Friday, October 31st 2014, 6:36pm UTC+1

You are not logged in.

  • Login
  • Register

Dear visitor, welcome to kathNews. If this is your first visit here, please read the Help. It explains how this page works. You must be registered before you can use all the page's features. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

corinquietum

Unregistered

1

Sunday, March 21st 2004, 5:14pm

Karwochen und Osterbräuche


Mich würde interessieren, welche Karwochen und Osterbräuche es in unseren Breiten gibt.

Im Oberschwäbischen kennt man am Palmsonntag den Brauch des Palmentragens. Diese "Palmen" werden oft sehr kunstfertig gestaltet.
Früher, gottseidank ist der Brauch ausgestorben, war der ein Palmesel, der nach dem Palmsonntaggottesdienst als Letzter die Kirche verließ!!

Am Karfreitag haben wir noch das Heilige Grab, das nach der Verlesung der Passion geöffnet und beleuchtet wird. Ein Grablegechristus in einem entsprechenden "Grab".

In der Osternacht muß das Feuer "natürlich" angefacht werden.

etc.etc...................?
C.

tobias

Unregistered

2

Sunday, March 21st 2004, 7:29pm

Bei uns gibt es eigentlich nichts besonderes.
Am Palmsonntag die Palmenweihe, auf dem Hof des ehem. Kloster (gleich vor der Pfarrkriche, die mal Klosterkirche war). An dem Sonntag ist auch immer Kreuzweg für und von den Kommuininkindern - auf einem Weg der bergauf führt, am rand 13 Kreuzwegstationen, die 14. Station ein Barockeskapelle. Gründdonnerstag nichts besonderes. Am Karfreitag Kreuzweg auf dem eben beschriebenen weg.
Ja und an Ostern...alles normal, natrülich mit feuer bei der Osternacht. Was brauch ist, ist das Osterfeuer am Ostersonntag - angezündet mit dem licht der Osterkerze.

In einem Nachbarort bei uns, gib tes einen Intetessanten Kreuzweg, dort wird alles "nachgespielt", dh.h einer Trägt das Kreuz - der natürlich unerkannt bleibt.

Lülüss

Unregistered

3

Sunday, March 21st 2004, 9:51pm

Hallo Werner

Bei uns bewart man die Hühnereier vom Karfreitag auf. Einige isst man mit Andacht die anderen werden nie faulen. Wir haben immer ein solches Ei im Haus.

Palmbinden ist ein sehr alter Brauch. Die geweihten Zweige werden hinter die Hauskreuze gesteckt.

Am Karfreitag wird "gerätscht". Anstelle des geläutes wird den mehrmals Täglich mit einem Holzobjekt ein Lärm veranstaltet.

Am Anschluss an die Osternachtsfeier treffen sich alle im Pfarreiraum zu Ostereiertütschen.

Viele Grüsse

Philothea

Moderator

Posts: 6,138

Location: Region Bonn

Occupation: Kinderkrankenschwester

4

Monday, March 22nd 2004, 8:48am

Bei uns gibt es den Brauch der Klapperjungs.

An Karfreitag wird ja nicht geläutet - statt dessen ziehen Jungen mit Ratschen durch die Stadt ( in Linz am Rhein)

liebe Grüße
Philothea
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

reto

Sage

Posts: 4,027

Location: Bistum Chur

Occupation: Dipl. El.-Ing ETH, Primarlehrer

5

Monday, March 22nd 2004, 10:14am

Palmbinden und "Eiertütschete" hat Lülüss ja schon erwähnt. Dies wird auch bei uns gepflegt. "Gerätscht" wird nicht, aber die Glocken schweigen am Karfreitag.

Lieb geworden sind mir auch die Gebetsnächte vom Hohen Donnerstag auf den Karfreitag. Diese werden gehalten im Andenken daran, dass Jesus diese Nacht ganz allein betend verbrachte, von seinen Jüngern verlassen.
Bei uns in der Pfarrkirche liegt ein Zettel auf, wo man sich eintragen kann, damit die ganze Nacht jemand da ist. Dies wurde letztes Jahr zum ersten Mal durchgeführt und fand guten Anklang. Auch Familien mit Kindern nehmen teil. Die Kirche ist nach der Messe schmucklos um uns die Einsamkeit Jesu bewusst zu machen.
In einer Nachbarpfarrei wird in dieser Nacht jede Stunde ein Schwerpunkt gesetzt. Dieses Angebot ist für die Jugend gedacht und wird jeweils gut besucht. Schwerpunkte der Stunden sind z.B. Gesang, eucharistische Anbetung, Bibeldiskussion, Rosenkranz, geistliche Musik, Diskussion über ein heisses Thema etc. Man kann an den einzelnen Angeboten teilnehmen, aber immer auch in der Kirche vor dem ausgesetzten Allerheiligsten beten.

In unserer Pfarrkirche wird am Hohen Donnerstag auch die Fusswaschung gepflegt. Diese hl. Messe wird "ad orientem" zelebriert mit dem ersten Hochgebet, was in dieser Kirche sonst nicht üblich ist - dafür immer umso eindrücklicher.
Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

Jakoba

Master

Posts: 2,814

Location: Bistum Chur und bin stolz darauf!

Occupation: Pönitente

6

Monday, March 22nd 2004, 3:44pm

Was genau die Schokohasen in der Schweiz bedeuten habe ich in über 22 jahre immer noch nicht genau herausgefunden, denn eigentlich sind wir ja in der italienischen Schweiz und die Autochthonen erklären nur mit Kopfschütteln: "na, per la Primavera!" (... was denn sonst! War auch ne blöde Frage :)) )
In Bergell braucht man nur gekochte, gefärbte Hühnereier. (Die kann man so schön auf den Wiesen "verteilen")

In Belgien gibt es eben keine Schokohasen, sondern Schoko-Eier in alle mögliche Variationen und Grössen:
In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag fliegen ALLE Kirchenglocken nach Rom, deshalb (!) hört man sie nicht mehr bis Ostersonntag (Frühmesse).
An Ostern, seeeehr früh am morgen, kommen die Kirchenglocken zurück aus Rom, gesegnet, und verteilen überall ihre Schoko-eier! Darum ist es auch so schwierig die Eier alle zu finden, bei uns lagen sie sogar bis in die Dachrinne! (sehr überzeugend! :P )
Erinnerungen! Die Kinder müssen da schon die alten Nachbarn beim einsammeln helfen gehen!!

Konflikt: Belgien-Schweiz, nur einmal haben die belgischen Glocken einige Eier über unser Bergdorf (über 1800 m) im Schnee fallen lassen. brrrrr! Seitdem bringen die Osterhasen in der Osternacht die Osternestchen in der Stube bis auf den gedeckten Tisch. :]

Gebetsbuch: "Sakrament des Altars" bei www.aszetik.net
Suche: "Leben der Heiligen" P. François Giry

reto

Sage

Posts: 4,027

Location: Bistum Chur

Occupation: Dipl. El.-Ing ETH, Primarlehrer

7

Monday, March 22nd 2004, 5:05pm

@jakoba
Das Ei und die Hasen stehen für Fruchtbarkeit - also neues Leben. Und wir Christen wissen, wer wirklich neues Leben bringt.
Es gibt übrigens auch in der Schweiz Schoko-Eier. Die Hasenschokolade ist mir meist zu süss.
Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

Pippi Langstrumpf

Intermediate

Posts: 436

Location: Wien

Occupation: Mathematikerin

8

Wednesday, March 24th 2004, 2:09pm

Mir ist aufgefallen, dass die besonders intensiv betriebene ''Segnung der Osterspeisen'' (im Volksmund ''Fleischweihe'' genannt) ein Brauch zu sein scheint, den es nur in Südösterreich (Steiermark und Kärtnen) gibt, denn in Wien findet die Segnung der Osterspeisen nur im Rahmen der Osternachtsfeier statt.

Im Raum Graz (und auch in Kärtnen, wie ich gehört habe) werden am Karsamstag kurze Wortgottesdienste (20-30 min, mit der Segnung der Speisen, einem Evangelium - meistens das von den Emmausjüngern - einer Predigt und Liedern) zur Segnung der Osterspeisen angeboten, in den Pfarrkirchen 3 oder mehr am Tag und auch in Kapellen, die selten benützt werden. Die ''Segnungen der Osterspeisen'' sind meistens sehr gut besucht, also offenbar auch von Leuten, die sonst nicht in die Kirche gehen. (Mit Brauchtum lockt man die Leute noch am ehesten in die Kirche, wie auch am Palmsonntag.) Man füllt einen Korb, deckt ihn mit einem schönen Tuch zu und stellt ihn dann vorn in der Kirche hin. Bei manchen Leuten sieht man eine Weinflasche aus dem Korb schauen, aber der Wein wird in der Segnung gar nicht explizit erwähnt (sondern nur Brot, Fleisch, Eier und ''frische Früchte und Kräuter'' oder so ähnlich, was für mich für den Kren = Meerrettich steht). Eine Bekannte war immer der Meinung, es genügt, nur ein Ei zur Segnung mitzunehmen, und wenn man das dann zu den anderen Eiern gibt, sind die auch gesegnet. Wir haben es aber nie so praktiziert!

Eine Fußwaschung am Gründonnerstag habe ich erst einmal erlebt, am Gründonnerstag ''Ölbergandacht'' bis Mitternacht ist weiter verbreitet, ebenso das Errichten eines Hl. Grabes mit Gebetszeiten zum Eintragen, dass immer jemand dort ist. In meiner Grazer Heimatpfarre gibt es nach der Osternachtfeier und vor dem Osterfeuer im Pfarrgarten noch eine Prozession mit Kerzen um den Häuserblock. Ratschen werden von den Ministranten statt des Sanctusglöckchens verwendet, wenn die Glocken nach Rom geflogen sind.

In Amsterdam in der Diaspora war ich von der Feier der Kar- und Ostertage vor 10 Jahren etwas enttäuscht. Palmkätzchen gibt es dort nicht, an die spärliche Gemeinde wurden am Palmsonntag Ölzweige (oder sowas) verteilt. Die Feier der Osternacht war auch nicht viel besser besucht als die Sonntagsmessen, die immer von 30-40 Leuten besucht waren. Nur bei der Christmette waren die Sitzplätze fast bis zum letzten gefüllt.

Noch eine Frage an eventuell anwesende Niederländer, die mir wegen Jakobas belgischen Glocken und Schweizer Hasen eingefallen ist (ich kann mich nicht erinnern, was es in Amsterdam in Schokolade gegeben hat, denn selbst kaufe ich mir sowas nicht, und ich hatte dort niemanden zum Beschenken): Bei einer Vorlesung an der Uni hat eine Vortragende einmal behauptet, der Osterhase wäre in den Niederlanden in Vergessenheit geraten, und eine Niederländerin (schon über 50 und seit vielen Jahren in Österreich) hat behauptet, dass es ihn eh noch geben würde. Weiß jemand, ob in den Niederlanden der Osterhase bekannt ist, oder vielleicht ist das innerhalb der Niederlande regional verschieden?

TorisGirl

Professional

Posts: 694

Location: coney island

Occupation: Juristin

9

Wednesday, March 24th 2004, 5:46pm

da ich aus der von pippi beschriebenen gegend stamme, kenne ich natürlich die feierliche segnung der osterspeisen am karsamstag. etwas, was ich als ausgesprochene unsitte empfinde, ist dass es anschließend zu einer exzessiven jause kommt mit reichlich geselchtem. da die fastenzeit ja sooooo lange gedauert hat, können es die leute nicht mehr bis zum ostersonntagsfrühstück erwarten. in meiner gegend kommt es zu einem richtigen "fleischweihentourismus" deswegen. es ist nämlich so, dass die osterspeisensegnung von früh bis zum späteren nachmittag jeweils im abstand von 45min bei diversen kapellen und bildstöcken stattfindet. wer es nicht bis nachmittag erwarten kann, fährt einfach irgendwo hin, wo die feier um 09.00 stattfindet.
weiters gibt es den brauch des "weihfeuertragens" durch die "weihfeuerbuben". volksschulkinder (in letzter zeit auch mädchen, eigentlich schon fast mehr als buben) lassen in aller frühe eigens dafür gesammelten baumschwamm (eine pilzart) vom priester segnen, das ganze wird dann in metallbüchsen geräuchert und von haus zu haus getragen und verteilt. oftmals erhält man auch weihrauch. die hausleute bedanken sich dann mit einem taschengeld. das haus soll dann ein jahr vor feuer und hagel geschützt sein. das weihfeuertragen soll angeblich noch aus heidnischer zeit stammen und in einen christlichen brauch übertragen worden sein.
Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Lülüss

Unregistered

10

Wednesday, March 24th 2004, 8:33pm

In meiner Schulzeit hatten wir ( Jugentliche) ein Holzkreuz von der Kirche zu jeder Kapele getragen. Da es sehr viele hat und die weit verstreut sind hat das die ganze Nacht gedauert. Das Tragen des Kreuzes wurde auf Gruppen aufgeteilt damit jeder einmal an die Reihe kam. Bei den jeweiligen Kirchlein wurde dann auch immer eine kurze Andacht oder so abgehalten. Am Morgen wenn alle wieder bei der Pfarrkirche angelangt waren gab es für die mühden Beter Frühstück.

Es ist eine sehr anstrengende Art die Nacht vom Gründonnerstag auf Karrfreitag zu verbringen, doch es waren immer sehr viele dabei.

Pippi Langstrumpf

Intermediate

Posts: 436

Location: Wien

Occupation: Mathematikerin

11

Wednesday, March 24th 2004, 8:45pm

Quoted

Original von TorisGirl
da ich aus der von pippi beschriebenen gegend stamme, kenne ich natürlich die feierliche segnung der osterspeisen am karsamstag. etwas, was ich als ausgesprochene unsitte empfinde, ist dass es anschließend zu einer exzessiven jause kommt mit reichlich geselchtem.


Das mit der Jause habe ich erst vor ein paar Jahren (von Leuten, die sonst keine Kirchgänger sind!) das erste Mal gehört! Weil wir das nicht tun, macht es keinen Unterschied, ob ich den Korb am Vormittag oder am Nachmittag in die Kirche trage, und es kann schon mal der Termin um 11 Uhr werden, wenn ich mich für den Nachmittag auf einen Spaziergang mit einer Freundin verabredet habe (ich bin ja nicht so oft in Graz). Allerdings ... bei uns wird auch schon am Karsamstag zum Abendessen (etwa 18 Uhr) ''getafelt'' (u.a. die schon beim Kochen zerbrochenen und daher nicht mehr gefärbten Eier). Ich habe mir noch nie den Kopf darüber zerbrochen, dass man das nicht sollte.

Jakoba

Master

Posts: 2,814

Location: Bistum Chur und bin stolz darauf!

Occupation: Pönitente

12

Wednesday, March 24th 2004, 9:38pm

Quoted

Original von Pippi Langstrumpf
... wurden am Palmsonntag Ölzweige (oder sowas) verteilt.

Es sind die Zweige von Ziersträucher, die meine Freundin Buchsbäumchen nennt, die man in beliebige Formen stutzen kann, mit kleine runde immergrüne Blättchen.
In die niedere Landen will ja kein Olivenpalm wachsen! :)

Groetjes!
Vrede en alle goeds.
Gebetsbuch: "Sakrament des Altars" bei www.aszetik.net
Suche: "Leben der Heiligen" P. François Giry

Philothea

Moderator

Posts: 6,138

Location: Region Bonn

Occupation: Kinderkrankenschwester

13

Thursday, March 25th 2004, 3:23pm

Noch ein paar Bräuche, die es hier bei uns gibt:

Am Palmsonntag werden nicht nur die mitgebrachten und teilweise sehr schön geschmückten "Paslmwedel" geweiht, sondern es sind auch 2 Körbe voll mit Buchsbaumzweigen dabei, von denen jeder etwas mitnehmen kann. Wir ziehen nach der Palmweihe durch den Ort zur Kirche.

Es gibt einen Jugendkreuzweg des Dekanates in Form eine Sternwallfahrt. Dieser findet meist am letzten Freitag vor den Ferien statt. Der Abschluß findet in Ittenbach statt in der Kirche Zur schmerzhaften Mutter
Seit ungefrähr 20 Jahren gibt es einen Familienkreuzweg am Karfreitag.

Es wird um 7:00 Uhr losgegangen, durch die vier Gemeinden des Seelsorgebereichs und mit vielen Stationen gebetet. Am Ende gibt es Btrot, Wasser und Tee.

Dann wird in der Fastenzeit die Sonntagsvesper in der Pfarrkirche gebetet.

Nach der Osternacht findet in meiner ehemaligen Pfarrrei eine "Agape" statt. Dort werden Brote verspeist und Wein getrunken, die in der Osternacht gesegnet wurden.

Auch bei uns fliegen die Glocken nach Rom - nach dem läuten zum Gloria am Gründonnerstag bis zum Gloria in der Osternacht. Während dieser Zeit schweigen Glocken und Orgel. MIt dem feierlichen Gloria in der Osternacht kehren auch das läuten und die Orgel wieder zurück.

liebe Grüße
Philothea
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

TorisGirl

Professional

Posts: 694

Location: coney island

Occupation: Juristin

14

Thursday, March 25th 2004, 3:44pm

@ pippi: gegen eine ganz normale jause ist ja von meiner seite am karsamstag nichts einzuwenden. aber sollte nicht das extra geweihte fleisch/geselchte erst am abend oder gar am sonntag verzehrt werden, da der karsamstag (noch) ein fasttag ist? (so war es zumindest vor 30 jahren "bei uns" üblich...)
was ich mit dem "fleischweihentourismus" genau gemeint habe, ist dass leute, in deren ort die weihe zb um 15:00 stattfindet, extra in einen nachbarort fahren, weil sie da schon um 08:00 stattfindet, weil sie ihre fleischjause nciht erwarten können. auch das verstecken von osternestern für die kinder findet vielfach schon am karsamstag statt (dh der osterhase kommt nicht am ostersonntag, sondern am karsamstag).
am karfreitag und karsamstag darf bei uns keine wäsche aufgehängt werden (tag der wäschetumbler :)) ...).
Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Miraculix

Professional

Posts: 781

Location: Bayern

15

Thursday, April 1st 2004, 6:58pm

In der Osternacht werden Speisen zur Weihe in die Kirche mitgenommen und jeder kann seine Kerze am Osterlicht entzünden. Das heißt der Priester bringt die Osterkerze, die zuvor am Osterfeuer vor der Kirche entzündet wurde mit in die Kirche. Dort verteilen die Ministranten das Feuer an die Kirchgänger die ihre Kerzen mitgenommen haben. Die dunkle Kirche wird nach und nach hell durch die Kerzen. Das Osterlicht wird von vielen Kirchgängern mit einer Laterne nach Hause mitgenommen.
Von den mitgebrachten geweihten Ostereiern wird ein Teil der Schalen in jeder Ecke des Gartens gestreut. Am Emaustag werden geweihte Palmkätzchen auf die Felder gesteckt.
Ich freue mich schon auf die Karwoche und die Ostertage

M.

TorisGirl

Professional

Posts: 694

Location: coney island

Occupation: Juristin

16

Friday, April 2nd 2004, 11:27am

abgesehen davon, dass am karfreitag keine wäsche aufgehängt wird:
es gibt auch ein verbot für die durchführung von erdarbeiten. dh bauarbeiter haben kollektivvertraglich geregelt einen freien tag. vielleicht auch wegen der schlechten verpflegung? (es gibt nämlich vielerorts nur eine fastensuppe über den tag (eine saure rahmsuppe).
Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Pippi Langstrumpf

Intermediate

Posts: 436

Location: Wien

Occupation: Mathematikerin

17

Friday, April 2nd 2004, 1:39pm

Quoted

Original von TorisGirl
was ich mit dem "fleischweihentourismus" genau gemeint habe, ist dass leute, in deren ort die weihe zb um 15:00 stattfindet, extra in einen nachbarort fahren, weil sie da schon um 08:00 stattfindet, weil sie ihre fleischjause nciht erwarten können. auch das verstecken von osternestern für die kinder findet vielfach schon am karsamstag statt (dh der osterhase kommt nicht am ostersonntag, sondern am karsamstag).


Ja, das habe ich schon richtig verstanden! Ich habe nur gemeint, weil es in meiner Familie eine Jause nach der ''Fleischweihe'' sowieso nicht gibt, kann man mir keine ''unlauteren Motive'' vorwerfen, wenn ich von den Terminen um 11, 14 und 15 Uhr in meiner Grazer Heimatpfarre den um 11 Uhr wähle. Gestern ist mir eingefallen, dass es in den Gegenden, wo die Segnung der Osterspeisen erst in der Osternachtfeier stattfindet (z.B. in Wien), das Problem mit einer verfrühten Fleischjause gar nicht gibt!

Dass die Osternester schon am Karsamstag versteckt werden, habe ich noch nie gehört, habe aber keine Kinder in der Bekanntschaft, und ''zu meiner Zeit'' war es noch nicht üblich. Vielleicht kommt das daher, dass die Leute heutzutage am Ostersonntag entweder früh wegfahren oder lang ausschlafen wollen?

Das mit dem Verbot, am Karfreitag Wäsche aufzuhängen und Erdarbeiten durchzuführen, betrifft wohl nur ländliche Gegenden? Ich habe noch nie was davon gehört.

Rate this thread