29.04.2017, 05:43 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Mystiker

Fortgeschrittener

21

09.02.2017, 15:14

Die mediale Kritik an Trump beruht auf Fakten, nämlich seinen eigenen Aussagen, seinem Verhalten. Manchmal mag sie in ihrer bildreichen Sprache etwas übertrieben wirken, ist aber auch eine Reaktion auf das übertriebene, mediale Auftreten von "The Donald", u. trotzdem bleiben es Fakten. Ich sage nur, wehret den Anfängen! Und es gibt außerdem zahlreiche, auch konservative, angesehene Persönlichkeiten in den USA, die diese Kritik an Trump üben.

Meine Befürchtung ist, dass die Wirklichkeit die Berichterstattung überholen wird, u. das noch Trump noch viele unliebsame Entscheidungen treffen wird, die man noch nicht vorhersehen kann.

Der Artikel von Tichy ist eine subjektive Meinungsäußerung, die nicht einmal den Anspruch auf eine objektive Berichterstattung erhebt. Er kritisiert "die Medien" für die aus seiner Sicht übertriebene Berichterstattung u. übertreibt dabei selbst. Konstruktiver wäre es gewesen, der Berichterstattung, die er nicht angemessen findet, etwas für ihn Konstruktives entgegenzusetzen u. darzustellen, was er an Trump u. seiner Politik positiv findet. Das wäre auch meine Frage an die "Trumpianer" in diesem christlichen Forum, die es anscheinend gibt, was mich fassungslos macht.

Wenn Trump wirklich etwas Durchgreifendes an den Abtreibungsgesetzen verändern wird bzw. kann, könnte man ihm wenigstens das bei diesem wesentlichen Thema zugute halten. Allein mir fehlt der Glaube!
Meine neue FB-Homepage mit eigenen christlichen Gedichten, Gebeten u. spirituellen Fotos, auch aufrufbar ohne FB-Registrierung: https://www.facebook.com/gedichteundgebete/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mystiker« (09.02.2017, 16:28)


Mystiker

Fortgeschrittener

22

09.02.2017, 16:35

Und viele "Gstudierte" fallen die Medien rein.
Wie man "leider" schreiben kann, weil nun die Killery weg ist, versteh auch wer mag
Ich falle nicht auf "die Medien" rein. Ich bin Politikwissenschaftler u. kann mir eine eigene Meinung bilden. Die Fakten sprechen für sich.
Vielleicht ist es eher umgekehrt u. mancher Christ auf Trump rein :huh: v.a. in den USA.
Man sollte die Tragweite dessen, was sich gerade in den USA vollzieht, erfassen. Trump versucht gerade eine "Revolution" von oben zu vollziehen, wenn man ihn gewähren lässt u. ihm nichts entgegensetzt. Das geht nur durch kritische Medien, die Justiz, wie jetzt geschehen u. den Protest der Straße, damit sich in zwei bzw. vier Jahren die Mehrheitsverhältnisse ändern. Und vielleicht durch "vernünftige" republikanische Abgeordnete.
Übrigens es gibt für Christen nicht nur ein Thema ("Abtreibung"), sondern auch das geborene Leben, das es genauso zu schützen gilt.


Und eine Person in einem christlichen Forum zu beleidigen ("Killery"), finde ich nicht in Ordnung. Hillary Clinton war nie in einer politischen Position, um die "Abtreibungsgesetze" praktisch zu beeinflussen, die es in den USA seit Jahrzehnten gibt, auch unter den republikanischen Präsidenten. Leider! Leider! ;(
Meine neue FB-Homepage mit eigenen christlichen Gedichten, Gebeten u. spirituellen Fotos, auch aufrufbar ohne FB-Registrierung: https://www.facebook.com/gedichteundgebete/

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Mystiker« (09.02.2017, 17:08)


Beiträge: 2 308

Wohnort: 1010, WIEN

Beruf: Kath.Priester des röm.Ritus (Stephansdom) u.Erzpriester des byzant.Ritus(für Ukrainer) / Gymnasiallehrer ( Rk ) i.R.

23

09.02.2017, 17:35

@Mystiker

Danke für Ihre ausgewogene Stellungnahme, ich wollte gerade etwas ähnliches schreiben. Die Amerikaner hatten bei der Wahl nur die Möglichkeit zwischen Pest oder Cholera auszuwählen. Natürlich ist es einseitig, als einziges kirchliches Thema nur die Abtreibung anzusprechen. Da könnte man in Österreich überhaupt nicht mehr zur Wahl gehen!Msgr. Franz Schlegl

Mystiker

Fortgeschrittener

24

09.02.2017, 18:39

Danke, lieber Monsignore!

Man weiß als Christ in Deutschland wirklich nicht, was man im Herbst wählen soll. Man muss immer Kompromisse eingehen, u. kann eigentlich nur das "kleinere Übel" wählen.

Bei manchen christlich orientierten Wählern in den USA, hat man den Eindruck, es ist ihnen nur wichtig, dass ein Kind geboren wird. Was mit dem geborenen Kind dann geschieht, ist nicht mehr ihr Thema, z.B. ob es eine Krankenversicherung hat u. medizinisch versorgt werden kann, wenn es krank oder behindert ist, ob es die notwendige soziale Unterstützung erhält, wenn es in eine Notlage gerät, ob die Eltern durch gerechte Löhne genug verdienen, um ihm ein angemessenes Leben zu ermöglichen, ohne dass beide Elternteile arbeiten gehen müssen, ohne dass die Reichen immer reicher u. die Armen immer ärmer werden, ob es auf eine kostenlose, gute öffentliche Schule gehen kann, ob es studieren kann, ohne dadurch sehr hoch zu verschulden, ob es als Afroamerikaner, Latino oder Jude gleichberechtigt behandelt wird, ob es vor den Waffen der Eltern geschützt ist, ohne durch einen Unfall ums Leben zu kommen oder einem Amoklauf in einer Schule zum Opfer zu fallen, ob es bei einem Fehltritt als minderjähriger Straftäter die Chance auf Resozialisierung bekommt, statt eine hohe Strafe, ob es ihm bei einem Verbrechen von der Justiz das Leben genommen wird, vielleicht sogar unschuldig durch einen Justizirrtum, ob es in einer Umwelt aufwächst, die bewahrt wird u. auch seinen Kindern u. Enkeln u. deren Nachkommen eine mögichst gesunde Umgebung ermöglicht, ohne dass die Welt durch den Klimawandel gefährdet wird, die es ob es in einer möglichst friedlichen Welt leben kann? Ob es als Kind in der 3. Welt durch die Förderung armer Länder, genug Nahrung, Trinkwasser, gesundheitliche Versorgung u. Bildung bekommt? Ist das Schicksal des geborenen Kindes unwichtig? Ist das bei einer Wahlentscheidung nebensächlich?
Meine neue FB-Homepage mit eigenen christlichen Gedichten, Gebeten u. spirituellen Fotos, auch aufrufbar ohne FB-Registrierung: https://www.facebook.com/gedichteundgebete/

corinquietum

Moderator

Beiträge: 1 594

Wohnort: Bad Waldsee

Beruf: Kath. Priester i.R

25

09.02.2017, 22:02

quote/ Hillary Clinton war nie in einer politischen Position, um die "Abtreibungsgesetze" praktisch zu beeinflussen, die es in den USA seit Jahrzehnten gibt, auch unter den republikanischen Präsidenten. Leider! Leider! ;([/quote]

Ich rate zur gründlichen Lektüre von "Die globale sexuelle Revolution" von Gabriele Kuby. z.B Seite 98; 108;186; vor allem 257f.

Nur als Vorschlag gedacht, denn ich bin nur ein pensionierter ehemaliger Landpfarrer, eben vom Dorf und was kann von da schon Gscheites kommen?!!

+L.
Wo immer Beifall für menschliches Machen in der Liturgie aufbricht, ist dies ein sicheres Zeichen, dass man das Wesen der Liturgie gänzlich verloren und sie durch eine Art religiös gemeinter Unterhaltung ersetzt hat." Card. J. Ratzinger

corinquietum

Moderator

Beiträge: 1 594

Wohnort: Bad Waldsee

Beruf: Kath. Priester i.R

26

09.02.2017, 22:28

RE: @Mystiker

Danke für Ihre ausgewogene Stellungnahme, ich wollte gerade etwas ähnliches schreiben. Die Amerikaner hatten bei der Wahl nur die Möglichkeit zwischen Pest oder Cholera auszuwählen. Natürlich ist es einseitig, als einziges kirchliches Thema nur die Abtreibung anzusprechen. Da könnte man in Österreich überhaupt nicht mehr zur Wahl gehen!Msgr. Franz Schlegl


Hillary nicht mit "Killery" benennen ist richtig!

Was aber ist sie dann nach Ihren obigen Worten, Pest oder Cholera?

+L.
Wo immer Beifall für menschliches Machen in der Liturgie aufbricht, ist dies ein sicheres Zeichen, dass man das Wesen der Liturgie gänzlich verloren und sie durch eine Art religiös gemeinter Unterhaltung ersetzt hat." Card. J. Ratzinger

Beiträge: 1 312

Wohnort: D/Rheinland-Pfalz

27

10.02.2017, 09:00

Es geht nicht nur um Abtreibung - auch die Erkenntnis, dass zumindest islamische Einwanderung aus christlicher Sicht nicht erwünscht sein kann, ist ein Meilenstein. Nur ergehen sich viele Christen immer noch in ihrem lemminghaften Fehlverständnis von "Nächstenliebe", anstatt die Gefahren islamischer Landnahme wahrzunehmen...
Darüber hinaus ist die Versöhnungsbestrebung mit Russland als friedenssichernde Maßnahme nicht hoch genug einzuschätzen.

Mein Fazit nach Trumps bisheriger Amtszeit: Er ist natürlich ein Showman, aber bisher hat er in meinen Augen nichts gravierend falsch, dafür aber schon vieles richtig gemacht.
"Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert."
Søren Kierkegaard

28

10.02.2017, 09:13

Johannes Hartl über Donald Trump


29

10.02.2017, 09:56

Nur ergehen sich viele Christen immer noch in ihrem lemminghaften Fehlverständnis von "Nächstenliebe", anstatt die Gefahren islamischer Landnahme wahrzunehmen...
Richtig! Wo kämen wir hin, wenn auf einmal unzählige deutsche Eichen zum Islam konvertierten? Burkatragende Harzgipfel? Nein, das kann doch niemand wirklich wünschen!

Man stelle sich vor, Christen würden Nächstenliebe wirklich leben! Nicht auszumalen. Tumulthaftes gegenseitiges Helfen.Liebe statt Haß! Als abschreckendes Beispiel betrachte man sich manche Muslime: sie nehmen die Religion einfach zu ernst. Sie missionieren in den Straßen, leben nach den Geboten ihrer Religionsgemeinschaft und lassen sich von Anfeindungen nicht vom Glauben abbringen. Das ist ein Affront! Wir Christen könnten doch da sicher als Vorbild dienen.

Gott ist groß!
"Monsieur, wenn ein Finger zum Himmel zeigt, schaut nur der Dummkopf den Finger an."
-- Die fabelhafte Welt der Amélie

Beiträge: 2 308

Wohnort: 1010, WIEN

Beruf: Kath.Priester des röm.Ritus (Stephansdom) u.Erzpriester des byzant.Ritus(für Ukrainer) / Gymnasiallehrer ( Rk ) i.R.

30

10.02.2017, 13:57

@cor inquietum/Küstenwächter

Lieber Mitbruder! Wenn Sie wollen, ist Hillary die Pest,Donald Trump die Cholera!
@ Küstenwächter: Ich bin geradezu entsetzt, als Seelsorger der griechisch katholischen Ukrainer ihre Worte bezüglich der Affinität von Donald Trump zu Russland und Wladimir Putin zu lesen! Wir steuern auf eine Katastrophe zu!
Haben Sie heute nicht in den Mittagsnachrichten gehört, dass die russische Aggression in der Ostukraine gegen unschuldige Menschen auf brutalste Weise fortgesetzt wird? Die EU hat den Ministerpräsidenten der Ukraine eingeladen und wird das bedrohte ukrainische Land mit einer hohen Summe unterstützen! Eine Achse Putin-Trump wäre das Ende der Ukraine, wohl auch der baltischen Staaten, sowie das Ende der griechisch katholischen Kirche,die im 20. Jahrhundert den höchsten Blutzoll des Martyriums bezahlt hat.
Ich bitte Sie dringend größere politische Zusammenhänge zu beachten. Die USA ist schuld an der Destabilisierung des Irak, Ägyptens, Libyens und Syriens, Johannes Paul II hat es deutlich gesagt. Schon damals waren Geschäftsgangster an der Regierung, das ist jetzt nicht anders.
Übrigens hätte ich mir auch von Hillary Clinton NICHTS, aber schon gar nichts erwartet, außer noch höhere Zahlen beim Mord an ungeborenen Kindern. Beten Sie auch bitte für die Ukraine, dass sie vor Trump und Putin beschützt werde!Msgr. Franz Schlegl

Mystiker

Fortgeschrittener

31

10.02.2017, 17:13

Ein Einreiseban für bestimmte Staaten für 120 Tage, könnte die Einwanderung von Moslems in die USA mittelfristig gar nicht aufhalten. Denn für eine längere Zeit, ließe sich so ein Gesetz politisch nicht aufrechterhalten. Das ist also kein Argument für die Einschränkungen, schon eher die Terrorgefahr, aber es fehlen wesentliche Staaten, aus denen islamistischer Terror kommt, mit denen die USA jedoch enge Verbindungen pflegen, wie z.B. Saudi-Arabien, Ägypten, die Golfstaaten, die Türkei, Afghanistan, Pakistan u. die Maghrebstaaten. Beim Terroranschlag 2011 kamen 15 der 19 Attentäter aus Saudi-Arabien, einer aus Ägypten, einer aus dem Libanon, zwei aus den Vereinigten Arabbischen Emiraten. Kein Staatsbürger aus den von Trumps Dekret betroffenen Ländern, hat einen Anschlag in den USA begangen. Da in den USA, im Gegensatz zu Europa, schon lange kein Terroranschlag mehr verübt wurde, besteht keine unmittelbare Gefahr. Deshalb wird das Dekret Trumps von den Gerichten sehr wahrscheinlich abgelehnt werden. Strenge Einreisekontrollen würden reichen.
Außerdem führt Trumps Bann zu mehr Hass auf den Westen u. könnte zu einer Radikalisierung u. zu mehr Anschlägen führen, ist also kontraproduktiv.

Der Anteil der US-Amerikaner, die islamischen Glaubens sind, lag 2011 bei ca. 0,8%, in Deutschland aktuell 5-6%. Die unter konservativen Christen oft geäußertet Befürchtung einer "Islamisierung" ist also unrealistisch.

Die Affinität vieler konservativer Christen zu Putins Russland, ist für mich nicht nachvollziehbar! Ich habe die gleiche Meinung wie Sie, Monsignore Schlegl. Es wird oft vergessen, dass Putin ist ein ehemaliger KGB-Beamter ist, der das Land immer autoritärer zu regieren versucht, die Krim widerrechtlich annektiert hat u. für den grausamen Bürgerkrieg in der Ostukraine verantwortlich ist. Da sollte uns die USA, ein Land, mit dem wir schon lange befreundet sind u. das zu unserer westlichen Wertegemeinschaft gehört, doch wohl näher sein. Ich persönlich liebe Rußland, das Land an sich u. die umliegenden Staaten, weil meine historischen Wurzeln in Teilen dort liegen mögen u. ich meine eine "russische Seele" zu haben, aber nur das Land u. seine in seiner Geschichte immer schon unterdrückten, sehr armen Bevölkerung, aber nicht seine Herrscher. Der Westen sollte es jedoch auch nicht übertreiben. Putin ist wahrscheinlich im Vergleich zu möglichen anderen Präsidenten das kleinere Übel u. einigermaßen berechenbar. Eine Gefahr für die baltischen Staaten oder für andere zur NATO gehörende osteuropäische Länder, kann ich nicht erkennen. Einen sehr teure, Rußland provozierende Raketenabwehrschirm halte ich für übertrieben! Daran wird aber Trump festhalten, wie aus dem ersten Telefonat mit Putin hervorgeht. Außerdem plant Trump eine militärische Aufrüstung u. will die Abrüstung zwischen beiden Ländern zurückfahren. Putin kann auch kein Interesse daran haben, der sich der amerikanische Einfluss in Syrien vergrößert. Trump würde es politisch nicht überleben, würde er mit dem Kriegsverbrechen an der eigenen Bevölkerung verübenden Assad u. den Russen, die in dem Krieg keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nehmen, zusammenarbeiten wollen. Beide Länder haben so gegensätzliche Interessen u. Putin u. Trump sind autoritär geprägte Alpha-Tiere, dass es m.E. ganz schnell zu Konflikten zwischen den beiden kommen wird. Darin sehe ich die eigentliche Gefahr.
Meine neue FB-Homepage mit eigenen christlichen Gedichten, Gebeten u. spirituellen Fotos, auch aufrufbar ohne FB-Registrierung: https://www.facebook.com/gedichteundgebete/

32

11.02.2017, 14:39

Clinton sagte nach der Tötung Ghadafis,

hocherfreut: " Wir kamen, wir sahen,er starb".

Geht es den Lybiern heute dadurch besser?
Sie sterben vor Glück.
(sarkasmus off)

33

11.02.2017, 15:45

RE: Clinton sagte nach der Tötung Ghadafis,

hocherfreut: " Wir kamen, wir sahen,er starb".

Geht es den Lybiern heute dadurch besser?
Sie sterben vor Glück.
(sarkasmus off)
Ich danken Ihnen für diese eindrückliche prägnante unwiderlegbare Beweisführung, daß Trump auf jeden Fall Hillary vorzuziehen ist. Trump würde auf keinen Fall ein Zitat von Caesar verstümmeln. Ist die Welt einfach nocht nicht bereit für sein Genie?

Schade, daß Ghadafi Geschichte ist. Sie würden sicher auch für ihn noch ein nettes Plätzchen in Regierungsverantwortung finden.
"Monsieur, wenn ein Finger zum Himmel zeigt, schaut nur der Dummkopf den Finger an."
-- Die fabelhafte Welt der Amélie

Mystiker

Fortgeschrittener

34

11.02.2017, 20:03

Das war eine menschenverachtende Aussage von Hillary. Es bringt aber nichts, fast zwanghaft belegen zu wollen, dass Trump der bessere Präsident ist, indem man Hillary kritisiert, die Geschichte ist. Man sollte die Politik des US-Präsidenten bewerten u. nicht die der Ex-Außenministerin.

Unter Trump, der über die Wiederenführung der Folter nachdenkt, ist m.E. mit einer Kontinuität der US-Außenpolitik zu rechnen, die wahrscheinlich noch sehr viel aggressiver werden wird.

Im Jemen ist gerade ein allerdings noch von Obama geplanter Militäreinsatz missglückt, bei dem viele Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder ums Leben gekommen sind.

http://www.n-tv.de/politik/Jemen-untersa…le19692709.html
Meine neue FB-Homepage mit eigenen christlichen Gedichten, Gebeten u. spirituellen Fotos, auch aufrufbar ohne FB-Registrierung: https://www.facebook.com/gedichteundgebete/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mystiker« (11.02.2017, 22:25)


Klomb

Meister

Beiträge: 2 201

Beruf: Wächter der Rechtgläubigkeit ;)

35

12.02.2017, 16:04

Um mal etwas positives herauszustellen:

Durch Trump werden die Illusionen geradegerückt, daß Politik irgendetwas mit Moral und Benevolenz zu tun habe. Die Erwartungen an Obama (Obama selber nicht, das Chaos in Libyen, Syrien, Afghanistan, Irak, Jemen und infolgedessen auch bei uns ist auch sein Werk) haben das suggeriert, auch unsere riesengroße Koalition tut so.

Aber Politik war noch nie gut und kann es auch nie sein. Ich erinnere an 1. Sam. 8.: Der Herrscher nimmt euch eure Söhne für seinen Krieg, eure Töchter für Fronarbeit, eure Ernte, Rinder, Esel und gibt sie seinen Großkopferten und ihr müßt seine Knechte sein. An jenem Tag werdet ihr wegen des Herrschers, den ihr euch erwählt habt, um Hilfe schreien, aber der Herr wird euch an jenem Tag nicht antworten.

Wie kann also von der Politik irgendetwas gutes kommen? Wie kann aus Enteignung Gerechtigkeit werden? Wenn unsere Regierungen so gut wären, würden sie nicht erst anfangen, die Eigentumsrechte ihrer Steuerzahler zu beachten, bevor sie für militärische Abenteuer, Glücksritter, unwirschaftliche Industrien und Denkmäler Geld verprassen, das ihnen nicht gehört?

Ich glaube, ein Teil der Irritationen um Trump liegt auch in der Desillusionierung über die Politik. Die Erwartung, daß ein Präsident nach der Amtsübernahme irgendwie gleichsam durch ein "Herrschercharisma" weise, gerecht und milde werde, trügt. Tja!

Aber weil die amerikanischen Gründerväter Gott sei Dank nicht so einer Staatsvergötterung anhingen, haben sie Checks and Balances in die Verfassung eingebaut, an die sich auch der POTUS halten muß. Ein Teil davon konnten wir schon sehen, nämlich indem die Gerichte seinen Erlaß zum Einreiseverbot aufgehoben haben.

Thema bewerten