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herzrosenduft

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21

19.09.2017, 12:59

@Monsignore
Die allererste Bildung, die ein Christ unbedingt haben müsste, ist die Bildung des Herzens. Und die kommt immer auch aus der religiösen Praxis, d.h. aus dem Gebet und aus dem Empfang der Sakramente. Und da hapert es an allen Ecken und Kanten.

Heute will jeder gebildet und schlau sein. Christsein hat für sie etwas mit "dumm sein" zu tun, und dumm will keiner sein. Es muss alles erstmal ausdiskutiert werden. Sonst läuft da gar nichts. ...und tätsächlich läuft auch nichts mehr... die Leute strotzen heute nur so vor Bildung. Und wenn das wirklich gut wäre, dann müsste es in der Kirche nur so brummen... tut es aber nicht... im Gegenteil!

Warum seht ihr nicht alle einfach genau hin, was uns ganz besonders im Evangelium vom Herrn selber gesagt ist? Da steht z.Bsp. aufgeschrieben: "Vater, ich danke dir, dass du es den Klugen und Weisen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast; denn so hat es dir gefallen" Allein dieser Satz ist schon die Antwort in dieser gerade erörterten Frage. Warum nehmt ihr das nicht einfach an, so wie es da steht? - "Nein, das muss jetzt aber erstmal ausdiskutiert werden...."

Der Liebe Gott hat es den Menschen so einfach gemacht, dass sogar Kinder es wie von selber verstehen. Man muss beten und die Sakramente empfangen, dann erkennt man im Heiligen Geist, dann wächst der Glaube, und dann ist man auch im Heiligen Geist.

Und wenn man das nicht tut, wenn man nicht betet und die Sakramente nicht empfängt, dann ist man niemals im Heiligen Geist und dann wird das auch nichts mit der Kirche.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

herzrosenduft

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22

19.09.2017, 13:14

Warum hat der große Albertus Magnus und Thomas von Aquin wohl so eine Unsumme theologischer Schriften verfasst? Um Antworten auf die Fragen der Zeit zu geben und die kirchliche Lehre zusammenzufassen, beziehungsweise zu deuten.


Erstens behaupte ich, dass Albertus Magnus und Thomas von Aquin Beter gewesen sein müssen. Denn nur so erklärt es sich, dass sie soviel Einsicht in die Geheimnisse Gottes bekommen haben. Sie haben das alles nicht mit ihrem Verstand aus eigener Leistung erfasst, sondern es ist ihnen von Gott offenbart worden. Ihren Verstand haben sie dabei als Talent genutzt, um an dem Platz, den Gott ihnen zugewiesen hat, auch ihren Dienst gut zu tun und ihre Aufgabe im Plan Gotts zu erfüllen. Und sie waren ja auch treue Diener. Das ist eine etwas andere Sicht als die, die Sie teilen. Das Wort "Demut" spielt bei Albertus Magnus und Thomas von Aquin eine Rolle. Sie haben gedient! Sie haben Gott und den Menschen gedient! Sie haben nicht für ihre eigene Ehre gewirkt. Sie haben es zur Ehre Gottes gewirkt, was sie geleistet haben. Sie waren nämlich im Heiligen Geist!

Zweitens hat jeder Christ eine andere Aufgabe und andere Talente mitbekommen, um diese Aufgaben gut und treu zu erfüllen. Es ist nicht jeder dazu berufen Antworten auf die Fragen der Zeit zu geben und die kirchliche Lehre zusammenzufassen. Aber schauen Sie sich doch mal um... soviele Menschen meinen es tun zu müssen. Dabei sind sie dazu gar nicht berufen... und ihre eigene Berufung vernachlässigen sie, weil sie nicht dazu angehalten wurden sie zu suchen und zu tun... Nennen Sie das Bildung? - Bildung und Hochmut gehören schnell zusammen. Und dem Hochmütigen verbirgt sich Gott!
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lamwool

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23

19.09.2017, 13:52

An dieser Stelle muss ich passen, denn ich bin theologisch nicht so belesen (ausser der Bibel) und gebildet wie andere hier.
Mir fehlt auch das Wissen über all die Kirchenlehren und deren Geschichte.

An Herzrosenduft habe ich aber noch diese Frage:
Du schreibst: Es zählt alleine das Wort des Herrn, der selber der Kirche die Zusage gegeben hat, dass sie mit Vollmacht lehrt.

Wie erwähnt lese ich des öftern in der Bibel; aber wo finde ich obige Aussage?
Bin dankbar für eine diesbezügliche Antwort.
Danke allen für diese Diskussion.
Gruss


herzrosenduft

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24

19.09.2017, 14:35

@lamwool
Du findest die Stelle im Evangelium des vorletzten Sonntags. Jesus sagt zu Petrus: "Ich übergebe dir die Schlüssel des Himmels. Was du auf Erden binden wirst, das ist auch im Himmel gebunden. Was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. "
Im Sprachverständnis der damaligen Zeit heißt das heute übersetzt: "Was du lehren wirst, ist verbindlich für alle"
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herzrosenduft

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25

19.09.2017, 15:34

@lamwool
siehe Beitrag 804 unter Lesungen und Evangelium in der Messe
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lamwool

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26

19.09.2017, 20:40

Danke Herzrosenduft!

Ich wünsche Dir einen schönen Herbst und Momente des Staunens über das Werk unseres Schöpfers!

Weisst du, ich bin ein relativ 'einfacher' Christ (ja, protestantisch) und ich sehe das Werk des Schöpfers
jeden Tag ums Haus und draussen in der Natur.
Und ich schätze es sehr, in diesem Forum meine Fragen mitteilen zu können und aufrichtige Antworten zu
erhalten.

Gruss
Lamwool

27

19.09.2017, 21:49

RE: @ herzrosenduft

Der Geist ist uns ja geschenkt, um uns immer tiefer in die Wahrheit einzuführen. Glaube ist nicht statisch - weder persönlich, noch für die Kirche insgesamt, die immer mit Gott auf dem Weg ist. Im Widerstreit der Meinungen sind Dogmen Festlegungen, die - wie Mag. Schlegl zurecht betont hat - einen geschichtlichen Hintergrund haben und eben auch Ausdruck dieses Ringens sind. Das Wissen um dieses Ringen kann helfen, tiefer in das Geheimnis des Glaubens einzutauchen.

Dogmen beenden aber nicht nur Auseinandersetzungen, sie sind immer auch der Ausgangspunkt neuen Ringens. Jede Generation eignet sich Dogmen an, prüft sie, klopft sie ab auf ihre Tauglichkeit hin. Ausgehend von den Dogmen beginnen neue Auseinandersetzungen - der Glaube wächst und gedeiht. Dies kann geschehen im begründeten Wissen, daß Gott seine Kirche nicht scheitern läßt, sondern fest gegründet hat auf den Felsen, der Petrus ist.
Warum hat der große Albertus Magnus und Thomas von Aquin wohl so eine Unsumme theologischer Schriften verfasst?
Mag. Schlegl, sind Sie gar ein kleiner Schelm? Ein kleiner Witz am Rande? Ich dachte Albertus Magnus und Thomas von Aquin hätten Summen geschrieben ;-)
"Monsieur, wenn ein Finger zum Himmel zeigt, schaut nur der Dummkopf den Finger an."
-- Die fabelhafte Welt der Amélie

28

19.09.2017, 22:18

Ich denke, meine Überlegungen sind nicht so von der Hand zu weisen.
- wer bestimmt denn und wann, welche Glaubenssätze unwandelbar sind (für mich ist DIE BIBEL und besonders die 4 Evangelien massgebend)
- wer konkret ist dazu befugt
- ich meinte Dogmen gelten als 'unfehlbar' und seien undiskutable Grundsätze/Regeln?
Aus katholischer Sicht würde ich antworten: das Lehramt! Ich denke, eine wichtige Aufgabe des Papstes ist es, die Einheit zu wahren.
Und Fragende als 'lustiges Völkchen' zu betiteln, zeugt nicht gerade von Reife und Respekt. :(
Es ist Ihnen unbenommen, das so zu sehen. Für mich ist es eine Reaktion darauf, wenn in Diskussionen versucht wird, eine Standpunkt absolut zu setzen, und die geschichtlichen und gesellschaftlichen Bedingtheiten zu vernachlässigen. Natürlich wünscht sich jeder Gewissheiten, wenn möglich Heilsgewissheiten, aber sie sind nicht so einfach. Mag. Schlegl hat darauf hingewiesen in seinem Beitrag. Mit Herzrosenduft bin ich der Meinung, dass jeder Gläubige, der betet, die Sakramente empfängt, auf dem richtigen Weg ist. (Ich würde es ergänzen um die Werke der Barmherzigkeit). Und insoweit gibt es Heilsgewissheit. Wenn wir aber versuchen, in Demut den Glauben besser zu verstehen, den Sinn der Schrift heute zu ergründen und uns dabei vom Geist leiten lassen, werden wir erkennen, dass Glaube nicht statisch ist.
Heute will jeder gebildet und schlau sein. Christsein hat für sie etwas mit "dumm sein" zu tun, und dumm will keiner sein.
Eine solche Formulierung drückt für mich einen Mangel an Respekt aus. Entweder ärgere ich mich oder ich versuche, den Satz nicht ernst zu nehmen. Sonst wäre jede weitere Diskussion sinnlos. Dies bringe ich dann mit einer vielleicht ungeschickten Formulierung zum Ausdruck. Aber da gehöre ich lieber selbst zum "lustigen Völkchen" als zu denen, die "schlau sein wollen".
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El Dakhel

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29

19.09.2017, 23:09

Weisst du, ich bin ein relativ 'einfacher' Christ (ja, protestantisch) und ich sehe das Werk des Schöpfers
jeden Tag ums Haus und draussen in der Natur.
Also, mit komplizierten Christen hab ich's auch nicht so. ;) Einfachheit sollten überhaupt mehr Leute für sich entdecken. Eines der besten Prädikate, und das zeigt uns doch gerade die Natur. Einfach, schön, gut. Ein Dreiklang.

Die Freude an Gott ist eure Stärke!
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde erschaffen hat“
Ps 124,8

Klomb

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30

20.09.2017, 16:50

Nein, ... die Lehre der Kirche steht, und zwar so wie sie ist... und da gibt es nichts dran zu rütteln...
Mal eine ganz einfache Frage: Kniest Du sonntags beim Hochgebet?

Entschuldigung, aber was geht die Gläubigen die Zankerei der Gelehrten an...?
Die "Zankerei der Gelehrten" geht ja nicht an den Gläubigen vorbei. Gerade das Verhältnis zwischen Glaube und (Natur-)Wissenschaften zeigt, daß man auch als "einfacher Gläubiger" Position beziehen können muß. Petrus sagte: "Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt." (1. Petrus 3, 15) An dieser Aufforderung gibt es nichts zu rütteln.
Was also, wenn jemand fragt, wie du denn glauben kannst, wo doch die Naturwissenschaften gezeigt haben, daß ... ? So eine Frage ist neu; bei den Kirchenvätern findet sich hierzu keine direkte Hilfe, weil zu ihrer Zeit die Naturwissenschaften noch nicht so weit waren. Was also nun? Eine unveränderliche Lehre kann eben nur Antworten auf unveränderte Fragen geben, aber die Fragen ändern sich, so daß wir den Heiligen Geist brauchen, um auf die neuen Fragen antworten zu können.

Letztlich muß man auch heute noch so vorgehen, wie es die Kirche auf dem Apostelkonzil in Jerusalem tat (Apg. 15). Hätte sich damals die kirchliche Lehre nicht verändert, hätten wir alle erst Juden werden müssen und die jüdischen Speise- und Reinheitsgebote einhalten müssen, bevor wir Christen hätten werden können.

herzrosenduft

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31

20.09.2017, 21:08

Was also, wenn jemand fragt, wie du denn glauben kannst, wo doch die Naturwissenschaften gezeigt haben, daß ... ?


Man kann den Glauben nicht an der Naturwissenschaft messen. Die Naturwissenschaft ist genormt. Sie verlangt z.Bsp. zwingend die Objektivität. Der Glaube passt aber nicht in diese Norm. Die Naturgesetze und die Methoden der Wissenschaft lassen sich nicht auf den Glauben anwenden. Glaube und Naturwissenschaft sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge.

Deshalb kann ich sagen: Die Fragen der Naturwissenschaft sind nicht unbedingt auf den Glauben anwendbar. Man kann den Glauben nicht wissenschaftlich angehen. Die Dinge des Glaubens entziehen sich der Wissenschaft. Sie sind nicht wissenschaftlich nachvollziehbar und nicht wissenschaftlich zu beweisen. Ich kann die Dinge des Glaubens nicht mit meinen Sinnen wahrnehmen und ich kann sie nicht mit Geräten und Maschinen messen oder nachweisen. Der Glaube ist sozusagen eine ganz andere Dimension der Wirklichkeit. Der Glaube hat , wenn man das überhaupt so sagen kann, seine eigenen Normen. Der Glaube ist ein Geschenk. Man kann ihn sich nicht nehmen, und man kann ihn niemandem geben. Der Glaube entzieht sich dem menschlichen Erkenntnisvermögen, weil er sich auf einer anderen Ebene vollzieht.
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »herzrosenduft« (20.09.2017, 21:29)


herzrosenduft

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32

20.09.2017, 21:23

Mein Sohn studiert Germanistik und Philosophie und kennt Nietzsche vorwärts und rückwärts. Es ist ganz klar, dass es bei uns öfter mal heftige Diskussionen gibt. Aber bisher habe ich mich mit meinen Kenntnissen der Lehre der Kirche immer gut behaupten können.

@Klomb, wo siehst du das Problem?
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Klomb

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33

21.09.2017, 17:47

Deshalb kann ich sagen: Die Fragen der Naturwissenschaft sind nicht unbedingt auf den Glauben anwendbar. Man kann den Glauben nicht wissenschaftlich angehen. Die Dinge des Glaubens entziehen sich der Wissenschaft.
Ja, so ist es, so kann man es sagen. Aber noch nicht lange. Die Kirche mußte sich auch erst zu dieser Einsicht durchringen, und viele Christen teilen sie bis heute nicht, man denke nur an die Kreationisten.

lamwool

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34

22.09.2017, 16:23

@quia_absurdum:

Zitat

Es ist Ihnen unbenommen, das so zu sehen. Für mich ist es eine Reaktion
darauf, wenn in Diskussionen versucht wird, eine Standpunkt absolut zu
setzen, und die geschichtlichen und gesellschaftlichen Bedingtheiten zu
vernachlässigen
Zuerst das: Ich habe meine Frage keineswegs aus einer 'als absolut richtig' angenommener Sicht gestellt.
Da irren Sie sich. (Sonst wäre es ja keine Frage, sondern ein Statement...).

Schön, dass Sie aber weiter unten mehr dazu ausführen und mir damit (vielleicht unbewusst..) Recht gegeben. Sie sind also (auch) der Meinung, dass man den 'gesellschaftlichen und geschichtlichen Bedingtheiten, was Sie auch immer darunter verstehen mögen, Rechnung tragen soll, wenn Regeln aller Art aufgestellt werden. KLAR sollte bei kirchlichen Lehren in erster Linie die Bibel die Richtschnur sein, ist für mich unabdingbar.
Für detaillierte Lehrsätze der RKK kann und möchte ich mich nicht äussern, da mir, wie schon erwähnt, das Wissen dazu fehlt.

Was ich jedoch noch anfügen möchte:
Alle damaligen und bezw. jetzigen Entscheidungsbefugte (Päpste/Bischöfe) wurden in die gleiche Zeit hinein geboren, wie die jeweiligen Mitglieder ihres Kirchenvolkes, für das sie zu entscheiden hatten.
Schon daraus könnte doch eine relative Sicht der Dinge resultiert haben, die sich auch in den (zeitgemässen) Handlungen/Entscheidungen widerspiegelte.

Gruss
Lamwool

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lamwool« (24.09.2017, 12:18)


herzrosenduft

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35

04.11.2017, 13:33

"Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Matthäus, 6,4−5; PL 9, 952−953

Sie reden nur, tun aber nichts

Der Herr weist uns darauf hin, dass schmeichelhafte Worte und gefälliges Benehmen an den Früchten gemessen werden müssen, die sie hervorbringen. Wir dürfen also jemanden nicht danach bewerten, wie er sich mit Worten darstellt, sondern müssen ihn an seinen Taten messen. Häufig nämlich verbirgt sich hinter dem Schein eines harmlosen Schafes ein reißender Wolf (Mt 7,15). Und wie Disteln keine Trauben und Dornen keine Feigen hervorbringen, so bestehen gute Werke, wie uns Jesus sagt, in Wirklichkeit nicht aus schönen Worten. Alle Menschen müssen nach ihren Früchten beurteilt werden (V. 16−18 ).

Ein Dienst, der sich auf schöne Worte beschränkt, reicht nicht aus zum Gewinn des Himmelreichs; nicht wer „Herr, Herr“ ruft, wird es erben (V. 21) […] Worin besteht die Heiligkeit, die sich darauf beschränkt, einen Namen anzurufen, wenn doch der Weg ins Himmelreich über den Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes führt? […]

Wer die ewige Seligkeit erlangen will, muss schon das Seinige dazu beitragen. Er muss etwas von seinem Eigenkapital abgeben: Gutes wollen, Schlechtes vermeiden und aus ganzem Herzen die Gebote Gottes halten. Eine solche Haltung bewirkt, dass Gott uns zu den Seinen zählt. Passen wir doch unsere Taten seinem Willen an, statt uns seiner Macht zu rühmen. Denn diejenigen, die sich durch unrechtes Handeln selbst von ihm abgewandt haben, wird er zurückweisen und verwerfen."


entnommen und zitiert aus www.evangeliumtagfuertag.org
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