Regelung könnte vielleicht aufgrund der Umstände anders sein, in einem Fall steckt der Mensch ja in einem anderen drin, der ebenfalls zu achten ist)

Da ferner ca. Monat 7 bis Monat 9 sich keine relevante Änderung ergibt, ist Abtreibung also zwingend in diesem Zeitraum zu verbieten/zu beschränken, denn Abtreibung ist wegen dem Grundsatz mindestens soweit zu verbieten/zu beschränken, wie das ungeborene "etwas" eindeutig ein Mensch ist.


Wenn man jetzt die Entwicklung vorher betrachtet, fällt auf, dass keine Änderung des ungeborenen "etwas" genannt werden kann, bei der vorher klar kein Mensch existiert. Einzig kann man die Befruchtung nennen oder vielleicht den Abschluss der Nidation, da ab diesem Zeitpunkt keine Zwillingsbildung mehr möglich ist (Wenn aus einem Menschen plötzlich zwei werden, hat sich zumindest die Zahl der Menschen geändert, was eine erhebliche Änderung darstellt). Dies liegt daran, dass praktisch alle Änderung nur Funktion oder Vorhandensein von verschiedenen Organen betreffen. Und üblicherweise ist ein Mensch ja nicht deshalb kein Mensch mehr, weil Herz, Lunge, Hirn oder sonstwas nicht funktionieren. Einzig kann ein entsprechender Mensch tot sein. Er ist dann aber immer noch zu achten und man darf nicht mit der Leiche alles mögliche anstellen. Tot bzw. nicht lebendig ist das ungeborene "etwas" aber vor keiner der Änderungen (außer eben Befruchtung und eventuell Zwillingsbildung, da existierte ja wenigstens einer der Zwillinge vorher nicht).


Da man also nicht klar sagen kann, bis dahin ist es noch kein Mensch, ist jede Grenzziehung mit Zweifeln behaftet, mit einem möglichen Irrtum. Aber Zweifel bedeuten gerade, dass man zur Sicherheit doch nicht tötet, denn irrt man, hat man einen Menschen getötet. Wer würde einem der sagt "In der Kiste da drüben könnte ein unschuldiger Mensch sein, aber vermutlich eher nicht, soll ich auf die Kiste schießen?" antworten, dass er guten Gewissen schießen kann? Hoffentlich niemand, jeder würde davon abraten auf die Kiste zu schießen. Und selbstverständlich muss es auch Gesetze/Regulungen geben, die das wahllose auf möglicherweise nicht leere Kisten schießen wenigstens begrenzen.

Genauso, wenn wie hier, möglicherweise Zweifel bestehen, ob das, dessen Leben man beenden will, ein Mensch ist. Zweifel sind bereits ausreichend, dass davon abzuraten ist. Denn man könnte sich irren. Und dann hat man einen Menschen getötet, der eigentlich zu achten gewesen wäre. Oder eben in dubio pro reo, im Zweifel für den, über dessen Schiksal man gerade entscheidet, hier eben im Zweifel vom Menschsein ausgehen und bitte nicht töten. Und dementsprechend sind auch Regelungen/Gesetze erforderlich (die theoretisch aufgrund des Zweifels etwas weniger strikt sein könnten, aber nicht sein müssen).



Da aber so viele den Schluss nicht teilen, kann ich nur folgern, dass sie einem der dreien, Logik, in dubio pro reo, jeder Mensch ist zu achten, nicht folgen wollen. Ich hoffe, es ist blos die Logik.



Und wie gesagt, Gott musste ich dabei nicht erwähnen (eventuell steckt er aber in "jeder Mensch ist zu achten" immer noch im Argument mit drin), weshalb ich nicht verstehen kann, wie ein nichtgläubiger Mensch nicht wenigstens zustimmen kann, dass Abtreibungen abzulehnen und regelungsbedürftig oder auch zu verbieten sind, mit dem Ziel, dass möglichst wenige stattfinden.




Ursache ist aber glaube ich vor allem der Wunsch nach freier Sexualität.

Denn wenn Abtreibungen abzulehnen sind, dann ist natürlich auch Sex dann abzulehnen, wenn die Umstände der Frau so sind, dass eine Abtreibung wahrscheinlich wäre. Verhütungsmittel helfen da nicht weiter, da deren Sicherheit nicht hoch genug ist, um wirklich das Risiko ausreichend zu verringern. Denn z.b. Pille hat einen Pearl-Index um 1 zu 100, also von 100 Frauen, die regelmäßig Sex haben, wird in einem Jahr ca. eine schwanger. Nimmt man jetzt z.b. eine Jahrgangstufe einer Schule, die häufig ca. 50 Mädchen umfassen, und nehme an, die sind ab 15 ununterbrochen zu Gange, dann wäre noch vor dem Abitur mit ca. 1 bis 5 Schwangerschaften zu rechnen. Vor dem Abi schwanger sein, macht eine Abtreibung sehr wahrscheinlich (so die Statistiken, die ich kenne, ca. 60-80%). Also hätte man trotz Verhütung bei einer solch "aktiven" Jahrgangsstufe vor dem Abi bereits ca. 3 getötete "möglicherweise" Menschen. Das ist schlicht inakzeptabel viel, auch mit "möglicherweise", denn in dubio pro reo.

Da es bessere Verhütung als Pille eigentlich nicht gibt, gibts nur eine Möglichkeit diesem unhaltbaren Zustand von 3 toten "möglicherweise" Menschen pro Jahrgangsstufe zu vermeiden: Die 15-jährigen sollten es weniger wild treiben, als in meinem hypothetischen Beispiel. Um das Risiko sogar optimal zu minimieren, sollten sie vielleicht sogar nur dann Sex haben, wenn sie davon ausgehen, dass eine mögliche Schwangerschaft nicht mit einer Abtreibung enden wird, also idealerweise nur Sex in einer stabilen, vertrauensvollen und langfristigen Beziehung (diese Faktoren reduzieren die Abtreibungswahrscheinlichkeit erheblich). (*)

Da aber nicht nur 15-18 jährige unter ungünstigen Umständen trotz Verhütung schwanger werden könnten, wäre zum Schutz ungeborener "möglicherweise" Menschen, dasselbe Verhalten für alle empfehlenswert, nämlich nur dann Sex, wenn die Umstände nicht völlig mies für eine Schwangerschaft wären.


Und ein Staat, der dem Schutz von Menschen und auch "möglicherweise" Menschen (für den Staat ist das kein Unterschied, denn der hat bei Zweifel immer auf Nummer Sicher zu gehen), sollte auch - soweit er in Wertebildung mitmischt - das auch vertreten, denn nichts ist für ungeborene so gefährlich, wie wenn es zu Schwangerschaften in ungünstigen Umständen kommt. Und bei z.b. in D ca. 20 Millionen Frauen im gebärfähigen Alter wäre bei 1 zu 100 bei entsprechenden Sexualverhalten mit hundertausenden Abtreibungen zu rechnen, weil die Verhütung versagte und die Umstände unpassend erscheinen (upps, hundertausende kommt auch hin, heißt vielleicht Abtreibungszahlen können nicht durch besseres Verhütungsverhalten gesenkt werden.).

Oder anders gesagt, der Staat, vertreten durch den Lehrer, müsste irgendwann mal im Unterricht wenigstens sagen: "Es macht zwar Spaß, aber bitte nicht jeder mit jedem rumpoppen wie blöde. Denn das würde zwangsläufig den Tod von tausenden mehr bedeuten, die als Mensch gelten müssen. Bitte versucht das rumpoppen auf stabile Beziehungen zu beschränken, bei denen man auch etwas unpassenden Nachwuchs verkraften könnte. Denn idealerweise sollte es keine Abtreibungen geben und so kann das am ehesten vermieden werden, denn Verhütung wirkt zwar oft, aber nicht oft genug. (Wenn ihr aber wie blöde rumpoppt, dann verhütet wenigstens umso sorgfältiger.)"


Klarerweise wäre für viele der Gedanke unerträglich, wenn man festhalten müsste, dass "rumpoppen wie blöde" rein aus den offiziellen Grundsätzen der Gesellschaft moralisch problematisch ist.


Vor allem da es natürlich alle noch viel mehr wurmen würde, dass die Unterschiede zwischem dem, was ich hier rein aus den Grundsätzen des Staates gefolgert habe, und der Lehre der RKK zumindest nicht riesig sind, denn "Sex nur in der Ehe" unterscheidet sich nicht gigantisch von einem "Sex nur in stabilen Beziehungen, bei denen man auch etwas unpassenden Nachwuchs verkraften könnte".


(* Was ich den Statistiken über Teenagerschwangerschaften und der Sicherheit von Verhütung entnehme, scheint es sogar so zu sein, dass es um Größenordnungen gesitteter unter Schülern zugeht als Bravo und sonstige Medien implizieren.)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »scheinfrager« (30.06.2014, 11:55)


3 543

22.09.2014, 19:32

Was ist eure Meinung zu einem Bischof, der alle seine Priester und Seminaristen informiert, sie sollten nicht an Gebetsanlässen im Umfeld von Abtreibungskliniken teilnehmen, auch sollten sie keine solchen friedlichen Proteste im Umfeld von Einrichtungen von Planned Parenthood organisieren, und in ihren Gemeinden namentlich keine 40-Tage-Gebetsanlässe für das Leben durchführen lassen? Was ist von einem Hirten zu halten, der die Devise verkündet, es sollten in seinen Pfarreien kein Pro-Life-Informationsmaterial verteilt werden, mit Ausnahme jenes Materials, welches von der "Washington State Conference of Catholic Bishops" publiziert werde (welche ironischerweise die 40-Tage-Gebetsanlässe für das Leben unterstützt). Gleichzeitig erklärt dieser Bischof, er sei für das Leben, aber er wolle vemeiden, dass seine Priester mit "extremen Lebensschützern" in Verbindung gebracht würden. (Ich musste spontan an Bischöfe wie Weihbischof Laun denken.)

Quelle / Quelle

Der Name dieses Bischofs lautet Blase Cupich. Seine soeben erfolgte, für alle mit der Situation Vertrauten völlig überraschende Beförderung durch Papst Franziskus auf einen der bedeutendsten Bischofsstühle der USA (Chicago) und vielleicht baldige Erhebung in den Kardinalsstand wird in den USA von allen Strömungen in der Katholischen Kirche als radikaler Richtungseingriff gewertet. Der Vatikanist des progressiven Flaggschiffs National Catholic Reporter (NCR), John Allen sieht in der Ernennung von Cupich zum Erzbischof Chicago das Signal, dass die „Revolution Franziskus definitiv“ in den USA angekommen sei. Noch stehe ich ganz unter dem Eindruck des "Marsch für's Läbe" in Zürich vom Samstag, wo auch einige Priester Zeugnis für das Lebensrecht aller Menschen abgelegt haben. Man stelle sich vor, ihr Bischof hätte ihnen von einer Teilnahme abgeraten, und nun würden sie erfahren, er sei auch noch befördert worden...

Aber wir wollen trotzdem der Vorsehung Gottes und dem Wirken des Heiligen Geistes fest vertrauen, der Seine Kirche lenkt.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

3 544

22.09.2014, 21:17

Gleichzeitig erklärt dieser Bischof, er sei für das Leben, aber er wolle vemeiden, dass seine Priester mit "extremen Lebensschützern" in Verbindung gebracht würden. (Ich musste spontan an Bischöfe wie Weihbischof Laun denken.)
Ich denke da nicht an hiesige Verhältnisse, sondern eben an amerikanische. Berichte darüber, dass sogar Gewalttaten gegen Ärzte vorkamen. Politiker, die pauschal jeder Frau, die eine Abgang der Frucht hatten, eine Abtreibung unterstellen. Ganz grundsätzlich gibt es dort extreme Gruppen, die sich mindestens so furchtbar aufführen wie hierzulande die Gegner der Lebensschützer.
Es ist sicher ein Eiertanz, da den richtigen Kurs zu finden. Ich weiß nichts über diesen Bischof, kann mir aber durchaus gute Gründe denken, wenn er seine Seite da raus halten will.

3 545

22.09.2014, 21:58

@Gänseblümchen
Ich weiß nichts über diesen Bischof,...
...dann sei empfohlen, sich über seine Einstellung zu informieren. Nur dies: Aus dem Umfeld von Kardinal Francis George heisst es, dass unter Benedikt XVI. die Wahl Cupichs "undenkbar" gewesen wäre. Einige Stichworte zum Weitersuchen: Im April 2012 unterstützte Cupich die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Gonzaga University an den anglikanischen Bischof Desmond Tutu, gegen welche die Kardinal-Newman-Society und verschiedene Pro-Life-Bewegungen protestiert hatten. im Unterschied zu den meisten seiner US-Bischofskollegen, welche die Gesundheitsreform der Regierung Obama ablehnte, weil sie katholische Insitutionen u.a. zwingen will, an ihre Angestellten Verhütungsmittel abzugeben, nahm Cupich eine betont "Obamacare"-freundliche Haltung ein. Notabene äusserte er sich auch abwertend über Benedikt XVI. "Summorum Pontificum" und die Gebetsrichtung ad orientem und verbot Gläubigen seiner Diözese, das österliche Triduum in der überlieferten Form zu feiern. Aber ich breche nicht den Stab über ihn. Die Zukunft wird weisen, dass Gott das letzte Wort hat.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

herzrosenduft

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11.11.2014, 16:12

Die Kirche ist für das werdende Leben. Sie tritt schützend für die ungeborenen Kinder und die werdenden Mütter ein. Sie verteidigt diese Menschen vor den Angriffen auf ihr Leben und ihre Freiheit. Die Kirche ist ein Anwalt der Schwächsten.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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20.03.2015, 19:58

Zitat

Die schlimmste Form des Kolonialismus hat mit den Menschen unmittelbar zu tun, z.B., wenn Wirtschaftshilfen mit Verhütungsauflagen unter dem Tarnbegriff „reproduktive Gesundheit“ gekoppelt werden. Ein besonders schlimmer Fall einer versuchten Massensterilisation an 2 Mio. Frauen, ohne deren Wissen, in Kenia dokumentiert die Zeitschrift „Medizin und Ideologie“ (4/2014, S. 32/33). Die katholische Kirche in Kenia hat dieses Verbrechen aufgedeckt.

http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=4608

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13.06.2015, 22:11

Zitat

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die strengen Abtreibungsregeln in Irland scharf verurteilt und eine frauenfreundlichere Gesetzgebung gefordert. "Die Rechte von Frauen und Mädchen werden jeden Tag verletzt aufgrund einer Verfassung, die sie wie Gebärmaschinen behandelt", erklärte Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty anlässlich des Auftakts einer Kampagne für mehr Abtreibungsrechte am Dienstag in Dublin. http://www.zeit.de/news/2015-06/09/irlan…ptabel-09182205


Amnesty International ist in Wirklichkeit keine Menschenrechtsorganisation, sondern eine UNRECHTSORGANISATION.
Es ist interessant, dass die AI gleich nach der Abstimmung über die Homo-Ehe die Abänderung der Abtreibungsgesetze betreibt.

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04.08.2015, 13:38

Auch dafür werden die menschlichen Föten verwendet:
Gürtelrose-Impfstoff wird mit Schweine-Gelatine, MSG und Rückständen von abgetriebenen Föten hergestellt

Der Impfstoff enthält unter anderen Rückstände von MRC-5-Zellen aus dem Lungengewebe abgetriebener menschlicher Föten. X(

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04.08.2015, 13:53

Gürtelrose

Die Gürtelrose (Herpes zoster) tritt bei Menschen in fortgeschrittenem Lebensalter auf, wenn diese in der Jugend niemals Windpocken gehabt haben.Zum Teil mit sehr unangenehmen, bis gefährlichen Folgen. Seit langer Zeit bietet das bewährte Medikament "ZOVIRAX", welches auch als Injektion verabreicht werden kann, wirksame Hilfe, allerdings muss es ganz am Anfang der Erkrankung injiziert werden.Das Medikament gibt es sogar als Salbe gegen FIEBERBLASEN.Da sind mit Sicherheit keine Reste von Embryonen dabei.
Noch schlimmer ist, dass die feinen Knorpel der Föten zu Schönheitscremes gegen vorzeitige Alterung verarbeitet werden, so dass sich eine "Mutter" im wahrsten Sinn des Wortes ,Reste ihres ermordeten Kindes ins Gesicht schmiert! Vor 30 Jahren ist so ein Handel der Schande aufgedeckt worden, damals hat die Frankfurter allgemeinen Zeitung darüber berichtet. Es ist grauslich!Msgr. Franz Schlegl

3 553

06.08.2015, 21:06

Auch dafür werden die menschlichen Föten verwendet:
Gürtelrose-Impfstoff wird mit Schweine-Gelatine, MSG und Rückständen von abgetriebenen Föten hergestellt

Der Impfstoff enthält unter anderen Rückstände von MRC-5-Zellen aus dem Lungengewebe abgetriebener menschlicher Föten. X(
Ja ja, der Kopp-Verlag... :rolleyes:

Die MRC-5-Zelllinie nimmt ihren Ursprung in den 1960er Jahren, ebenso wie eine weitere Zelllinie, die für die Herstellung von Impfstoff verwendet wird. Sie wurden aus Zellen abgetriebener Föten gewonnen, allerdings war die Züchtung von Zelllinien nicht der Zweck dieser Abtreibungen. Gerne wird so getan, als würden immer neue Föten zur Erzeugung von Impfstoffen abgetrieben. Das entspricht nicht den Tatsachen.
Die so gewonnenen Impfstoffe werden nicht nur gegen Gürtelrose, sondern beispielsweise auch gegen Röteln, Masern und Mumps eingesetzt. Für Röteln gilt sogar, dass in den USA kein Impfstoff gegen sie verfügbar ist, der nicht mithilfe fetal gewonnener Zelllinien hergestellt worden wäre.[1]

Die Päpstliche Akademie für das Leben befürwortet die Nutzung solcher Impfstoffe, solange keine moralisch unbedenklichere Alternative zur Verfügung steht.[2] Eine ähnliche Position vertrat der damalige Joseph Kardinal Ratzinger.[1]

Persönlich denke ich, dass die folgenden Richtlinien für die Nutzung von Zellmaterial aus abgetriebenen Embryos oder Föten einer freien Gesellschaft angemessen sind: Die Nutzung derartigen Materials ist akzeptabel, wenn
a) die Frau in die Nutzung zugestimmt hat,
b) die erzeugten Produkte im üblichen Rahmen für die Nutzer als sicher gelten und
c) die erzeugten Produkte entsprechend gekennzeichnet sind.

[1] https://www.vaccines.mil/documents/1706_IP-FetalCellUse.pdf
[2] http://www.ncbcenter.org/document.doc?id=7

Klomb

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Beruf: Wächter der Rechtgläubigkeit ;)

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08.02.2017, 15:15

Ich möchte ein paar Details zu der Haltung von Chefarzt Börner und Krankenhauschef Fröhling aus Dannenberg bringen.

Hier einiges zu den Beweggründen der Ärzte.

Hier eine Zeitung, die mehr Artikel zum Thema nebst Umfrage bringt. (Wenn die HAZ-Journalisten allerdings von einem "allgemeinem Recht auf Schwangerschaftsabbruch" schreiben, ist das fake news. So ein Recht kann es nie gaben, weil es ja eine Abschaffung des Rechts auf Gewissensfreiheit bei den Ärzten bedeuten würde, die so zu einer Abtreibung verpflichtet würden.)

Es gibt noch mehr Wortmeldungen dazu.

Die niedersächsische Gesundheitsministerin (SPD) hat erklärt,in der Entscheidung der Ärzte Qualitätsmängel erkennen zu wollen, um so weniger Investitionszuschüsse zu geben. Weil man im einzigen Krankenhaus in Lüchow-Dannenberg also keine Abtreibungen bekommen kann, sollen im Landkreis künftig also auch nicht andere neue Behandlungen angeboten werden.

In einer anderen Zeitung hat sich die FDP-Landtagsabgeordnete Sylvia Bruns implizit gegen die Gewissensfreiheit ausgesprochen. Ein Funktionär der hannoverschen Diakonie wird zitiert, er würde sich freuen, wenn in Dannenberg wieder Abtreibungen vorgenommen würden.

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