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17.07.2017, 11:31

Herz Jesu – Fest. (13) Pater Eugen Mederlet OFM. 18.06.1982. Kassette 466

Seht, dass gibt uns Mut zu leben. Man spricht heute immer von Selbstvertrauen, Vermehrung des Selbstbewusstseins für all die Entmutigten und depressiven Leute. Auf was kann ich mich denn vertrauen? Depressionen zu haben, ist das einzig Richtige, wenn ich auf mich selbst baue. Wo habe ich denn einen Grund zum Selbstvertrauen? Mit was bin ich denn, außer durch die Zeugung auf die Welt gekommen? Was habe ich denn dazu neu gewonnen. Ich bin doch geworden. Ich bin ja nicht aus mir, da kann ich doch nicht auf mich verrauen? Aber es wird alle, alle, alle Unsicherheit, all dieses sich minderwertig Fühlen, alles wird aufgelöst, alles ist Verlorensein, was ja heute viele zum Selbstmord bringt, da sie eben auf sich selbst bauen und das Selbst nicht hält. Das würde alles aufgelöst, wenn ich darin mein Selbstbewusstsein hätte, dass er mich liebt, dass ich so sündig wie ich bin und so erbärmlich, so belastet, so erniedrigt, geliebt von Gott bin.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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18.07.2017, 09:48

Herz Jesu – Fest. (14) Pater Eugen Mederlet OFM. 18.06.1982. Kassette 466

Wir wollen es nur nicht zugestehen und nach außen große Dinge tun, aber inwendig weiß ich heimlich, dass es nur Schmutz ist, dass es inwendig unedel ist, dass man aus sich gar nicht leben kann. Und dass wir das ganz ehrlich erschauen in seiner Dornenkrone, in seinem blutüberströmten Antlitz, in seinem durchbohrten Herzen, es schauen und erkennen wer wir sind und an die Brust klopfen.

Gott, sei meiner Sünde gnädig. Und dann sagt er: Komm doch, komm doch an mein Herz. Lasst es uns wagen, so schmutzig wie wir sind, in dieses Heiligtum einzutreten in sein Herz. Wir dürfen schmutzig eintreten. Das ist ja sein Verlangen: Komm doch! Anders können wir ja nicht eintreten. Er muss uns ja zuerst reinigen. Er muss uns ja zuerst in sein Herz nehmen, um es dort zu waschen in seinem Blut, in dieser Liebesglut zu verbrennen, was in uns so sündig ist, um uns umzuwandeln und uns zu zeugen aus dem Schoß der Kirche.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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19.07.2017, 09:25

Herz Jesu – Fest. (15) Pater Eugen Mederlet OFM. 18.06.1982. Kassette 466

Was ist denn Eucharistie? Als Geburt Jesu aus dem Schoß der Kirche, wie aus Maria. Wir empfangen doch jetzt im Heiligen Geist und die Kirche gebiert uns Jesus. Wir können ja nur rein werden im Herzen Jesu und das ist im Herzen der Kirche.

Das gibt uns doch Zuversicht. Wir können von all den Belastungen und alles was der Egoismus angeboren schon in mir verdorben hat, schon da ich kam, da ich wurde, heil werden, es wird heil, heil, indem er mich an sein Herz nimmt.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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20.07.2017, 10:37

Herz Jesu – Fest. (16 und Schluss) Pater Eugen Mederlet OFM. 18.06.1982. Kassette 466


Ich habe in diesen Tagen bei Angela von Foligno gelesen, wie sie schaute, dass Jesus in seinen unaussprechlichen Schmerzen aus allen Gelenken, die vielen Menschen, die sich um ihn scharrten, an sich zog und sein Herz küssen ließ. Schaut, ich habe gebetet, dass er einen jeden von uns heute an sich zieht, dass er, wenn wir uns weigern – sei es aus Stolz, sei es aus Scham, dass er uns sanft dazu bewegt, an sein Herz zu kommen und ihn zu küssen.

Wie würden wir es denn wagen, ihn zu empfangen. Es geht ja noch viel tiefer. Das ist ja doch das, dass er uns an sein Herz zieht, dass wir in sein Herz eingehen und er in uns.

Was ist denn sonst die Communion? Wir wollen es heute einmal glauben, uns küssen lassen und wagen, ihn zu küssen.

Amen.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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24.07.2017, 12:25

Herz Jesu – Fest. (Gesamttext 1) Pater Eugen Mederlet OFM. 18.06.1982. Kassette 466



Geliebte im Herrn!

Es ist eigenartig, dass heute die meisten nichts mehr anfangen können mit Herz Jesu – Verehrung. Im gewissen Sinn auch verständlich. Verständlich deshalb, weil wir ja nur noch Materie sehen. Der Leib ist nur noch ein biologisches Gefüge für die meisten unter uns. Sie wachsen so auf, man lernt es so in der Schule, bis dahinein, dass alles was in der Liebe der Ehe geschieht, auch nur noch Biologie ist. So ist das Herz auch nur noch eine Pumpe, eine sehr komplizierte, wenn man studiert, was da alles passiert im Blutkreislauf und sonst nichts.

Aber so ist auch die Erde nichts als eine Gestalt, um sie auszunutzen. Wir schauen nicht mehr hindurch, weil wir in unserem eigenen Herzen nicht mehr leben. Wir leben nur noch nach außen. Wir leben nur noch in Beziehung von Gewinn, Lustgewinn, Machtgewinn, Geltung, Eigentumsgewinn, Besitz immer in der Begierde, das was Johannes die dreifache Begierlichkeit nennt. Alles in der Welt ist Begierde der Augen, Begierde des Fleisches und Hoffahrt des Lebens. Das ist eben das was Weltgesinnung ausmacht, und darin leben wir und finden das natürlich.

Da der Glaube immer mehr schwindet, wird alles ausgelöscht. Ich habe das oft verglichen mit einem herrlichen Kathedralfenster, mit diesen alten Glasmalereien. Wenn man die anschaut, denkt doch niemand daran, dass das Glas und Blei ist, sondern das Geheimnis leuchtet einem auf. Wenn ich es aber von außen betrachte, ist es schwarz, es ist dann noch Glas dabei und wenn wir denken, dass auch noch eine Bombe hineinfällt und das Glas zersplittert auf der Erde, was hat das für einen Wert? Ein paar Glasstückchen und verbogene Bleistäbchen. Das kann man wegwerfen.

So ist unser ganzes Leben geworden. Wir schauen nicht mehr durch das Licht wie es durchschaut beim Glasfenster. Das Licht des göttlichen Erkennens, der Offenbarung, das Licht des Glaubens scheint nicht mehr hindurch durch alle Dinge, um das Geheimnis, das göttliche Geheimnis erschauen zu können. Es ist in allem, in unserem ganzen Leben, das in jedem Teil unseres Leibes liegt, in jeder Blume, in jedem Grashalm, in jedem Menschen, dem wir begegnen, ist alles ein göttliches Geheimnis. Es sind himmlische Welten, die uns hier irdisch begegnen.

So sieht Johannes das Geschehen von der Durchbohrung des Herzens und dem Herausfließen von Blut und Wasser. Das muss ein göttliches Geheimnis sein, sonst wäre es nicht so feierlich im Alten Bund Jahrhunderte vorher schon verkündet worden. Das von „keinem Bein zerbrechen“ ist ja schon bei Mose gesagt. Im Zeichen des Osterlammes, durfte kein Bein zerbrochen werden. Und zwar als Zeichen auf Jesus hin, das wahre Osterlamm.

Das ist ja hier geschehen. Johannes bezeugt es: Das ist hier geschehen. Es ist das Eigenartige, dass den anderen die Beine zerbrochen werden. Denn, solange sie noch ein wenig Atem haben, noch am Leben sind, können sie am Kreuz nur noch etwas atmen, wenn sie sich auf den Nägeln der Füße ein wenig heben können. Wenn die Beine zerschlagen sind, ersticken sie. Es ist das Eigenartige, dass das bei Jesus die Ausnahme ist. Ihm werden die Beine nicht zerbrochen, weil ihm das Herz durchstochen werden soll. Das ist der Grund. Das ist schon verkündet mit dem Osterlamm, und schon verkündet, dass sie ihn durchbohren werden und dann auf ihn schauen, auf den, den sie durchbohrt haben.

Die Glaubenden, die wenig Glaubenden, wirklich er selber, der die Lanze in sein Herz stößt, er hat ja ausgerufen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn! Das ist kein Glaube. Wie konnte dieser glauben, dass es Gottes Sohn ist? Weil er das Geheimnis durchschaut, es leuchtet eben das Licht Gottes aus diesem Herzen in sein Herz, das in irgend einer Weise in Demut bereitet war, diese Gnade zu empfangen und auf sie einzugehen.

Die Hohepriester und Schriftgelehrten standen da und haben das gleiche gesehen. Ihr Herz war nicht bereit. Und dieser Heide, dieser Soldat, dem geht das Licht auf aus diesem Herzen, da Blut und Wasser herausfließt. In diesem Zeichen erkennt er Gott und erkennt, das ist die Liebe, die sich hier opfert. Was für ein Glaube! Was muss das für eine Wirkung des Heiligen Geistes in seinem Herzen gewesen sein!

Und wir, die wir alle Heiligen, alle Zeugnisse aus all den Jahrhunderten haben und die Kommunion empfangen - , uns lässt es kalt. Dieser Mann, dieser Longinus, der beschämt uns, ist ein Zeichen, welche Vollmacht, welche Umwandlungskraft, welche Erleuchtungskraft aus dem geöffneten, durchbohrten Herzen Jesu in die Menschen eingeht.

Wenn wir das glauben würden, wir würden verwandelt wie dieser Longinus. Der stößt ja noch selber die Lanze hinein und ist dann erfüllt von dem, was aus dem Herzen strömt mit Blut und Wasser: die ganze Kirche. Der ganze Liebesstrom, der Schmerzensstrom der Welt, das hat Johannes geschaut, er hat es geschaut. Darum hat er auch, er allein, so geheimnisvoll berichtet und es angedeutet durch diese Schriftstellen, was hier in dieser Durchbohrung des Herzens und dem Herausfließen von Blut und Wasser, hier das Geheimnis der ganzen Welt ist; das hier die Quelle allen Lebens ist.

Er wird es ja in seinem Brief wiederum sagen, dass der Sohn Gottes gekommen ist im Wasser und im Blut. Er betont dann noch einmal: Nicht nur im Wasser, sondern im Wasser und im Blut.

Ich weise dann darauf hin, warum er das so betonte „Im Wasser und im Blut“.

Johannes sagt es in seiner Art das ganz geheimnisvollen Sprechens. Es sind tiefste Geheimnisse, die er in Offenbarungsworten uns sagt, die er aus dem Herzen Jesu selber hat, die nur langsam im Voranschreitenden eingeführt werden aus dem Herzen Jesu und uns offenbar werden können. Er sieht es schon, dass hier Taufen aus dem Herzen fließen und die Kirche damit aus dem Herzen hervorgeht.


Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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24.07.2017, 12:25

Herz Jesu – Fest. (Gesamttext 2) Pater Eugen Mederlet OFM. 18.06.1982. Kassette 466


Er erschafft hier und befruchtet seine Vermählung. Hier ist Vermählung, da Jesus sein Blut in die Kirche hineinschenkt: Blut und Wasser. Damit befruchtet er sie, damit sie selbst zur Mutter wird, die in der Taufe, in diesem Wasser, dass er aus seiner Seite in sie einströmen lässt, die Kinder zum Leben gebären kann, zu seinem, Jesu, Leben.

Wie eine irdische Mutter zum Leben des Vaters das Kind gebiert, so gebiert die Kirche aus dem Herzen Jesu, aus dem Wasser das sie aus der Seite Jesu empfängt. Es ist eine Vermählung, wo er seine Braut befruchtet, seiner Braut in dieser Vermählung das Leben eingießt, dass sie nun gebären kann. Darum kann sie taufen, in der Taufe Kinder zum Leben des Vaters in Jesus, aus dem das Leben kommt und dann des himmlischen Vaters zum Leben gebiert.

Und „das ist mein Leib, das ist mein Blut“. Wir haben es schon oft betrachtet, dass das Vermählungsworte sind. In der Ehe geben sich liebende Ehegatten den Leib hin. Hingabe des Leibes. So hat man es früher wenigstens gesagt. Heute sagt man es brutaler, weil es ja nur noch physiologisches Geschehen ist, bei den heutigen Menschen. Hingabe des Leibes. Ein Geschenk, dem anderen ein Zeichen des Leibes sich selbst ganz anzuvertrauen. Darum sagt ja auch Paulus: Der Leib des Mannes gehört ja nicht mehr ihm, sondern der Frau. der Leib der Frau gehört nicht ihr, sondern dem Mann.

So sagt Jesus im Abendmahl: Der Leib gehört nicht mir. Da nehmt ihn, ich gebe ihn euch hin. Er gibt seinen Leib in seine Kirche hinein, tiefer als es je angedeutet werden kann; denn er gibt seinen Leib in den Schoß, ins Herz, ins innerste des Lebens - der Kirche. Und er gibt sein Blut hinein. Sein Blut, das alles neu schafft, das alle Sünden tilgt und ein neues Leben durch das Innerste der Seele, das Innerste des Menschen zieht. Leib und Seele, der ganze Mensch lebt aus seinem Leben, sein Blut heilt.

Wir sagen ja blutsverwandt, vom Blute des Geschlechts, vom adeligen Blut usf. Wir sind vom Blute Jesu, von ihm gezeugt, da sein Blut hineinkam in Wasser und in Blut.

Da hat er seine Kirche an sich gezogen, diese aussätzige, sündige Kirche, die ihm die Dornenkrone aufsetzt, die ihn geißelt und verschmäht, zieht er an sich und schafft sie neu. Wie es schon heißt bei Zefanja: Ich schaffe dich neu in meiner Liebe. Ich tanze Reigen mit dir wie am Tag der Hochzeit. Ich schaffe dich neu in meiner Liebe.

Und dieses Fließen des Wassers ist zugleich der Heilige Geist. Es heißt, er sagt selbst:

Wer glaubt, der komme zu mir und trinke. Es werden Ströme lebendigen Wassers von seinem Leibe fließen.

Das sagt Johannes und damit meint er den Heiligen Geist; denn die ihn empfangen, werden an ihn glauben.

Wasser und Geist ist das eine Geheimnis aus dem die Kirche ihre Kinder gebiert. Sie wird mit dem Strom des Heiligen Geistes erfüllt, damit sie gebären kann, damit sie das ganze Leben Jesu empfängt, damit sie die ganze Offenbarung, den ganzen Gnadenschatz empfängt wie Maria unter dem Kreuz den Leib Jesu empfangen hat in ihrem Schoß, die ganze Erlösungsgnade, den ganzen Liebesschatz und Liebesstrom. So empfängt und wird die Kirche hier erschaffen durch die Zeugung und empfängt den Heiligen Geist.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Matthäus« (24.07.2017, 12:31)


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24.07.2017, 12:25

Herz Jesu – Fest. (Gesamttext 3) Pater Eugen Mederlet OFM. 18.06.1982. Kassette 466


Nun gab es damals die Gnostiker. Ich sage damals, sie gehen durch alle Zeiten und haben heute eine hohe Blüte. Die nahmen nur das Wasser an und das Blut nicht. Also: Wasser ja, Blut nein. Wie man heute sagt: Christus ja, Kirche nein. Oder: Christus ja, aber Kreuz nein; Auferstehung ja, Kreuz nein. Das gab es schon immer, die das Leiden ablehnten und nur Erkenntnis haben wollten: Verstand, Theologie, die selbst versteht und das Verstehen als die eigentliche Aufgabe sieht und die Verkündigung nur noch Verstand und damit vor Verstand von den Geheimnissen nichts mehr verstehen kann. Die Geheimnisse löschen sie aus, und darum hat die Verkündigung keine Kraft mehr, dann werden die Herzen nicht mehr bewegt, man kann ihre Sünden nicht mehr offenbaren.

Die unter dem Kreuz davon erfasst wurden, haben an die Brust geklopft und in dem Antlitz des Verwundeten, des sterbenden Gottes erkannt: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn.

Aber die Gnostiker sehen nur noch Verstand, nur noch Wasser als Zeichen des Heiligen Geistes, der mich erleuchtet. Und je tiefer ich erleuchtet werde, um so reiner werde ich, und dann werde ich auch nicht mehr leiden. Da können wir erlöst werden durch unseren Verstand, durch die fortschreitende Erkenntnis, Fortschritte der Technik, Fortschritte der Wirtschaft, Fortschritte der Psychologie, da ist alles noch Erlösung, das was man noch annimmt, nämlich das Wasser, der Heilige Geist; also Erkenntnis. Das war damals schon so. Und gegen das hat Johannes gekämpft mit der ganzen Glut seiner Liebe um den wahren Jesus.

Darum „Das Wort ist Fleisch geworden“, wer nicht bekennt, dass der Sohn Gottes im Fleisch gekommen ist, das heißt, in diesen gekreuzigten Wunden, zerschlagenem Herzen, das alle Sünden tragende Lamm, das geschlachtet wird am Kreuz. Wer nicht glaubt, nicht bekennt, dass der Sohn Gottes im Fleisch gekommen ist, sagt er, ist der Antichrist. Dieser Antichrist geht durch die Welt.

Gott ist im Fleisch gekommen, im Blut. Und nur dieses Blutvergießen schafft die Kirche; nur das Leiden und Sterben Christi, das geöffnete Herz, das durchbohrte Herz , das gemordete von aller Weltsünde und in einer unaussprechlichen Liebe zum Vater im Gehorsam schafft er die Kirche.

Franziskus hat in die Wunden gelebt. Er hat sie empfangen. Das heißt, nicht nur so schön bequem in Wunden leben, wo ich getröstet werde, sondern verwundet von seinen Wunden. Das sehen wir bei Franziskus. Er hat die Herzwunde empfangen und zwar die Schmerzen der Wunde. Er hatte die Schmerzen der Kreuzigung. Nicht nur so eine Zierde, wie wir da so oft betrachten. Das war so eine schöne, herrliche Belohnung und ausgezeichnet als großer Heiliger. Er hat ihn so geliebt, dass er ihn Anteil nehmen ließ an dieser unaussprechlichen Verwundung der Liebe. Die Liebe ist eine Wunde. Nur die blutende Liebe ist Liebe, das zeigt uns Gott. Denn Gott ist die Liebe und seine Liebe ist blutend und deshalb „im Wasser und im Blut“, diese tiefe Erkenntnis, dass wir in die ganze Fülle Gottes eingeführt werden, dass wir die Länge und die Breite, die Höhe und die Tiefe erkennen. Das ist Erkenntnis im Leiden Christi, im Wasser und im Blut. Nur wer diese Verwundung, dieses Leiden, das Kreuz annimmt, nur der kann auch von diesem Wasser der Erkenntnis des Schauens der Geheimnisse erfüllt werden. Beides gehört zusammen. Nicht nur im Wasser kam Gott so, sondern im Wasser und im Blut. Das ist das Herz Jesu. Das Herz, in dem die ganze, unendliche Fülle der ganzen göttlichen Liebe schlägt mit jedem Pulsschlag.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Matthäus« (24.07.2017, 12:36)


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24.07.2017, 12:40

Herz Jesu – Fest. (Gesamttext 4 und Schluss) Pater Eugen Mederlet OFM. 18.06.1982. Kassette 466


Wir sagen doch auch: ich liebe dich herzlich. Oder wir schreiben: Herzliche Grüße. Wir sagen nicht kopfliche Grüße. Das habe ich noch nicht gehört. Aber da zeigt sich doch, dass wir es noch ahnen, obwohl wir es nicht mehr füllen. Wer hat denn wirklich noch herzliche Grüße, wenn er es schreibt? Hier und da vielleicht schon, aber meistens ist es eine mechanische Sache. Wenn wir noch leben würden in den heiligen Zeichen, dass das alles etwas sagt, dann würde Herz wieder sagen: Meine tiefste, opferstarke und erkennende Liebe, die umfasst und Dornen an sich drückt, die jeden annimmt mit aller Verwundung, die er eben bildet, das ist herzliche Liebe, die Liebe des Herzens Jesu, des Herzens Gottes.

„Mein Herz dreht sich um“, sagt Gott im Alten Bund, da er ja selbst sein Volk geschlagen hat. Wie es bei Jesaja heißt: Wohin soll ich dich noch schlagen? Vom Scheitel bis zu den Füßen bist du schon wund von allem wo ich dich schlage und du hörst nicht auf mich. Und wie er selbst sein Volk geschlagen hat, dreht es ihm das Herz um, Gott. Gott kann nicht mehr weiter. Es dreht ihm das Herz um und sagt, ich muss mich deiner erbarmen und zieht ihn an sein Herz und empfängt von ihm die Herzwunde. So tritt halt in mein Herz, so stoß mir die Lanze hinein. Wenn ich dich nur in meinem Herzen behalten kann, auch wenn du mich zu Tode quälst mit deinen Sünden, und mich verwundest bis in die tiefste Seele mit deiner Undankbarkeit, wenn du nur in meinem Herzen bleibst.

Seht, dass gibt uns Mut zu leben. Man spricht heute immer von Selbstvertrauen, Vermehrung des Selbstbewusstseins für all die Entmutigten und depressiven Leute. Auf was kann ich mich denn vertrauen? Depressionen zu haben, ist das einzig Richtige, wenn ich auf mich selbst baue. Wo habe ich denn einen Grund zum Selbstvertrauen? Mit was bin ich denn, außer durch die Zeugung auf die Welt gekommen? Was habe ich denn dazu neu gewonnen. Ich bin doch geworden. Ich bin ja nicht aus mir, da kann ich doch nicht auf mich vertrauen? Aber es wird alle, alle, alle Unsicherheit, all dieses sich minderwertig Fühlen, alles wird aufgelöst, alles ist Verlorensein, was ja heute viele zum Selbstmord bringt, da sie eben auf sich selbst bauen und das Selbst nicht hält. Das würde alles aufgelöst, wenn ich darin mein Selbstbewusstsein hätte, dass er mich liebt, dass ich so sündig wie ich bin und so erbärmlich, so belastet, so erniedrigt, geliebt von Gott bin.

Wir wollen es nur nicht zugestehen und nach außen große Dinge tun, aber inwendig weiß ich heimlich, dass es nur Schmutz ist, dass es inwendig unedel ist, dass man aus sich gar nicht leben kann. Und dass wir das ganz ehrlich erschauen in seiner Dornenkrone, in seinem blutüberströmten Antlitz, in seinem durchbohrten Herzen, es schauen und erkennen wer wir sind und an die Brust klopfen.

Gott, sei meiner Sünde gnädig. Und dann sagt er: Komm doch, komm doch an mein Herz. Lasst es uns wagen, so schmutzig wie wir sind, in dieses Heiligtum einzutreten in sein Herz. Wir dürfen schmutzig eintreten. Das ist ja sein Verlangen: Komm doch! Anders können wir ja nicht eintreten. Er muss uns ja zuerst reinigen. Er muss uns ja zuerst in sein Herz nehmen, um es dort zu waschen in seinem Blut, in dieser Liebesglut zu verbrennen, was in uns so sündig ist, um uns umzuwandeln und uns zu zeugen aus dem Schoß der Kirche.

Was ist denn Eucharistie? Als Geburt Jesu aus dem Schoß der Kirche, wie aus Maria. Wir empfangen doch jetzt im Heiligen Geist und die Kirche gebiert uns Jesus. Wir können ja nur rein werden im Herzen Jesu und das ist im Herzen der Kirche.

Das gibt uns doch Zuversicht. Wir können von all den Belastungen und alles was der Egoismus angeboren schon in mir verdorben hat, schon da ich kam, da ich wurde, heil werden, es wird heil, heil, indem er mich an sein Herz nimmt.

Ich habe in diesen Tagen bei Angela von Foligno gelesen, wie sie schaute, dass Jesus in seinen unaussprechlichen Schmerzen aus allen Gelenken, die vielen Menschen, die sich um ihn scharrten, an sich zog und sein Herz küssen ließ. Schaut, ich habe gebetet, dass er einen jeden von uns heute an sich zieht, dass er, wenn wir uns weigern – sei es aus Stolz, sei es aus Scham, dass er uns sanft dazu bewegt, an sein Herz zu kommen und ihn zu küssen.

Wie würden wir es denn wagen, ihn zu empfangen. Es geht ja noch viel tiefer. Das ist ja doch das, dass er uns an sein Herz zieht, dass wir in sein Herz eingehen und er in uns.

Was ist denn sonst die Communion? Wir wollen es heute einmal glauben, uns küssen lassen und wagen, ihn zu küssen.

Amen.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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24.07.2017, 13:00

Das Petrusamt ein Geheimnis der Brautschaft (1), Pater Eugen Mederlet OFM, 13. Sonntag im Jahreskreis, 19. Juni 1980, Mt 16, 13-19

Geliebte im Herrn!

„Ich gebe dir die Schlüssel des Himmelreiches. Was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein. Und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“

Wenn wir diese Worte anbetend in uns aufnehmen und uns erleuchten lassen, dass uns einiger Schimmer der abgrundtiefen Geheimnisse aufleuchtet, dann werden wir doch eigentlich erschüttert über die Auslieferung des Himmel an die Erde.

Der Himmel muss mit göttlicher Gewissheit und mit göttlichem Auftrag, im Willen des Dreieinigen Gottes alles vollziehen was Petrus tut.

„Was du auf Erden binden wirst, wird im Himmel gebunden sein. Was du auf Erden lösen wist, wird auch im Himmel gelöst sein.“

Und wenn es hier heißt „im Himmel“, dann bedeutet das ja den auferstandenen Christus; es bedeutet den Vater selbst. Die Engel und Heiligen sind ja in ihm, in Christus, und sind in Maria, der Braut. Im letzten heißt es also: Der Vater selbst beugt sich unter dich. Und dass der Vater sich unter Petrus beugt, hat er ja gezeigt, bewiesen dadurch, dass er seinen Sohn, da er Mensch wird, unter Maria stellt, unter das Gesetz stellt, unter den Hohen Rat stellt, und nun, in der Eucharistie in die Hände des Priesters ausliefert. Er hat wirklich seinen Sohn in die Niedrigkeit gesandt. Und daran entscheidet sich das ewige Heil: Ob wir die Erniedrigung Gottes selbst unter den Menschen, unter die Kirche, unter Petrus annehmen oder nicht. Daran hat sich auch das Heil der Engel entschieden. Darum hasst Satan mit seinem ganzen höllischen Heer so unsäglich Maria, eigentlich noch mehr als Jesus selbst.

Auf alle Fälle ist ihm das die noch unerträglichere Demütigung, weil er ja eben dem Sohne Gottes, Gott selbst, auch dem Vater (der Vater ist ja im Sohn), dem Dreieinigen Gott hinabfolgen soll in den Gehorsam unter die Frau.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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24.07.2017, 13:33

Vor 17 Jahren starb Erzbischof Dyba. Unvergessen: Dybas Kampf gegen "Kultur des Todes"

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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24.07.2017, 18:21

Zur Sache, Herr Bischof!

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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Gestern, 11:01

Das Petrusamt ein Geheimnis der Brautschaft (2), Pater Eugen Mederlet OFM, 13. Sonntag im Jahreskreis, 19. Juni 1980, Mt 16, 13-19

Es wird das Zeichen gegeben: nicht Christus der Auferstandene, der Maria etwa krönt und sie so zur Königin erhebt; das Zeichen, das den Engeln gegeben wird, ist die Frau, die das Kind im Schoß trägt und es dann gebiert und auf den Armen trägt. Es ist der erniedrigte Gottessohn, der als Kind unter der Frau steht. „Von der Frau geboren.“

Und in diesem Zeichen der Geheimen Offenbarung ist es ganz offensichtlich, dass diese Frau Maria ist und zugleich die Kirche. Sie wird ja, nachdem schon das Kind entrückt ist zum Throne Gottes, auf der Erde, in der Wüste verfolgt. Es ist also ganz offensichtlich, dass den Engeln das Geheimnis der Braut geoffenbart wurde. Das Geheimnis der Braut, das eines ist: Maria und Kirche ist die Braut, die Frau, die Jesus empfängt und gebiert. Die Frau, unter die sich Jesus stellt. Das hat den Hass Satans ausgelöst.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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Gestern, 11:07

Fulda: Feierliches Jahresgedächtnis für Erzbischof Johannes Dyba am 23. Juli 2017

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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