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Gandalf

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1

29.09.2008, 11:36

Bischof Küng an den 13.!

3 klare Stellungnahmen, alle jetzt auf www.kath.net:

http://www.kath.net/detail.php?id=20957

Was sagt ihr dazu?

G
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Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

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2

29.09.2008, 13:47

danke für die veröffentlichung!

es ist tatsächlich erschreckend, mit welcher besessenheit gewisse kreise (u.a. der "13.") noch immer bewusst unwahrheiten und verleumderische behauptungen verbreiten. gut daran ist nur, wie bischof küng erwähnt, dass diese von kaum jemandem noch ernst genommen werden.

und: es ist sicher nicht im interesse des schwer kranken altbischofs krenn, dass derartige kreise ihn für ihre absurden behauptungen benutzen.

um der (tatsächlichen) wahrheit die ehre zu geben (auch, wenn ich manche seiner standpunkte und äußerungen nicht teilte):
es ist tragisch und bedauerlich, dass ein einst starker und (in mehrfacher hinsicht) "gewaltiger" kirchenmann wie kurt krenn nicht mehr in der lage war, seine amtsgeschäfte zu führen, dadurch von gewissen kreisen manipulierbar wurde, und es zum wohl der diözese (und zu seinem eigenen) notwendig wurde, seinen aus gesundheitlichen gründen eingereichten rücktritt anzunehmen. man sollte für altbischof kurt krenn (und auch für den emer. weihbischof fasching, der ebenfalls gesundheitlich schwer angeschlagen ist) darum beten, dass er trotz seiner starken beeinträchtigungen einen würdevollen und für ihn lebenswerten ruhestand erleben kann - ohne von fehlgeleiteten hetzerischen splittergruppen zum spielball ihrer durchschaubaren kirchenpolitischen kampagne gemacht zu werden.
sage GOTT nicht, dass du ein großes problem hast,
sondern sage deinem problem, dass du einen großen GOTT hast!

Hannah

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3

30.09.2008, 07:54

RE: danke für die veröffentlichung!

Ich kann den "13." nicht als intelligent empfinden.
Ich kenne einige, die den "13" fördern und das spricht für mich Bände an Engstirnigkeit und Unwissenheit.

Man bemalt sich mit Moral, indem man über Fehler Anderer fehlerhaft informiert.

Hier schaden Christen unbedarft Christen.

Aber wie gesagt, Papier ist geduldig-

Aber Gott schreibt immer, auf "krummen" Zeilen, gerade.
Sehnsucht ist der Wille zum Ziel
Liebe aber, ist Entscheidung.
: http://lorehanna.kostenloses-forum.com/
Chat: http://lichtumdieecke.mainchat.de/index.php

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4

30.09.2008, 09:36

@ hannah

Zitat

Hier schaden Christen unbedarft Christen.

ich bezweifle, dass es "unbedarft" geschieht. gerade die gegenständliche kampagne zeugt eher von dem bewussten versuch, tatsachen zu verdrehen. der "13." lässt sich hier als sprachrohr einiger personen missbrauchen, die sehr eigennützige interessen haben - denen es aber sicher nicht um das wohl der kirche geht. es geschieht also nicht unbedarft, sondern vorsätzlich.
sage GOTT nicht, dass du ein großes problem hast,
sondern sage deinem problem, dass du einen großen GOTT hast!

karol

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5

30.09.2008, 09:39

endlich!

Kann nur bestätigen, was Bischof Küng sagt: "Der 13." schadet viel mehr als er nützt. Habe vor Jahren aufgehört, ihn zu lesen, als er über Schönborn und das Wiener Priesterseminar hergezogen ist. In diesem Artikel damals hat man richtig gemerkt wie wenig Ahnung der Autor von Priesterseminaren hat (war selbst ein paar Jahre in einem). Es ist ja auch klar, dass man abgleiten muss, wenn man immer nur das Schlechte sucht und sehen will. Es braucht Leute, die die Kirche mittragen, wie Franziskus, und nicht nur selbstgerecht mit dem Finger auf andere zeigen.

6

30.09.2008, 20:11

"Der Wahrheit die Ehre"

Das Buch hält, was es verspricht: Es kommt einmal alles zur Sprache, was Bischof Küng gerne unter den Tisch gekehrt hätte!
Wenn es nicht stimmt, was berichtet wird: Wieso geht er dann nicht offiziell dagegen vor? Solange er nur wiederum seine unbewiesenen Behauptungen wiederholt und sich der Realität verschließt, die ihn nun allmählich einholt - nämlich sein Versagen als Visitator - ist ihm nicht zu helfen.

Gandalf

Administrator

Beiträge: 25 889

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Beruf: M+M (Medien+Management)

7

30.09.2008, 20:42

RE: "Der Wahrheit die Ehre"

Zitat

Original von Nefertari
Das Buch hält, was es verspricht: Es kommt einmal alles zur Sprache, was Bischof Küng gerne unter den Tisch gekehrt hätte!
Wenn es nicht stimmt, was berichtet wird: Wieso geht er dann nicht offiziell dagegen vor? Solange er nur wiederum seine unbewiesenen Behauptungen wiederholt und sich der Realität verschließt, die ihn nun allmählich einholt - nämlich sein Versagen als Visitator - ist ihm nicht zu helfen.


@Nefertari: Bischof Küng hat sicherlich Wichtigeres zu tun als gegen jeden Schwachsinn, den irgendein verblendeter Fundi verkündet, vorzugehen.

Und welche Arroganz und welcher Hochmut, dass Du hier Bischof Küng Versagen als Visitator vorwirfst. Für wen hältst Du Dich eigentlich, dass Du Dir solche Urteile anmaßt.

G.
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Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

Leguan

Fortgeschrittener

8

30.09.2008, 22:27

Also ich finde es ein bißchen witzig, daß Bischof Küng schreibt, er halte es nicht für angebracht eine Stellungnahme abzugeben und dann kommen zwei ellenlange Stellungnahmen. ;)

Beiträge: 844

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Beruf: einfacher Arbeiter im Weinberg des Herrn :)

9

30.09.2008, 23:47

@ leguan

richtig lesen: bischof küng sagt, dass er im "13." keine stellungnahme abzugeben gedenkt, da dieses medium in dieser frage nur hetzt und unwahrheiten verbreitet.
sage GOTT nicht, dass du ein großes problem hast,
sondern sage deinem problem, dass du einen großen GOTT hast!

10

01.10.2008, 07:52

Es zählen nur Sachargumente

Nefertari, warum hätte Bischof Klaus jetzt noch gegen ein unbedeutendes "Books on Demand"-Buch vorgehen sollen, wenn dieses insgesamt lediglich die vier Jahre andauernde und durch keine vernünftigen Argumente gedeckte Hetze der oberösterreichischen Zeitung "13." zusammenfaßt und gegen dieses Medium weder von Bischof Klaus noch von Christoph Kardinal Schönborn noch von irgendeinem anderen Angegriffenen je die möglichen Rechtsmittel ergriffen worden waren? Meiner Meinung nach brächte es gar nichts, diesem Hetzblatt in seiner geringen Bedeutung dadurch nochmals Gelegenheit zu geben, sich wichtig zu machen und dann auch noch über sich selbst als "angegriffenes Medium" in dieser gewohnt-widerlichen Weise zu berichten. Es genügt in der Tat, die erwiesenen Fakten in der Öffentlichkeit zu nennen, und das hat Bischof Klaus sowohl als Päpstlicher Visitator als auch als regierender katholischer Oberhirte von St. Pölten immer behutsam und klar getan, soweit es nötig war. Hier setzt sich die Wahrheit von selbst durch, denn welcher normale Mensch kann gegen die allgemein mögliche Erkenntnis und gegen jede Vernunft nach dem rechtskräftigen Abschluß des ganzen Falles St. Pölten sogar von Seiten des höchsten auf Erden befindlichen Richters, des Petrusnachfolgers, noch solche unsinnigen Schlüsse vertreten, wie es der Herausgeber Reinhard Dörner schon im mit zahlreichen inhaltlichen Fehlern versehenen Vorwort und dann eine Frau Dr. Gabriele Waste (ihre "Drohungen" sind ja bekannt) kompliziert im "Hauptbeitrag" versucht ...

Und so, Nefertari, müßten Sie ganz klar Sachargumente nennen. Bischof Klaus will gar nichts unter den Tisch kehren, und hat das im Gegensatz zu den "Verbündeten" der ehemaligen Priesterausbildner von St. Pölten nicht getan. Es genügt dazu ein einziges Beispiel: Frau Waste behauptet bis heute wider besseres und allgemein öffentliches Wissen, daß Prälat Küchl und Dr. Rothe nie suspendiert worden wären und dies vom Papst daher auch nicht definitiv bestätigt worden wäre. Doch Frau Waste gibt im selben Buch "Der Wahrheit die ..." zu, im Besitz mindestens eines bischöflichen Strafdekretes (in dem die Suspension enthalten ist) zu sein, das eben vom Heiligen Stuhl definitiv bestätigt wurde. Die Manipulationsabsicht des Buches wird dann auch besonders im sogenannten Dokumentenanhang sichtbar, in welchem sowohl die rechtskräftigen österreichischen Medienurteile als auch die rechtskräftigen und vom Papst bestätigten Strafdekrete des regierenden Diözesanbischofs Dr. Dr. Klaus Küng bewußt unterschlagen werden, um weiterhin das Märchen einer "Unschuld" und einer nicht existent gewesenen Suspension der beiden ehemaligen Priesterausbildner vertreten zu können. Das Buch hält daher leider praktisch gar nichts, was es verspricht, nämlich der "Wahrheit die Ehre" zu geben.

Mit besonderer Schärfe muß jedoch in der Tat Ihre Behauptung zurückgewiesen werden, daß es ein "Versagen als Visitator" gegeben hätte. Bischof Klaus hat mit allen, die es wollten, intensive Gespräche geführt und eben nichts unter den Tisch fallen lassen. Er hat durch diesen umfassenden Dialog ohne Rücksicht auf irgendwelche sinnlos gewordenen kirchenpolitischen Gruppenvorbehalte den verlorengegangenen Frieden wiedergewinnen und schließlich bei seinen umfassenden Untersuchungen zu seinem Leidwesen das herausfinden müssen, was er auch von Anbeginn öffentlich verlauten ließ. Bis heute mußte Bischof Klaus keine einzige öffentliche Aussage oder irgendeines seiner sachlichen Interviews zurücknehmen, sondern sowohl staatliche Gerichte als auch die kirchliche Gerichtsbarkeit sind unter anderem von der eindeutig belegten Wahrheit der homophilen Verwicklung von Priesterausbildnern in bezug auf mindestens einen Seminaristen ausgegangen. Es gibt daher keine einzige rechtliche Entscheidung, die dem Visitator nur in irgendeinem Punkt einen inhaltlichen oder formalen Fehler oder gar ein insgesamte Versagen nachweisen hätte können oder kann.

Wer daher eine im konkreten Fall nie mehr erweisbare "Unschuld" zweier Priesterausbildner zum neuen Dogma für das Prädikat "katholisch-konservativ" erhebt, dem ist in der Tat nicht mehr zu helfen, weil damit nicht nur dem Katholischen nicht mehr gedient ist, sondern eine totale Realitätsverweigerung eingesetzt hat, die in solchem künstlichen Wahn mündet, von dem wir beim "13." und in einem Diskussionsforum eines anonymen Portals genug lesen konnten. Im übrigen mußte sogar einmal der Bischöfliche Sekretär von St. Pölten offiziell auf demselben Portal "eingreifen", um einer Frau Dr. Gabriele Waste und damit der Öffentlichkeit mitzuteilen, daß die beiden ehemaligen Priesterausbildner sehr wohl - und definitiv vom Papst bestätigt - suspendiert wurden. Die christliche Haltung war, ist und bleibt jedoch für immer und für alle: Anerkennung der eigenen Schuld, Verantwortung für die eigene Schuld und Buße auf dem bestmöglichen Wege zur Wiedergewinnung von Glaubwürdigkeit. Diözesanbischof Dr. Dr. Klaus Küng hat diesen Weg auch den beiden ganz klar angeboten, und diese Geduld, die er mit ihnen und ihren zum Teil schwer verblendeten "Verbündeten" über Jahre aufgebracht hat, wird seinesgleichen wohl suchen müssen. Deshalb sind die Angriffe gegen Bischof Klaus von Seiten des "13." und von Seiten des lediglich minoritär bedeutsamen Buches nur noch widerlich und werden ins Nichts zurückfallen.

Im übrigen muß ich an dieser Stelle noch daran erinnern, wie richtig Bischof Klaus mit seiner Analyse liegt, daß Zeugen, welche im Fall die Wahrheit aussagten, von Seiten dieses Grüppchens immer in "Beschußgefahr" standen. Eine solche Rache-Aktion ist ja famos gescheitert. Wer denken kann, der denke.

Meinerseits verweise ich auf folgende zwei Internetangebote:

Sämtliche mit dem Skandalfall St. Pölten zusammenhängenden Blogeinträge

Dauerverteidigungsdokument mit Verlinkung zu wichtigen Kommentaren (Frage der Homosexualität im Klerus) und zu rechtskräftigen Entscheidungen, welche vom Buch "Der Wahrheit die Ehre" unter den Tisch gekehrt werden

Gruß, Alexius

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Alexius« (19.10.2008, 23:35)


11

09.10.2008, 16:13

Erste Fortführung der Kritik des Buches "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten"

Um die bisher bekanntgewordenen Mängel - dies ist noch milde ausgedrückt - des Machwerkes Reinhard Dörners und verschiedener Autoren noch besser aufzuzeigen und somit der Wahrheit die Ehre zu geben, die nötig ist, sei heute diese erste Ergänzung publiziert:

Wenn bedacht wird, daß Herausgeber Reinhard Dörner für sich in Anspruch nimmt, namens eines "Kardinal-von-Galen-Kreis e.V. in der Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester (bisher: Initiativkreis Münster e.V.)" aufzutreten, und damit auch eine Mitgliedschaft im "Forum Deutscher Katholiken e.V." angibt sowie selbst einen "Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen e.V." vertritt, so hätte man doch annehmen dürfen, daß vor Publikation des genannten Machwerkes das von Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun herausgegebene Werk "Homosexualität aus katholischer Sicht", Franz-Sales-Verlag, 2. Auflage, Eichstätt 2001, studiert worden und von seinen wichtigen Hauptinhalten her bekannt gewesen wäre. Für das Machwerk "Der Wahrheit die Ehre" selbst wurde nämlich nur eine extrem kurze "fachliche Stellungnahme zur Homosexualität" (S. 129 f.) von Prof. Dr. Michael Dieterich eingeholt, welche mit Datum vom 21. März 2007 in der durchaus umstrittenen und kaum kollektiv anwendbaren These (gemeint ist der erste Teil) gipfelt: "Heute wissen wir von Seiten der Medizin und Psychologie, daß Homosexualität keine Krankheit ist (wie auch immer man den Krankheitsbegriff definieren will), weshalb dann auch das Wort 'Heilung' nicht angebracht sein kann (...) Daß eine homosexuelle Orientierung unter bestimmten soziokulturellen Rahmenbedingungen zu einer seelischen Störung bzw. Krankheit führen kann, bleibt dabei unbestritten." Bedenklich ist die Stellungnahme auch in ihrem Abschluß, wenn - nachdem zuerst Homosexualität als "eine besondere Ausprägungsform der 'sexuellen Orientierung" definiert wurde - relativierend behauptet wird: "Zwischen Homosexualität und Heterosexualität gibt es alle Übergangsmöglichkeiten, d. h., wahrscheinlich haben weitaus mehr Menschen, als angenommen wird, zumindest partiell homoerotische Gedanken bzw. homoerotische Praxis." Hier kann man sich nicht mehr des Eindruckes erwehren, als ob eine widernatürlich angelegte "Homosexualität" mit der menschennatur-übereinstimmenden "Heterosexualität" gleichberechtigt auf einer Ebene stehen möge, so als ob "Heterosexualität" überhaupt ihren Namen als Quasi-Unterkategorie tragen müßte und nicht mehr das Naturgegebene sein dürfte oder könnte. Fragwürdig ist die bestellt wirkende Stellungnahme auch in ihren zunächst logisch erscheinenden Behauptungen, "daß Homosexualität nur am homosexuellen Verhalten der betreffenden Person diagnostiziert werden kann" und daß von Homosexualität nur dann gesprochen werden könne, "wenn diese ausgeübt wird." Hier wird meines Erachtens übersehen, daß tiefsitzende homosexuelle Tendenzen auch dann gegeben sein können, wenn keine Aktuierung erfolgt und wenn die betroffene Person von ihnen selbst spricht bzw. eindeutige Indizien dafür sprechen, insbesondere ein homosexueller Lebensstil in seinem Gesamt. Daß für eine solche gesicherte Vermutung einzelne Äußerlichkeiten nicht ausreichend sind, versteht sich von selbst, aber angesichts der öffentlich gewordenen homosexuellen Anzeichen im Skandalfall St. Pölten muß dann davon ausgegangen werden, daß Prof. Dieterich vom Herausgeber und anderen so vorinformiert wurde, als ob es im genannten Fall weder Zeugen noch andere Beweise gegeben hätte, die homosexuelle Handlungsweisen mit Sicherheit aufweisen. So sind beispielsweise beobachtete Zungenküsse zwischen Männern und die Segnung von Partnerschaftsringen für zwei Männer keine mißverständlichen Äußerlichkeiten, sondern beweisen (unter anderem) mehr als deutlich tiefsitzende homosexuelle Tendenzen.

Daß nun Prof. Dieterich von Seiten des Herausgebers Reinhard Dörner nicht ganz korrekt informiert worden sein kann, ist dann analog auch am photogrammetrischen Gutachten des Herrn Univ.-Prof. Dr. Peter Waldhäusl (Machwerk, S. 131 - 135) erkennbar. Denn Waldhäusl betont vor den exakten Detailvergleichen betreffend eine weltweit bekannt gewordene Kußphotographie zwischen einem damaligen Priesterausbildner und einem ihm zugeteilten Seminaristen, daß die Bildinterpretation "Voraussetzung für das Messen" ist. Für Fachinterpretationen wiederum "sind Fachkenntnisse oder entsprechende Allgemeinkenntnisse Voraussetzung". Doch abgesehen davon, daß Waldhäusl daher liturgische und seminarpädagogische Kenntnisse hätte haben müssen, wird ihm noch vor seiner Messung - wie er selbst schreibt - eingeredet: "... handelt es sich um Bilder von einer Weihnachtsandacht 2003 in seiner Wohnung in St. Pölten ..., an deren Ende unter den sechs Teilnehmern nach bekanntem Brauch der Bruderkuß (Umarmung mit gegenseitiger Berührung der Wangen, z. B. links, recht, links) gewechselt wurde." (Seite 132, Punkt 4.) Ein rechtskräftiges Urteil des vom angesprochenen Priesterausbildner selbst angerufenen österreichischen Gerichtes geht jedoch aufgrund der Glaubwürdigkeit der Beweise und der in den öffentlichen Hauptverhandlungen mehr als deutlich gewordenen Unglaubwürdigkeit jener Zeugen, die einen homosexuellen Hintergrund des Kusses in teilweise dilettantischer Manier zu leugnen versuchten, nicht von einem Wangenkuß aus. Nicht mehr sonderlich glaubhaft wirkt der noch mitten in die Detailbeschreibungen eingebaute "entlastende" Einschub im Punkt (6.) des photogrammetrischen Gutachtens: "A beschreibt B als extrovertiert und in seinem Verhalten immer etwas stürmisch." (S. 133) Wenig verwunderlich ist es dann schließlich, wenn dieses Gutachten von Prof. Waldhäusl per 11. Februar 2005 in seiner "Zusammenfassung und Schlußfolgerung" eher vorsichtig formuliert: "Eine sorgfältige Interpretation des Bildes 3 durch Vergleiche mit perspektiv ähnlichen Kontrollaufnahmen läßt es durchaus glaubhaft erscheinen, daß im Bild 3 lediglich eine harmlose Szene dargestellt ist, die während des Austausches eines Bruderkusses entstanden ist." (S. 135) Trotzdem werden dem Leser des Machwerkes "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten" die Bilder zur persönlichen Kontrolle einer angeblichen Harmlosigkeit seitens Reinhard Dörner einfach vorenthalten, so wie bekanntlich vieles andere an Dokumentation auch.

Insbesondere muß dem Buch von Dörner und darin vor allem auch der Autorin Dr. Gabriele Waste in derem kontraproduktiven Verteidigungsfanatismus für zwei in rechtskräftigen staatlichen und kirchlichen Entscheidungen als (in welchem Grade auch immer) mitschuldig angesehenen Priesterausbildner vorgeworfen werden, zu übersehen, daß diese beiden weder da noch dort zu "Homosexuellen" gestempelt, sondern lediglich konkrete Verhaltensweisen angesprochen wurden, die mit dem priesterlichen Leben und mit der Verkündigung der Kirche insbesondere im Moralbereich nicht übereinstimm(t)en. Der damalige Apostolische Visitator und der regierende Diözesanbischof Dr. Dr. Klaus Küng haben dies in sämtlichen Stellungnahmen immer präzise und behutsam beachtet, weshalb es nur noch grotesk erscheinen kann, wenn Frau Waste und andere dann plötzlich (und: nur) einen einzigen der sogenannten Belastungszeugen - gemeint ist: Zeugen, welche wahrheitsgemäß von homophilen Situationen in bezug auf die beiden Priesterausbildner aufgrund eigener Beobachtungen berichten konnten - zu einem "Homosexuellen" stempeln oder gar - in offensichtlicher Verwirrung darüber, wer nun aller homosexuell war oder ist ... - gerade davon eine Glaubwürdigkeit in der jeweiligen Aussage abhängig machen möchte. Weihbischof Laun hält in dem von ihm herausgegebenen Buch mit Berufung auf J. Nicolosi, Identität und Sexualität, in: Brennpunkt Seelsorge (4/1997), S. 76 - 82, fest: "Hatte früher die fehlende Unterscheidung zwischen Orientierung und Akt zu falschen Einschätzungen geführt, so verleitet der Begriff 'Homosexueller' umgekehrt zu dem anderen Fehler, Menschen auf ihre Neigung zu reduzieren. Von der gleichgeschlechtlichen Neigung nochmals zu unterscheiden ist die Selbstbezeichnung 'schwul': 'homosexuell' gibt die Richtung der sexuellen Orientierung an, 'schwul' ist eine 'sozio-politische Identität' und entsteht durch die Entscheidung für ein homosexuelles Leben." (S. 241 im genannten Buch von A. Laun, Homosexualität aus katholischer Sicht). Und so hat der Moraltheologe Dr. Stefan Reuffurth im selben Launbuch recht, wenn er schreibt: "Wesentlich angemessener ist es, von 'Personen mit homosexuellen Tendenzen' zu sprechen." (S. 187, a. a. O.) Von daher ist es untragbar, wenn Reinhard Dörner einerseits bei den beiden ehemaligen St. Pöltner Priesterausbildnern radikal von zwei "unbescholtenen Priestern" spricht und andererseits eine Dr. Gabriele Waste in dem von ihm herausgegebenen Machwerk "Der Wahrheit die Ehre ..." zu einem einzigen aus der Mehrzahl (!!!) von Zeugen und Beteiligten ständig schreiben läßt: "homosexuellen Rabiega" (z. B. S. 42 und 43), welche sich dann sogar auf S. 25 zur Frontalhetze hinreißen läßt: "... der bekennende Homosexuelle R. Rabiega", doch dann hätte Waste angesichts rechtskräftiger Urteile auch bei anderen, sogar geweihten Herren einiges dazuschreiben "müssen". Doch in Wirklichkeit ist bei solchen Pauschalhetzereien Vorsicht angebracht: es ging um die Glaubwürdigkeit der auftretenden Personen, es ging um den Umgang der Kirche mit der Wahrheit der Fakten, und dabei ist es dann angesichts überprüfter Fakten in der Tat korrekter, zu schreiben "Personen, welche homosexuelle Tendenzen hatten / haben" als manipulativ à la Waste nachträglich einzuteilen, wer angeblich radikal-homosexuell (gewesen) sei und wer dann paradoxerweise trotz solcher Anzeichen unbedingt verteidigt werden müßte, obschon es völlig sinnlos geworden war und ist. Im übrigen muß Frau Waste auch aufgefordert werden, den von ihr benannten "sich offen als homosexuell deklarierenden Priester aus Wien" zu benennen, um der Kirche zu helfen (vgl. S. 34, Anm. 39). Doch das tut sie nicht, und so verschweigt sie nicht nur hier ganz plötzlich Namen, sondern vergißt auch all zu oft die genauen Angaben ihrer Quellen oder überhaupt jegliche Angaben einer verläßlichen Quelle, die sie eben oft gar nicht hat. Im Gegensatz zu solchem willkürlichem Vorgehen wider besseres Wissen hat der Apostolische Visitator immer die Präzision gewahrt, wie man z. B. bei seiner Pressekonferenz zur Schließung des Priesterseminars St. Pölten erkennen kann. Hier wird niemand als solcher zum "Homosexuellen" erklärt, sondern er sagt der Wahrheit entsprechend: "Sehr schmerzhaft war es für mich festzustellen, dass sich aktive homophile Beziehungen gebildet haben."

Schließlich treffen das Dörnerbuch und Frau Waste selbst genau jene Zeilen der S. 84, die Waste anders gemeint hatte, doch es ist das faktische Vorgehen der beiden für ihr Machwerk: "Wenn Wörter oder Sätze aus dem Kontext gerissen werden, setzt man sie bewußt oder unbewußt Mißverständnissen aus." So muß bei dieser ersten Ergänzung abschließend dem Herausgeber Reinhard Dörner ganz entschieden widersprochen werden, wenn er auf S. 10 sein Vorwort fast drohend beschließt: "Denn mit den Methoden, die in St. Pölten angewandt worden sind, läßt sich jedem Bischof und jedem Priester ein Skandal andichten." Das ist völliger Unsinn, denn dort, wo keine klaren Fakten vorliegen, kann auch die Unschuld fälschlich Beschuldigter früher oder später leicht herausgestellt werden. Alles andere ist irrationales Suchen nach Verschwörungstheorien, die sich zwar in der Phantasie bewähren mögen, nicht jedoch in der Wirklichkeit. Der Satz ist im Grunde eine Frechheit, weil die in St. Pölten kirchenrechtlich herausgefundenen Fakten nicht einfach nachträglich auf solche Weise weg-gedichtet werden können. Und so bleibt es dabei: es ging und geht um die Glaubwürdigkeit der Kirche beim Aufarbeiten solcher und ähnlicher Skandale. Wie es nicht (mehr) gehen kann, zeigen die der Manipulation überführten Autoren Dörner und Waste.

Mit besten Grüßen von Alexius

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Alexius« (19.10.2008, 20:58)


12

10.10.2008, 11:32

Zweite Fortführung der Kritik des Buches "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten"

In der zweiten Fortführung soll nun das von Univ.-Prof. em. Dr. Wolfgang Waldstein im Machwerk "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten" abgedruckte Gutachten - S. 117 - 128 - kritisch kommentiert werden, den ich persönlich sehr schätze, insbesondere was seine herausragenden Forschungen zum Römischen Recht und zum Lebensschutz betrifft, aber auch seinen sehr kompetenten Einsatz für die außerordentliche Form des Römischen Ritus und gegen Mißbräuche bei der Feier seiner ordentlichen Form, der sich aber leider für die Interessen der Hintermänner des Machwerkes einspannen ließ. Doch auch hier - ähnlich wie bei Prof. Dieterich und Prof. Waldhäusl - muß davon ausgegangen werden, daß Prof. Waldstein zuvor eine völlig verkürzte Sicht auf die vorliegenden Fakten des Skandalfalles St. Pölten angeboten wurde. War das Gutachten von Waldhäusl noch während des von den beiden ehemaligen Priesterausbildnern selbst gegen den Rat des Apostolischen Visitators angestrengten und rechtskräftig verlorengegangenen Medienverfahrens angefordert worden, scheint das Gutachten von Waldstein erst später erbeten worden zu sein, um in Rom im Rahmen der eingebrachten Rekurse den Eindruck zu erwecken, die freiwillig angerufene staatliche Gerichtsbarkeit in Österreich würde nicht mehr funktionieren und vor allem wohl auch davon abzulenken, daß die beiden Priester eben selbst gegen guten Rat um diese Gerichtsbarkeit gebeten hatten. Gott sei Dank - und zwar um der Wahrheit und Glaubwürdigkeit der Kirche willen - konnte das Gutachten Waldsteins die endgültige Bestätigung aller Maßnahmen des Diözesanbischofs von St. Pölten durch den Papst nicht behindern. Nun aber zu den einzelnen Kritikpunkten am Gutachten Waldsteins von meiner Seite:

1. Prof. Waldstein beginnt sein Gutachten sofort mit der Unterstellung, daß die angerufenen österreichischen Gerichte, nämlich das Erstgericht und das Berufungsgericht (in insgesamt vier Urteilen), bei den Medienverfahren der Antragsteller Küchl und Rothe gegen die News-Verlagsgruppe angeblich nach einer "subjektiven moralisch-politischen Anschauung des Gerichtes" entschieden hätten, doch er kann dann im Verlaufe des Gutachtens diese These nicht schlüssig nachweisen. Mehr noch, Waldstein übertreibt zu Beginn und auch später derart kraß, daß es seiner Glaubwürdigkeit schadet. Denn das von ihm zu Recht kritisierte Erkenntnis des Österreichischen Verfassungsgerichtshofes pro "Fristenlösung" aus dem Oktober 1974 kann und darf eben nicht in einem völlig anderen Fall und Verfahren (an einem anderen Gericht) zum Vorurteil verleiten, daß auch in dem hier interessierenden anderen Fall der Medienverfahren ein ähnlich schwerer Erkenntnismangel vorliegen müßte. Waldstein begeht daher meines Erachtens eine illegitime Argumentationsvermischung und vergißt vor allem auch den hohen Wert der Freiheit von medialer Berichterstattung auf europäischem Boden.

2. Im Irrtum befindet sich Waldstein auch mit seiner These, daß die Photobeweise quasi die (einzigen) tragenden Säulen des ganzen Beweisverfahrens der angesprochenen Medienverfahren gewesen wären. Abgesehen davon, daß das für die Gerichtsverhandlungen abgewiesene Privatgutachten Prof. Waldhäusls eben - wie schon in der ersten Fortführung der Kritik angesprochen - nicht mit 100%iger Sicherheit zu dem vom Antragsteller erwünschten Befund der Harmlosigkeit der bekannten Kußphotographie gelangt ist und überdies im Photogutachten selbst ausdrücklich auf das notwendige Fach- und Allgemeinwissen zur Vorinterpretation des auf der Photographie Dargestellten verwiesen wird - und nichts anderes nahm die Richterin in Anspruch, eben nicht in von Waldstein behaupteter "grotesker Selbstüberschätzung" - übersieht Waldstein die Zeugenaussagen in beiden Medienverfahren. Hauptproblem seines Gutachtens ist es vor allem, daß er die konkreten Beobachtungen der Richterin bei den Aussagen der verschiedenen Personen sowie die veröffentlichten Beobachtungen von anderen Prozeßbeobachtern nicht berücksichtigt und ihm daher offenbar bis heute nicht bekannt ist, wie klar die Unglaubwürdigkeit jener "bestellten" Zeugen durchschien, die keinerlei sexuellen Hintergrund der Kußphotographie und anderer Vorkommnisse eingestehen wollten. Das Unsichersein und sogar Umfallen von Zeugen ist nämlich der sicherste Erweis, daß nicht die Richterin eine von Waldstein somit frei erfundene "massive Voreingenommenheit" aufwies, sondern leider offenbar er selbst, auch wenn es ihm subjektiv nicht aufgefallen sein mag. Somit ist auch seine Wertung auf S. 119 eine pure Unterstellung: "Für die Entscheidung maßgeblich war letztlich nur die Aussage des Zeugen Rabiega, dessen objektive Glaubwürdigkeit gegenüber allen anderen Zeugen wohl am geringsten eingeschätzt werden mußte." Aber genau dieses, nämlich die objektive Glaubwürdigkeit, konnte und kann auch ein emeritierter Professor wie Waldstein nicht mehr im nachhinein konstruieren oder vollständig bewerten. Ich wiederhole daher: er war nicht bei den Verfahren anwesend, er war nicht der zuständige Richter. Angesichts dieser seiner Behauptung muß leider wirklich davon ausgegangen werden, daß vor Erstellung seines Gutachtens massive und ungerechte Propaganda nach Art des (in der ersten Fortsetzung über Frau Wastes Beitrag) Geschilderten ergangen sein muß. Wie ein grüner Faden bewirkt die teilweise Unkenntnis Waldsteins der öffentlichen Hauptverhandlungen - nur dort war die direkte Wertung der Glaubwürdigkeit und Unglaubwürdigkeit der auftretenden Personen (inklusive der Antragsteller Küchl und Rothe) möglich - dann eine Fehlbewertung nach der anderen.

a) So versucht er, Aussagen des Zeugen Rabiega - alle von der Hauptverhandlung des 2. Dezember 2004 - gegeneinander auszuspielen, was jedoch gar nicht möglich ist, wenn man die Fragestellungen durchsieht: denn unter "homosexuellen Szenen" verstand der Zeuge so wie andere auch die konkrete und gesichtete Bettgemeinschaft zweier Männer. Daß Rabiega jedoch mit seiner zwei Mal getätigten und unwiderrufenen Angabe vor Gericht, persönlich mehrere Zungenküsse zwischen Männern bei der "Weihnachtsandacht 2003" sowie vor allem auch die Segnung von Partnerschaftsringen für zwei männliche Partner gesehen und gehört zu haben, klare Hinweise auf homosexuelle Beziehungen gegeben hat, übersieht Waldstein in fast schon grotesker Weise. Diesbezüglich übersieht er aber noch weiteres, um nur einige Beispiele vorzulegen:

b) die völlige Unglaubwürdigkeit des "Andachtsteilnehmers" Sebastian Christoph S.: als man diesem nämlich bei der Verhandlung am selben 2. Dezember 2004 Bilder präsentiert, wo in offenbar recht freimütiger Stimmung Alumnen in Prälatenkleidern auftauchen, liebevoll die Hand des Propstes von Eisgarn um die Schultern gelegt, argumentiert der damalige Alumne und heutige Ordensbruder, daß dann ja jeder verkleidete Nikolaus schwul wäre. Auch wenn er zuvor noch behauptet hatte, nur mit seinen Eltern nach Eisgarn gefahren zu sein, zum Kaffee, oder ins Konzert, das Stift sei ja sehr schön gewesen. Und so heißt es im rechtskräftig bestätigten Urteil vom 15. September 2004 zu Recht: "Auch die ausweichenden Antworten des Zeugen Christoph S., der einen überaus unsicheren Eindruck machte und erst nach massivem Vorhalt eingestand, daß die von ihm unterfertigte 'eidesstattliche Erklärung' für Dr. Rothe von diesem bereits vortextiert war und nicht, wie er anfangs behauptete, von ihm selbst aufgesetzt worden war (AS 85), er habe keine homosexuellen Handlungen anläßlich der Weihnachtsfeier beim Antragsteller beobachten können, da er 'nicht darauf geachtet' habe, vermochten das Gericht nicht zu überzeugen. Immerhin gestand dieser Zeuge nach Vorhalt des Fotos Beilage ./13 ein, daß darauf ein Kuß zu erkennen sei (AS 83)." Damit ist auch schon ein Urteil gesprochen über die von Waldstein angesprochenen, jedoch eindeutig "bestellten" eidesstattlichen Erklärungen, die jemand mit gutem Gewissen in dieser Fülle wohl kaum gebraucht hätte ...

c) die Glaubwürdigkeit des Zeugen Engelbert M., bei dem sich Waldstein sogar zu der komplett unzutreffenden Bemerkung auf S. 120 hinreißen läßt, "der das Foto aus Unkenntnis der Tatsachen für belastend hält", der jedoch vor dem Gericht in Wirklichkeit eine besondere Kenntnis bekanntgab. Nicht nur wußte er eine Geschichte zum abgelichteten "Umarmungspartner" Karl K. zu erzählen, in dessen Bett er nämlich im Canisiusheim von Horn einen Gymnasiasten nackt aufgefunden hatte, welcher heute Geistlicher der Diözese Innsbruck ist, als M. nämlich wegen eines beginnenden Orgeldienstes Karl K. gesucht hatte. Hinzu kommt aber vor allem, daß der ehemalige Subregens gemäß Aussage desselben Engelbert M. "im Vorfeld bei der Kriminalpolizei auch nachgefragt hat und von verhängnisvollen Fotos gesprochen hat." M. sprach dabei wörtlich vor der Richterin von der Lüge desselben Subregens: "Die Fotos sind ein schwer belastender Beweis für mich ... Es ist bedauerlich, daß Herr Rothe hier nicht die Wahrheit sagt." Doch das übersieht/verschweigt Waldstein komplett.

d) das Umfallen des von Waldstein auf S. 125 lediglich einmal benannten polnischen Zeugen und "Andachtsteilnehmers" Albert A. bei seiner Befragung am 15. September 2005, dazu schildert ein Prozeßbeobachter, zunächst aus dem vorgegebenen Blickwinkel dieses Zeugen: "Das alles (die Bilder) sei doch einfach ein typischer Scherz unter Alumnen gewesen! Wie hätte man doch gelacht! Nachdem ohnehin weltweit Priestern nachgesagt würde, daß sie so häufig schwul seien, sei es in St. Pölten wie in Polen üblich gewesen, intern damit Späße zu treiben. Am meisten lachte A. selber, immer wieder, wollte damit unterstreichen, daß doch alle nur Spaß gemacht hätten, riesigen Spaß! Bei einer Weihnachtsfeier? Na klar, Weihnachten sei doch das Fest der Freude über die Geburt Christi, antwortete A. Er und P. ein Paar? Niemals. Seit 15 Jahren Freunde, höchstens. Weil er nicht gut Deutsch spreche, habe ihm sein Freund eben oft geholfen. Richtig in Fahrt redete er sich. Na klar sei ein Datum in den Ringen eingraviert gewesen, der 24. Dezember 2003 eben, Weihnachten. Und die Ringe seien Rosenkranzringe gewesen, die selbstverständlich gesegnet würden, wie man das bei Rosenkränzen eben tue. Einen solchen zeigte er nun der Richterin. Natürlich war es nicht nämlicher. Und ein Spruch sei eingraviert gewesen, so ungefähr wie 'Gott ist die Treue' oder so, er könne sich nicht mehr erinnern. Die Schlinge zog. - Alles sei doch ein einziger Spaß gewesen! Die Richterin solle doch einmal genau schauen: die beiden küßten sich auf den ominösen Photos von der Weihnachtsfeier doch unter einem Mistelzweig! Da bleibt der Richterin fast die Spucke weg - na klar, jetzt erst bemerke sie es, und nun sei ihr erst recht alles klar! A. merkte nichts. Er redete und redete, so rasch, daß die Richterin immer wieder bat, langsamer zu sprechen, seine Aussagen könnten sonst nicht protokolliert werden. Der Kuß unter dem Mistelzweig, die Richterin wiederholte es staunend, fast hätte sie sich mit der flachen Hand auf die Stirn geschlagen. Die Schlinge zog sich. - Na selbstverständlich träume doch jeder Alumne von rotem Talar, von der Mitra, so seien auch die Bilder bei der Geburtstagsfeier von P. in Eisgarn entstanden, ein einziger Spaß! Schloß man die Augen - A. klang sogar irgendwie plausibel - bis zu dem Moment, da der Anwalt des 'profil' aufstand und Beweisanträge stellte, die Beweise gleich vorlegte, dazu mußte er nämlich nur den Strafprozeßakt aus St. Pölten aufschlagen. Die Schlinge zog sich zusammen. - Es habe keine Umarmungen in der bekannten Art zwischen ihm und Küchl gegeben? Was denn da auf diesem Photo sei? Das habe er nicht gewollt. 'Aha, dann sei es aber ja gar Nötigung?' ätzt die Richterin Mag. Frohner. Und es kommen ganz ruhig vorgebracht Fakten um Fakten, die A.s Geschichten regelrecht ins Nichts zerfallen lassen. Photos, mit seiner Kamera geschossen. (Das sei zuvor die Kamera von Daniel P. gewesen, die Bilder seien noch drauf gewesen.) Ob er dies, dies, dies sei, ob P. das, das, das sei, der unter der Dusche, der von hinten, das, das ... Ob er in St. Pölten nicht protokolliert gesagt habe, daß er homosexuell sei ebenso wie P., ob er nicht davon gesprochen hätte, daß einige andere Alumnen homosexuell seien. (Er habe dort keinen Dolmetsch gehabt, das Protokoll sei mißverständlich, er habe nur von einem gesprochen - Remigius R.) A. merkte aber gar nicht, wie erledigt er war, welchen Bärendienst er Küchl und Rothe geleistet hatte. Locker verließ er den Saal, so wie er ihn betreten hatte. So locker wie Küchl vor Prozeßbeginn, als er A. mit beruhigender Geste zugesprochen hatte. Er und Küchl hätten keinen Kontakt mehr gehabt? Was mit den SMS sei? (Küchl habe ihm eine schöne Karte geschickt. Außerdem habe er ständig wechselnde Telephonnummern, man habe ihn nicht erreichen können.) Nicht im März? Und die österreichische Nummer habe er beibehalten? Und bei der letzten Verhandlung hätten Küchl wie Rothe vom Telephonat erzählt? (Ja Rothe sogar angeboten, ihn bzw. P. von seinem Handy aus anzurufen.)" Ein weiterer Kommentar erübrigt sich.

e) das rechtskräftig bestätigte Urteil vom 15. September 2005, in dem es zur Situation des Zeugen Rabiega in der Zeit vor seinem stabilen Auftreten bei den staatlichen Richtern völlig nachvollziehbar heißt: "Wenn es sich bei den Einflußnahmen der Seminarleitung und des Bischof Krenn auf den Zeugen Rabiega mit dem Zweck der Erwirkung eines Widerrufs seiner ursprünglich gegen die Leitung des Priesterseminars erhobenen Anschuldigungen auch nicht um eine Nötigung im strafrechtlichen Sinn gehandelt haben mag, ist aus dem geschilderten Ablauf der Ereignisse und des Zustandekommens der diversen vom Zeugen Rabiega unterfertigten Erklärungen ersichtlich, daß der Zeuge damals aufgrund der Tatsache, daß auch in seinem Zimmer pornographisches Material sichergestellt werden konnte, befürchten mußte, aus dem Priesterseminar ausgeschlossen zu werden. Die vom Zeugen Rabiega geschilderte Drucksituation zum Zeitpunkt der Unterfertigung dieser Erklärungen ist daher lebensnah nachzuvollziehen. Gerade der Umstand, daß er unmittelbar nachdem er gegenüber Prälat Küchl und Subregens Dr. Rothe seine Anschuldigungen zurückgenommen hatte, wiederum gegenüber Mag. R. erklärte, daß er unter Druck gestanden sei und daß er am 28. 6. 2004 neuerlich in einer Sachverhaltsdarstellung zu seinen Anschuldigungen zurückkehrte, zeigt, wie schwierig für den Seminaristen die Situation gewesen sein muß." Niemand wird von solchen Zeugen begeistert sein, aber es zählen die Fakten, und während Priester mit solchen und ähnlichen Geschichten noch öfters "davonkommen" und "davongekommen" sind, ist der Weg für solche Seminaristen zu den Weihen sowieso und Gott sei Dank versperrt.

f) das rechtskräftige Urteil der letzten Instanz vom 28. Juni 2006, in dem es berechtigterweise heißt: "Wäre im übrigen tatsächlich von unverfänglichen, bloß Freundschaft und vorweihnachtliche Feierstimmung vermittelnden Bildern auszugehen, wie dies vom Antragsteller behauptet wird, verwundert der Umstand, daß er sich mit derartiger Vehemenz gegen die Veröffentlichung dieser Fotos zur Wehr setzt, diesfalls könnte doch zwanglos dem Leser die Beurteilung überlassen werden, wie er die Lichtbilder interpretiert, um sich von deren Bewertung durch das Medium selbst kritisch eine Meinung machen können." Und daß das photogrammetrische Privatgutachten weitaus nicht jene Eindeutigkeit hatte - wie sie Waldstein annimmt - habe ich bereits im Vorbeitrag (der ersten Fortführung der Kritik) aufgezeigt. Die Richterin hat daher nicht, wie Waldstein meinte, "beharrlich, gegen ein kompetentes Gutachten und gegen die Aussagen glaubwürdiger Zeugen ... an ihrem falschen 'Eindruck' festgehalten", sondern ihres Amtes völlig korrekt gewaltet. Und so könnten wir noch viele weitere Punkte anführen, aber es ist schön langsam widerlich, daß dies wegen der Lügenpropaganda eines solchen Buches nochmals "ausgebreitet" werden muß.

3. Der nächste Irrtum Waldsteins liegt nun in der Wertung einer sogenannten Unschuldsvermutung, die er den von "profil" durch die Berichterstattung vom 12. Juli 2004 "angegriffenen Personen" zugestehen möchte. Es sei seiner Meinung nach bei den Zeugeneinvernahmen die Annahme der Richterin gewesen, daß die Schuld der beiden Priesterausbildner bereits erwiesen wäre. Worin liegt hier der Irrtum Waldsteins? Ganz einfach: abgesehen von einer illegitimen Unterstellung Waldsteins saßen bitte schön nicht die beiden ehemaligen Seminarvorsteher bei den von ihnen selbst angestrengten Medienverfahren auf der Anklagebank, sondern das Verfahren wurde gegen "profil" geführt. Die beiden Ausbildner wurden nicht von "profil" oder von sonst jemandem bei staatlichen Gerichten betreffend homophile Verhaltensweisen angeklagt, weil dies gemäß heutiger Gesetzeslage auf Erwachsene bezogen gar nicht interessiert hätte. Und daß die Kirche in der Tat in Konsequenz der von ihr verkündeten Schöpfungs- und Morallehre einem falsch verstandenen "Grundrecht" auf sexuelle Selbstbestimmung und einem falsch verstandenen Diskriminierungsverbot widerspricht, ist wirklich nichts Neues. Warum die Feststellung dessen für Waldstein von Seiten eines staatlichen Gerichtes "abenteuerlich" ist, entbehrt jeder Grundlage. Hier bietet neuerlich das von Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun herausgegebene Buch Homosexualität aus katholischer Sicht, 2. Auflage, Eichstätt 2001, wertvolle Argumentationshilfen. In keinem einzigen staatlichen Urteil im Fall St. Pölten ist nachzulesen, daß aus diesem Widerstand der Kirche eine von Waldstein konstruierte "Duldungspflicht gegenüber Verleumdungen" bei Priestern abzuleiten wäre. Der Vorwurf ist in Wirklichkeit den beiden Antragstellern Küchl und Rothe zu machen, welche aus eigenem Antrieb - und von wem auch immer angespornt - diese Medienprozesse auf staatlichem Boden führten, obschon sie als "nicht ausgeschiedene" Priester unter keinen Umständen einen Schutz der Privatsphäre zur Abdeckung homophiler Verhaltensweisen hätten beanspruchen dürfen, denn logisch zu Ende gedacht könnte dann kein Bischof oder Abt mehr einen Priester in ähnlicher Verwicklung zur Rechenschaft ziehen, würde jeder Kleriker (und somit im Einzelfall auch gegen die eigene Hierarchie) vor staatliche Gerichte ziehen, um innerkirchlich geklärte Sachverhalte dadurch quasi-vertuschen zu wollen. Insofern hat Bischof Krenn mit Recht seine Finanzierungszusage für diese Prozesse noch während der Visitationszeit zurückgenommen, und heute ist klar: im Grunde hätten diese Prozesse mit ihren öffentlichen Hauptverhandlungen den Priestern untersagt werden müssen, da solches Auftreten eben in der Tat der Glaubwürdigkeit der Kirche und ihrer unveränderlich zu verkündenden Sexualmoral nur schaden konnten. Unter diesem Gesichtspunkt sind auch die von den beiden ehemaligen Priesterausbildnern gewählten weiteren Schritte beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte äußerst bedenklich, ganz abgesehen davon, daß die Rechtskraft der österreichischen Urteile davon nicht mehr berührt ist. Als einzige Frage bleibt nach der Lektüre des absolut parteiisch gehaltenen Gutachtens Prof. Waldsteins nur noch: warum haben die beiden ehemaligen Priesterausbildner nicht den von ihm im letzten Satz auf S. 128 vorgeschlagenen Weg eingeschlagen: "Daher wäre in diesen Fällen eine Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes gemäß § 292 StPO zweifellos angebracht." Und hier wird man wohl vermuten dürfen, daß Anwälte mehr als deutlich machten, daß angesichts der oben angerissenen Faktenlage eine solche von Waldstein subjektiv gutgemeint angeratene Nichtigkeitsbeschwerde keine realistische Chance gehabt hätte.

Beste Grüße von Alexius

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Alexius« (20.10.2008, 09:38)


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10.10.2008, 22:10

Dritte Fortführung der Kritik des Buches "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten"

In der dritten Fortführung sollen nun die Texte des Herausgebers Reinhard Dörner selbst kritisch durchgesehen werden. Abgesehen davon, daß er für die gesamte verlogene Propaganda des Machwerkes "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten" die Verantwortung trägt, ist besonders auf die Zusammenfassung der Rückseite des Gesamtbuches, auf verschiedene Sprüche und Anmerkungen, auf sein Vorwort (S. 7 - 10) und nicht zuletzt auch auf die "Bemerkungen des Herausgebers zum römischen Dekret" (S. 190 f.) zu verweisen. Dabei ergeben sich folgende Hauptirrtümer und Fehleinschätzungen des Herausgebers Reinhard Dörner:

1. Aufbauend auf den bisher angegebenen Argumenten (in den umfassenden Ausführungen des St. Pöltner Diözesanbischofs Dr. Dr. Klaus Küng und in meinen bisher nachlesbaren Fortführungen der Kritik am genannten Machwerk) ist erwiesen, daß es in der Tat mehr als ausreichende Mühen der Beweisführung sowohl bei den staatlichen Verfahren als auch und insbesondere bei den kirchenrechtlichen Verfahren gegeben hat. Es ist daher grotesk, wenn Reinhard Dörner seine Ausführungen auf dem Buchdeckel mit einem herausgerissenen Zitat aus einem Kommentar von Stefan Dietrich ("Mediale Selbstjustiz", 6. Mai 2008 in der FAZ) beginnt, das folglich überhaupt nicht zutrifft: "Gegen eine Vorverurteilung, die sich nicht einmal der Mühe der Beweisführung unterzieht, ist Verteidigung unmöglich." Es wurden eben nicht - wie Dörner behauptet - "zwei unbescholtene Priester auf mafiose Weise aus ihrem Amt gemobbt". Besonders infam ist dabei die durch nichts erwiesene Unterstellung Dörners, daß sich Bischof Küng "der Medien bedient hat, um diese Priester 'kaltzustellen'." In Wirklichkeit ist Bischof Küng seiner Fürsorgeverpflichtung vollständig nachgekommen. Daß jedoch durch die Berichterstattung diverser Medien auch immer wieder eine Sensationsgier gestillt wird, versteht sich von selbst, ist aber nicht die einzige und schon gar nicht ausreichende Erklärung dafür, daß der Fall St. Pölten über mehrere Wochen die Medienberichterstattung mitbestimmte.

2. Ebenso infam ist die durch nichts erwiesene Behauptung Dörners, daß Bischof Klaus Küng "auf recht undurchsichtige Art und Weise als Apostolischer Visitator" berufen worden wäre, und völlig falsch ist weiters seine propagandistische These, daß derselbe Bischof es bis heute nicht vermocht hätte, "den beiden Priestern ein Verschulden nachzuweisen." (Noch grotesker und zur radikalen Unglaubwürdigkeit Dörners von ihm selbst im Vorwort auf S. 7 übertrieben: "Bis heute aber wurde ihnen nicht die geringste Kleinigkeit nachgewiesen." Wer so schreibt, kann nicht mehr sachlich schreiben.) Wir wissen nämlich sogar aus öffentlichen Hauptverhandlungen und öffentlich greifbaren Urteilen der von den beiden ehemaligen Priesterausbildnern selbst angestrengten staatlichen Medienverfahren, daß das Gegenteil wahr ist. Andernfalls hätte der Heilige Vater keinesfalls sämtliche Maßnahmen des Bischofs in forma specifica bestätigt. Und wenn Dörner den Waldstein'schen Irrtum verkürzt darlegt, daß die österreichische Justiz den beiden Priestern (dabei auch ein weiterer Fehler: das photogrammetrische Gutachten war nur für einen der beiden gedacht, denn nur vom jüngeren Ausbildner wurde die Kußphotographie bekannt) "verweigerte, ein Gutachten, das ihre Unschuld belegt hätte, als Beweismittel vor Gericht zuzulassen", muß deutlich erinnert werden: ein photogrammetrisches Gutachten (siehe meine erste Fortführung der Kritik am Machwerk) alleine kann überhaupt keine Unschuld erweisen, schon gar nicht, wenn es mit dem Vorspann einer notwendigen Vorinterpretation und mit vorsichtig formuliertem Ergebnis betreffend eine angebliche Harmlosigkeit versehen ist. Und im übrigen darf und muß Dörner auch daran erinnert werden, daß von der Richterin nicht nur ein angeblich "entlastendes" Privatgutachten abgewiesen wurde, sondern bereits zu Beginn im Fall Küchl der Zeuge B., mit dem die beklagte Partei "profil" sofort nachweisen hätte wollen, daß der Herr Prälat eine Falschaussage getätigt hätte, was seine Aussage betraf, niemals homosexuelle Beziehungen unterhalten zu haben. Dabei betonte die Anwältin Küchls und Rothes am 2. Dezember 2004, daß es eben nicht um den Erweis einer (etwaigen) Falschaussage von Küchl und weiters nicht um Homosexualität ginge, denn das unterliege der Privatsphäre, die zu schützen sei. Womit wir wieder bei der Problematik wären, wie überhaupt amtierende Priester jemals von der Kirche her eine solche Privatsphäre für sich im vollen Sinne beanspruchen könnten oder dürften, um dahinter dann womöglich eine zu unterbindende homosexuelle Beziehung zu "verstecken." Doch nein, Dörner hetzt weiter gegen die österreichische Richterin: er möchte eine Prüfung des Straftatbestandes "der möglichen Rechtsbeugung". Er übersieht mit Waldstein, daß die Kußphotographie nicht der einzige Wahrheitserweis zum Freispruch des "profil" gewesen ist, und Dörner übersieht außerdem, daß eben genau die Abwägung von Persönlichkeitsrechten und öffentlichem Interesse im konkreten Berichtsfall den österreichischen Gerichten zur Untersuchung aufgetragen war. Völlig unsinnig dann - nachdem "profil" der Wahrheitsbeweis im Kern gelungen war - der Vorwurf Dörners: "nicht die beklagten Skandalmedien müssen den Priestern deren Schuld, sondern die klagenden Priester sollen und müssen ihre Unschuld beweisen!" Nein, in der Tat mußte "profil" mit Hilfe von Zeugen die Zulässigkeit seiner Berichterstattung und damit auch eine wie auch immer geartete Schuld der Antragsteller erweisen. Und dies ist auch gelungen. Eine von Dörner kollektiv herbeigewünschte "Rehabilitierung der drei Opfer der mafiosen Verschwörung" kann es daher so (und derart künstlich zusammengewoben) nicht geben.

3. Wenn daher Dörner schon auf dem Buchdeckel fragen läßt "Was ist schon ein Skandal, wenn es um die Wahrheit geht" (im Vorwort umfassender von Dörner aus den Homilien Gregors des Großen übersetzt: "Das Eintreten für die Wahrheit ist wichtiger als die Sorge, daß es Skandal gibt"), dann gibt er - ohne es bedacht zu haben - genau all jenen Zeugen beim Fall St. Pölten recht, die aufgrund eben solcher Motivation und einer nicht mehr tolerablen Gesamtlage im Juli 2004 kaum noch bereit waren, zu schweigen. Dörners Schlußabsatz ist daher teilweise völliger Unsinn: "Skandal über Skandal in Kirche und Justiz! Dieses Buch ist ein Plädoyer für die Wahrheit" - nein, es fordert im besten Falle dieses Plädoyer für die volle Wahrheit heraus - aber dann noch der groteske Abschluß, der wiederum auf Dörner und sein Machwerk zurückfällt, "denn der eigentliche und größte Skandal ist deren Unterdrückung!" Verrückt, aber damit hat er neuerlich ungewollt jenen Zeugen rechtgegeben, die nur noch die Möglichkeit darin erblickten, in den ORF und in die Printmedien zu gehen. Angesichts der gesamten Faktenlage ergibt dann auch das vor dem inneren Titelblatt zwischengeschaltene Zitat keinen Sinn mehr: "Die Rechtmäßigkeit einer Handlung bemißt sich nicht nach der Dringlichkeit der Wünsche des Rechtsbrechers." (Aus dem Cartoon 'Strizz' von Volker Reiche in der FAZ, 27. Mai 2008.) Denn die Frage kann dann gestellt werden: wer ist denn hier gemeint als Rechtsbrecher? Wenn Dörner gegen Ende seines Vorwortes einen dreifachen Skandal anspricht, nämlich "kirchenpolitisch, justizpolitisch und medienpolitisch", so fällt der zweite Teil "justizpolitisch" vollkommen weg. Kirchenpolitik mag immer mitspielen, aber auch hier kann es nicht nach Art Dörners eine Kirchenpolitik um der Kirchenpolitik willen geben, als ob es nur immer das Ziel hätte geben dürfen, daß Bischof Krenn vom Papst wieder eingesetzt worden wäre. Und aus diesem Grunde hätte man dann erweisbare Vergehen z. B. auf Seiten der beiden ehemaligen Priesterausbildner einfach in alter Weise vertuschen sollen. Und was die Medien betrifft, so ist jedenfalls dem "profil" der Wahrheitserweis im Kern gelungen. Dem ganzen Kapitel der Medien widmen wir uns aber noch ausführlicher bei der Kritik am Beitrag Wastes in dem von Dörner herausgegebenen Machwerk. Entschieden muß jedoch eine weitere Phantasie Dörners zurückgewiesen werden, nämlich eine von ihm angenommene "konzertierte Aktion zwischen kirchlichen Hierarchen, Justiz und Skandalmedien". Dafür liefert das gesamte Buch keinen einzigen Beweis, ja nicht einmal brauchbare Indizien. Die von den beiden Priestern freiwillig angerufenen staatlichen Instanzen haben unabhängig von irgendwelchen "Weisungen" kirchlicher Amtsträger den Sachverhalt so gut wie möglich geklärt. Daß Dörner diesbezüglich einfach nicht verstehen will, zeigt sich dann in seinem in grotesker Weise gegen Rom gerichteten Vorwurf: "Den Gipfel an Skandal stellt jedoch das Dekret vom 5. März 2008 aus Rom dar, das Bischof Küng Recht zu geben scheint." Und wenn Dörner sich darüber aufregt, daß in demselben Dekret die Apostolische Visitation angesprochen ist, dann darf daran erinnert werden, daß meiner bescheidenen Ansicht nach die beiden Antragsteller mit Hilfe staatlicher Gerichte unter anderem die (vom "13." schon frühzeitig verunglimpfte) Apostolische Visitation als Institution des Heiligen Stuhles gewissermaßen von hinten herum und im nachhinein "aushebeln" wollten. Diese Kalkulation der beiden Priesterausbildner war jedoch bereits nach Rechtskraft der beiden Urteile endgültig gescheitert.

4. Nicht die Apostolische Visitation, welche im vorhinein von Prof. Dr. Michael Stickelbroeck und anderen ausdrücklich herbeigewünscht wurde, ging daher von falschen Voraussetzungen - wie Dörner behauptet - aus, sondern das gesamte von ihm herausgegebene Machwerk. Hätte Dörner bei kath.net nachgelesen, dann hätte er auch nicht behauptet: "Soweit bekannt ist, gibt es aber (noch) keinen Abschlußbericht der Apostolischen Visitation". Wenn sich Dörner auf die "Analyse von Dr. Gabriele Waste" beruft, "daß die gesamte Medienberichterstattung falsch, weil konstruiert" wäre, dann werden wir uns in den nächsten Fortführungen genau diese "Analyse" Wastes ansehen und hier Schritt für Schritt die Fehlargumentation und Themenverfehlung nachweisen. Daß Dörner dann ausgerechnet den Fall des verstorbenen Wiener Kardinal-Erzbischofs Dr. Hans-Hermann Groër in sein Vorwort aufnimmt und wider besseres Wissen behauptet, daß katholische Bischöfe Österreichs damals " bei fehlenden Beweisen von einer 'moralischen Gewißheit' " betreffend dessen Schuld gesprochen hätten, bestätigt nur noch weiter die Unmöglichkeit Dörners, sich vollständig informieren zu wollen. Denn ohne jeglichen Beweis hätten die vier Bischöfe damals keinesfalls so gehandelt, und im übrigen können die Fälle und Vorgänge nicht einfach so verglichen werden, wie es Dörner gerne hätte. Daß die Zweitinstanz in Österreich eben kein "Urteil gegen die Kirche als solche" gefällt hatte - wie es Dörner in Verkürzung Prof. Waldsteins behauptet - habe ich bereits in der Kritik am Gutachten Waldsteins aufgewiesen. Mittlerweile fällt wohl kaum noch jemand auf die gescheiterte Verteidigungs- und Vertuschungsstrategie Dörners und anderer mit ihm Verbündeter herein, als ob die sachgemäße Bewertung Küchls und Rothes nichts anderes als eine Verurteilung Bischof Krenns und dann sogleich der ganzen Kirche gewesen wäre. Es ist seitens Dörners grotesk, nach den öffentlichen Hauptverhandlungen mit dem dort allgemein offenbar gewordenen Sachverhalt noch von Bischof Küng ein "Menschenrecht auf Unschuldsvermutung" zu verlangen, abgesehen davon, daß sich Bischof Küng immer äußerst behutsam zu Wort meldete und solche Anwürfe absolut ungerecht sind. Und daß Dörner trotz der Hintermänner seines Machwerkes "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten" nicht in der Lage gewesen sein soll, fachkundigen Rat zu dem von ihm künstlich unverstandenen "Regolamento Generale della Curia Romana von 1999" zu erhalten, erscheint wenig glaubwürdig. Dieses Regolamento setzt sich nicht über die Bestimmungen des Kirchenrechtes hinweg - wie Dörner zu fragen vorgibt - sondern ist selbst Bestandteil des geltenden Kirchenrechtes. Und der in dem von Dörner & Co. kritisierten römischen Dekret zum rechtskräftigen Abschluß des Falles St. Pölten (im Sinne der Maßnahmen des regierenden Diözesanbischofs) genannte Artikel 126 des geltenden Regolamento Generale della Curia Romana vom 1. Juli 1999 zeigt gemäß § 3, daß der Heilige Vater den gesamten Akt in der Tat persönlich studieren und seine Entscheidung wirklich auf Basis dessen treffen konnte:

+ § 1. Das Dikasterium, welches es für opportun hält, den Heiligen Vater um Approbation in forma specifica eines seiner Administrativakte zu bitten, muß dazu einen schriftlichen Antrag stellen, unter Nennung der Motive und Präsentation des definitiven Textentwurfs. Wenn der Akt Derogationen vom geltenden universalen Recht enthält, müssen diese angegeben und beschrieben werden (...)

+ § 3. In jedem der genannten Fälle muß das darauf bezogene Aktenmaterial dem Heiligen Vater überlassen werden, sodaß er es persönlich überprüfen und in Folge seine Entscheidung in der von ihm opportun angesehenen Form mitteilen kann.

5. Wenn Dörner dann immer noch blöd frägt, was denn dem Heiligen Vater am 28. Januar 2008 durch Seine Eminenz Tarcisio Kardinal Bertone diesbezüglich vorgelegt wurde, kann kaum noch von der Gutwilligkeit dieses Herausgebers bei der Behandlung des disziplinären Falles St. Pölten ausgegangen werden. Die "Bemerkungen des Herausgebers zum römischen Dekret" am Ende des Buches bestätigen das leider nur noch all zu deutlich. Obschon Dörner und Waste die bischöflichen Strafdekrete vorlagen und diese in dem von Dörner verantworteten Dokumentenanhang unterschlagen werden (zu dem wir später aufgrund seiner Selektion und Unvollständigkeit noch Stellung beziehen werden), tut der Herausgeber so, als ob er nicht wissen könnte, was denn nun das römische Dekret bestätigt hätte, ja er wirft dem Dekret dann sogar noch einen "verschleiernden" Stil vor. Völlig grotesk ist dann auch noch sein Vorwurf, daß das Dekret des Heiligen Stuhles aufgrund des Hinweises auf die Pflichten und Rechte aller Gläubigen "die beiden betroffenen Priester als einfache 'Gläubige' herabgestuft" hätte, als ob die allgemeinen Pflichte und Rechte mit den Klerikern gar nichts zu tun hätten. Unseriöser geht es kaum noch. Und zu dem von Dörner bezweifelten Ungehorsam der beiden Antragsteller könnte wohl Bischof Küng selbst am besten Stellung nehmen, doch es genügt im Grunde, die von ihm herausgegebenen Presseaussendungen der letzten Jahre durchzusehen, die ja auch zumeist auf kath.net nachlesbar waren und sind. Angesichts der angewandten Bestimmungen des zitierten Kurialrechtes dürfte Dörner völlig übersehen haben, daß seine Forderung nicht mehr trifft: "Es wäre also nur recht und billig, wenn der Papst dieses Dekret wirklich persönlich zur Kenntnis nimmt" - dies ist längst geschehen, und zwar definitiv in forma specifica, d. h. der Papst hat gemäß offizieller und unwiderrufener Presseaussendung des Bistums St. Pölten die Entscheidung "der Kongregationen zu seiner eigenen gemacht".

Mit besten Grüßen von Alexius

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Alexius« (20.10.2008, 09:57)


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11.10.2008, 16:13

"Der Wahrheit die Ehre"

Was da an Argumenten gegen das Buch gebracht wird, ist sinnlos: es bringt die Wahrheit: daß es nämlich in St. Pölten keinen Skandal gegeben hat als die "Skandalbehauptungen" in der Presse, von bestimmten Kreisen in Auftrag gegeben. Prälat Küchl und Dr. Rothe sind nun einmal Bauernopfer für Bischof Krenn. Warum hat Bischof Küng z. B. nicht zur in St. Pölten allgemein bekannten Tatsache Stellung genommen, daß er bei zwei anderen Priestern auf den diözesanen Computern wirklich homosexuelle Pornographie gefunden hat - aber nicht bei den beiden ehemaligen Seminarleitern?
Warum verschweigt er, daß er unschuldige Seminaristen der Homosexualität verdächtigte und einfach aus den Polizeiprokollen abgeschrieben hat?
Auch wenn Alexius noch so viel Zeit damit vertut, das Gegenteil zu behaupten - wer weiß, was er dafür erhält?
Die Visitation in St. Pölten war ein einziges Versagen, nicht zuletzt aufgrund der Rechtsberater von Bischof Küng (einer davon, Dr. Alexander Pytlik, wird im Buch ausführlich in seinen Machenschaften analysiert).
Nicht umsonst hat der Papst eingeschaltet werden müssen, um die Nicht-Annahme der Rekurse der beiden Priester zu genehmigen. Sonst wäre Küng als Bischof von St. Pölten nicht mehr haltbar gewesen.

15

12.10.2008, 00:13

Das ist zu wenig, Nefertari ...

Zitat

Original von Nefertari
Was da an Argumenten gegen das Buch gebracht wird, ist sinnlos: es bringt die Wahrheit: daß es nämlich in St. Pölten keinen Skandal gegeben hat als die "Skandalbehauptungen" in der Presse, von bestimmten Kreisen in Auftrag gegeben. Prälat Küchl und Dr. Rothe sind nun einmal Bauernopfer für Bischof Krenn. Warum hat Bischof Küng z. B. nicht zur in St. Pölten allgemein bekannten Tatsache Stellung genommen, daß er bei zwei anderen Priestern auf den diözesanen Computern wirklich homosexuelle Pornographie gefunden hat - aber nicht bei den beiden ehemaligen Seminarleitern?
Warum verschweigt er, daß er unschuldige Seminaristen der Homosexualität verdächtigte und einfach aus den Polizeiprokollen abgeschrieben hat?
Auch wenn Alexius noch so viel Zeit damit vertut, das Gegenteil zu behaupten - wer weiß, was er dafür erhält?
Die Visitation in St. Pölten war ein einziges Versagen, nicht zuletzt aufgrund der Rechtsberater von Bischof Küng (einer davon, Dr. Alexander Pytlik, wird im Buch ausführlich in seinen Machenschaften analysiert).
Nicht umsonst hat der Papst eingeschaltet werden müssen, um die Nicht-Annahme der Rekurse der beiden Priester zu genehmigen. Sonst wäre Küng als Bischof von St. Pölten nicht mehr haltbar gewesen.


S. g. Nefertari!

Nein, die Argumente gegen das Buch sind nicht sinnlos, sondern stehen auch von Deiner Seite unwidersprochen da. Wenn Du nicht bereit bist, nur auf irgendein konkretes Argument einzugehen und es hier sachlich zu besprechen, ist leider Deine eigene Wortmeldung "sinnlos".

Der St. Pöltner Skandal bleibt ein kirchengeschichtliches Faktum, und er hatte noch wesentlich mehr und wichtigere Facetten, als was Reinhard Dörner und Dr. Gabriele Waste offenbar je verstehen wollen. Das Machwerk dieser beiden ("Der Wahrheit die ...") hat es nicht geschafft, mit präzisen Quellenangaben zu belegen, daß es einen konzertierten "Auftrag an die Presse" gegeben hätte. Vielmehr ist sogar einem Printmedium, dem "profil" bei öffentlichen Verhandlungen der Wahrheitsbeweis für die berichteten Geschichten im Kern gelungen. Dies ist rechtskräftig bestätigt. Die von Prof. Waldstein vorgeschlagene Nichtigkeitsbeschwerde wurde eben nicht begangen, und schon das zeigt, auf welch schwachen Füßen die nicht belegten Behauptungen Dörners und Wastes stehen.

Weiters muß streng sachlich jede Person auch für sich genommen bewertet werden. Das totale Zusammenbinden der beiden Priesterausbildner mit dem Weg des emeritierten Diözesanbischofs Dr. Kurt Krenn entsprang eben genau der von Prälat Küchl und Dr. Rothe gewünschten "Verteidigungstaktik". In Wirklichkeit muß gerade hier daran erinnert werden, daß Bischof Krenn die Finanzierungszusage für die (angesichts der Beweislage sinnlos gestarteten) Medienprozesse gegen "profil" zurückgenommen und dann auch noch persönlich das Priesterseminar St. Pölten geschlossen hat. Dies wird all zu häufig übersehen.

Des weiteren muß eine glatte Lüge zurückgewiesen werden. Mir und meines sicheren Wissens niemandem sonst ist je bekannt geworden, daß - wie es auch Du, Nerfertari, nachplapperst - "bei zwei anderen Priestern auf den diözesanen Computern wirklich homosexuelle Pornographie gefunden" wurde. Frau Dr. Waste und Reinhard Dörner geben für solche Behauptungen keine einzige Quelle an, es wird hier einfach ein wie auch immer in Umlauf gebrachtes Gerücht zum Faktum erklärt. Erstens müßten dann die Namen dieser beiden Priester genannt werden, und zweitens müßten die Beweise erbracht werden, ganz abgesehen davon, daß es ein Armutszeugnis an "Verteidigung" ist, wenn "man" sich nur noch so verteidigen kann, daß bei anderen Mitbrüdern herumgesucht und dann sogar ein Gerücht ohne jegliche Hinweise (z. B. Festplatten, Photographien, Zeugen) in Umlauf gebracht wird. Die mit moralischer Gewißheit von dem jüngeren Priesterausbildner gesteuerte Racheaktion gegen den eigenen Primizprediger ist ja total gescheitert. Meines Wissens konnte später selbst nach Aufforderung niemand von den Beschuldigern auch nur irgendeinen Beweis für die infamen Behauptungen erbringen. Im Gegensatz dazu liegen jedoch bei den beiden Priesterausbildnern nach der Apostolischen Visitation, nach den öffentlichen Hauptverhandlungen eines selbstgewählten Prozesses auf staatlichem Boden und nach Prüfung durch den Heiligen Stuhl selbst die Fakten zum großen Teil sogar öffentlich auf dem Tisch, und überall ist die Sache rechtskräftig abgeschlossen, weil die Beweise erdrückend waren und damit feststeht, daß zwei Priesterausbildner sich in unangemessenen homophilen Situationen mit mindestens je einem untergebenen Seminaristen befanden. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich da normalerweise.

Des weiteren mußt Du, Nerfertari, auch den Beweis erbringen, daß Bischof Klaus Küng "einfach aus den Polizeiprotokollen abgeschrieben hat". Man wird wohl davon ausgehen dürfen, daß Bischof Küng diese Sachen, sofern sie ihm vorgelegen haben mögen, im Falle des Falles genau studiert und dann mit den eigenen Ermittlungen zusammengeschaut hat. Daß dies in jedem Falle gewissenhaft und rechtmäßig geschehen ist, beweist formal die definitive Bestätigung der gesamten Maßnahmen durch den Papst selbst. Hier prüften so viele fachkundige Experten des Heiligen Stuhles, daß schwere Fehler nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen sind. Ich schließe des weiteren auch aus, daß Bischof Küng "unschuldige Seminaristen der Homosexualität verdächtigt" hat. Auch hier bleibt Frau Waste jeden Beweis schuldig. Wenn zudem unter "unschuldige Seminaristen" eventuell jemand von den bei Gericht der Unwahrheit überführten "Entlastungszeugen" gemeint sein sollte, dann wissen wir ja, wie "unschuldig" verlogene Zeugen vor einem staatlichen Gericht sind, vor dem es immerhin eine erhöhte Verpflichtung zur Wahrheit gab, ganz zu schweigen von verlogenen Aussagen im Rahmen kirchlicher Verfahren, von denen wir allerdings nichts wissen können, da sie der Geheimhaltung unterliegen.

Des weiteren darf ich Dir, Nerfertari, kundtun, daß ich hier im Forum von kath.net immer nur schreibe, wenn es um wichtige und bewegende Sach- und Personalfragen geht, und daß der Fall St. Pölten sehr lehrreich für viele sein kann, ist unbestritten. Deshalb werde ich diese total ungerechten Angriffe gegen Papst Benedikt XVI. und Bischof Klaus mit Vehemenz und Sachlichkeit auch in Hinkunft zurückweisen, weil es von Seiten Dörners und Wastes und Engelmanns keine brauchbaren Argumente gibt. Ich habe dafür nichts erhalten, und ich werde nichts erhalten, und ich erwarte mir auch nichts für mich, sondern es geht mir darum, in der Kirche mitzuhelfen, daß sämtliche Fälle immer unter Beachtung der herausgefundenen Fakten und der Verpflichtung der ganzen Kirche zur Wahrheit behandelt werden. Es ist mir übrigens dann auch egal, Nefertari, wenn Du dies nicht glauben mögest.

Wenn Du dann die Apostolischen Visitation als "einziges Versagen" bewertest, muß ich neuerlich an meinen Beginn erinnern: bringe konkrete Argumente. Bis heute ist weder inhaltlich noch formal irgendein Fehler bekanntgeworden, der die herausragende Ermittlungs- und Dialogarbeit des Visitators in ein schlechtes Licht rücken könnte. Im Gegenteil, er hat große Verdienste in der Bereinigung der gesamten Situation, und alle müssen zugeben, daß es angesichts der sinnlos eingeteilten kirchenpolitischen Lager gar nicht einfach war, einen Neuanfang zu setzen. Doch Bischof Klaus hat die Geduld dazu gehabt, und er müht sich weiter nach dem Willen Gottes darum. Völlig absurd sind daher auch die Vorwürfe gegen "Dr. Alexander Pytlik ... in seinen Machenschaften". Welche Machenschaften sollen dies bitte sein, wo sind konkrete Vorwürfe und Beweise?

Die Besetzung des Bischofsstuhles von St. Pölten hat mit der Behandlung eines oder mehrerer disziplinärer Fälle inkardinierter Kleriker aufgrund von Rekursen nichts zu tun. Es ging rein um Sachfragen. Hätten Prälat Küchl und Dr. Rothe glaubwürdig nachweisen können, daß ihnen Unrecht geschehen war, dann wären auch einige oder alle Maßnahmen Bischof Küngs nicht bestätigt worden. So aber gibt es bis heute keinen inhaltlichen Widerspruch, und angesichts der bisher gezeigten totalen Uneinsichtigkeit auf Seiten der beiden Priester - das Machwerk Dörners und Wastes ist dafür ja leider ein weiterer ganz klarer Beleg - war es klug und gut, daß der Papst selbst - wie vom geltenden Kirchenrecht vorgesehen - die Maßnahmen (inklusive zeitweilige Suspendierung derselben) auch definitiv bestätigt. Wer nämlich jetzt immer noch nach Art von Dörner, Waste und Engelmann hetzt, hetzt gegen den Heiligen Stuhl und betätigt sich in nachweislich un-katholischer Weise.

Alles Weitere dann demnächst - gesegneten Sonntag! Alexius

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Alexius« (19.10.2008, 23:41)


16

12.10.2008, 13:37

Vierte Fortführung der Kritik des Buches "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten"

In der vierten Fortführung wollen wir uns nun den längeren Ausführungen der Hauptautorin Dr. Gabriele Waste im Machwerk "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten" zuwenden. Es sind so viele Fehleinschätzungen und unzutreffende Spekulationen, daß es den Platz des Forums sprengen würde. Deshalb wähle ich einen Überblick und einige Beispiele, wobei bereits in den bisherigen Fortführungen einige wichtige Punkte angesprochen sind, die auch Frau Waste völlig übersehen oder bewußt ausgelassen bzw. uminterpretiert hat:

1. Zunächst ist allgemein festzuhalten, daß der wissenschaftlich angehauchte Überbau der Überlegungen Wastes im Grunde nicht nur zu hoch gegriffen ist, um der Sachlage gerecht zu werden, sondern oft auch als pure Themenverfehlung angesehen werden muß. So sehr kommunikationswissenschaftliche und auch philosophische Forschungen im Zusammenhang mit dem Fall St. Pölten angebracht sein mögen, so sehr hat Waste die Chance im Machwerk von Reinhard Dörner verspielt, die eigentlichen Lernprozesse herauszufiltern, die für alle innerkirchlich tätigen Menschen von hoher Bedeutung bleiben, um Ähnliches wie in St. Pölten so gut wie möglich zu vermeiden, und damit ist nicht nur homophiles Herumgetue in der Priesterausbildung gemeint, sondern es sind vor allem auch Haltungen einer verfehlten "Kirchen-Politik" anzusprechen, die mehr einer Alltagspolitik mit einem Hin- und Herplänkel und vor allem mit dem Ausspielen verschiedener Personen gegeneinander ähnelt als einer auf das Gemeinwohl der Kirche bezogenen gewissenhaften "Kirchenpolitik". Hier müssen auch bedenkliche Symptome wie Karrierismus in Verbindung mit homophilem Netzwerkdenken angesprochen sein. Dies alles wurde jedoch bereits über Jahre von der Zeitschrift "13." - absolut gegen deren Gründungsgeist - bewußt übersehen und insgesamt vertuscht. So hat es auch Waste nicht geschafft, die eigentliche Problematik des Falles St. Pölten zu durchschauen, obschon ihr in der Tat teilweise langatmiger Beitrag dazu hätte verhelfen sollen. Damit hat sie ihre eigene Vorgabe zu Beginn (S. 11) verfehlt, nämlich die Treue zu der von ihr genannten philosophischen Richtung des Realismus. Auch Medien und Medienkonsumenten lassen sich über derart lange Zeit nicht nur mit Konstrukten versorgen. Hier unterschätzt Waste den durchaus gegebenen Realitätssinn vieler Journalisten und Medienkonsumenten. Es hilft bei der Analyse des Falles St. Pölten gar nichts, zu behaupten, sogenannte "ärgste Feinde" wie pauschal "Medien" hätten die Kirche "mit gezielten Falschmeldungen, Wortverdrehungen, Indizien" zerstören wollen. Denn ohne konkrete Fakten hätte es auch keine Berichterstattung gegeben, selbst wenn sich diese nicht immer vor Übertreibungen gehütet haben sollte. Es ist daher grotesk, wenn Waste auf S. 13 nach dem rechtskräftigen Abschluß des disziplinären Falles St. Pölten (sowohl auf der von den beiden Priesterausbildnern selbst gewünschten staatlichen Ebene als auch auf der kirchenrechtlichen Ebene) noch dahinphantasiert: "Wenn sich aber nichts Konkretes ermitteln läßt, muß allein die Unschuldsvermutung als Realitäts- und damit als rechtsverwertbares Prinzip für einen kirchenrechtlichen Spruch gelten." Andererseits begibt sich Waste diesbezüglich in einen komischen Widerspruch: sie nimmt ab S. 48 jedes einzelne Wort der (im Vergleich zur "profil"-Berichterstattung durchaus weniger Klasse aufweisenden) damaligen "News"-Berichterstattung plötzlich so ernst, um sich zur Behauptung zu versteigen, daß "also Kardinal Schönborn die Römische Kurie mit Hilfe der Medien in ihrem eigenen nominalistisch konditionierten Unfehlbarkeitsprinzip zu binden" wußte, und übersieht gerne, daß die von ihr benannte "Boulevardzeitschrift" (so wie andere auch) gerne für sich ein Voraus- und Mehrwissen in Anspruch nahmen und nehmen, um als erfolgreiches Medium zu erscheinen. Oft geht es dabei aber um spekulative Lagebeurteilungen, die manchmal zutreffen, sich aber manchmal als falsch erweisen. Auf S. 64 versteigt sich Waste gar zur totalen Anerkennung von "News": "Die wirkliche Mission des Visitators wird von 'News' (22. Juli 2004, S. 13) klar umschrieben: Bischof Küng agiert in St. Pölten als 'Exekutor von Johannes Paul', in Wirklichkeit aber als verlängerter Arm bestimmter Hintermänner." Wer aber sind bitte schön die nicht genannten Hintermänner? Grotesk wird das Ganze bei Waste auch dadurch, daß sie einerseits "News" diese Autorität zubilligt, während sie sogar nach Rechtskraft der Urteile, daß dem "profil" der Wahrheitsbeweis betreffend einige unangemessene Verhaltensweisen damaliger Priesterausbildner und Seminaristen im Kern gelungen war, dasselbe "profil" plötzlich wegschaltet. Diese konstruierte Willkür Wastes ist daher nur von ihren Auftraggebern her zu verstehen. Ihre eigene boulevardmäßige Übertreibung, die in einem Buch mit seinem Titel "Der Wahrheit die Ehre" überhaupt nicht angemessen wäre (z. B. die mehrfache Verwendung des Wortes "Hinrichtung" ab S. 49 oder der Titel "Schauprozesse" auf S. 50), bestätigt dies leider deutlich. Es scheint fast so zu sein, daß ihr Vorwurf einer "rein emotionalen und wenig sachlichen Berichterstattung" (S. 54) auf sie selbst zurückfällt. Im Grunde mußte sie wissen, daß sie nach Rechtskraft von Urteilen und auch der kirchlichen Maßnahmen nicht mehr die Wahrheit schrieb: "Die 'Skandalmeldungen' über St. Pölten weisen allerdings eine Schwäche auf: sie halten keiner soliden rechtlichen Überprüfung stand" (S. 101) Und wenn die "staatlichen Prozesse ... reine Schauprozesse" (S. 53) gewesen wären, ist die ernste Frage zu stellen, wieso sich dann die beiden Priesterausbildner von niemandem abraten ließen, solche Prozesse mit derart schlechten Karten überhaupt (weiter) zu führen. Noch am Tage der erstinstanzlichen Urteilsverkündigung hätten beide ganz einfach verlauten lassen können: "Das hier war ein Schauprozeß, den wir zwar selbst begonnen haben, aber hiermit ziehen wir alles zurück, weil wir dieser Gerichtsbarkeit nicht mehr trauen." Genau dies ist jedoch nicht geschehen, man vertraute sich bis zum Schluß - wohl unter dem fatalen Zureden Engelmanns & Co. - derselben Gerichtsbarkeit an, die dann auch für sachliche Urteile sorgte. Jetzt im nachhinein dieselbe Gerichtsbarkeit auf das wüsteste beschimpfen zu lassen, ist völlig unglaubwürdig.

2. Wenn Waste im rechtskräftigen Abschluß des Falles St. Pölten als "Kausalprinzip dieser Kette" den "Widerstand gegen den Papst" erkennen möchte, muß man ihr die Frage stellen, warum sie dann gegen zwei Päpste (denn der Diener Gottes Johannes Paul II. gab den Auftrag zur Visitation, und Waste selbst behauptet ja, daß Papst Benedikt XVI. noch als Kardinal ebenso deren Notwendigkeit sah, vgl. S. 50) die absolut korrekt verlaufene Päpstliche Visitation in Frage stellen möchte und warum sie dann solchen sinnlosen Widerstand - nämlich gegen die gesamte öffentlich gewordene Sachlage und somit - gegen den regierenden Papst formuliert, indem sie die definitive Bestätigung der Maßnahmen des St. Pöltner Bischofs Küng durch Seine Heiligkeit nicht akzeptieren möchte. Im übrigen begeht sie einen schon altbekannten Fehler damit, als ob das Verlangen nach dem Verbleiben eines (einzigen) Bischofs Krenn im Amt gleichzusetzen wäre mit der Treue zur Lehre der Kirche (vgl. S. 14). Ich erinnere an dieser Stelle an die gelungene Rezension des Machwerkes "Der Wahrheit die Ehre. Der Skandal von St. Pölten" in der FAZ unter dem Titel "Papsttreue oder Krenntreue?" Es ist daher leider im Hinblick auf die Manipulationsabsicht des Herausgebers Dörner und der hier zu kritisierenden Autorin Waste nicht angebracht, die Geschichte Bischof Krenns mit seinen berechtigten Anliegen der konkreten Treue zum Lehramt so vorzuschieben, um dann schwarz-weiß-mäßig zu behaupten, es sei im Gefolge der Visitation nur deshalb zu einem "Abschuß" Krenns gekommen, weil er so treu gewesen wäre. Richtig wäre es, Krenns Einsatz in vielen Punkten zu loben, aber dann auch berechtigt festzustellen, was konkret in St. Pölten passiert ist, sodaß eine Visitation unvermeidlich wurde und leider jene Fakten aufgefunden wurden, von denen der Visitator in aller Behutsamkeit sprach, was im übrigen bis heute von niemandem widerrufen wurde. Daß dann unter dem Einfluß der beiden Priesterausbildner aufgesetzte Befindlichkeitsbriefe an den Heiligen Stuhl betreffend die Befragungen während und nach der Visitation von einem bei Gericht als verlogen aufgeflogenen Zeugen keine sachdienlichen Hinweise enthalten können (vgl. S. 107 f., Anm. 165), versteht sich von selbst. Waste hütet sich daher auch, den Namen des heute in einem Stift befindlichen Zeugen zu nennen (vgl. auch die künstliche Empörung Wastes auf S. 113, hier spricht sie von demselben Mann als einem "gelübdegebundenen Ordensbruder" - Waste und der somit von ihr selbst "geoutete" Bruder müßten aber erst den Beweis erbringen, daß die Polizei im Fall St. Pölten auch nur einen einzigen befragten Seminaristen mißverstanden hätte, und auch das bleibt Waste natürlich in vollem Umfang schuldig). Unter diesem Gesichtspunkt brechen aber auch alle Vorwürfe Wastes gegen Bischof Küng zusammen, der niemals einen Druck ausüben würde, um an brauchbare Aussagen zu kommen. Sie hat somit auch für diese Unterstellung keinen Beweis anzubieten.

3. Auffällig ist, wie selektiv die Quellenangaben in Wastes Beitrag erfolgen. Oft werden Personen nur angedeutet und nur dann mit einem Namen genannt, wenn es ins Konzept (der Auftraggeber) paßt. Ebenso fehlen häufig zuverlässige Quellenangaben, und die Behauptungen sind dann überhaupt nicht überprüfbar für den Leser. An wen hätte beispielsweise Bischof Klaus ein auf S. 75 zitiertes Schreiben vom 29. April 2005 gesendet? Und warum verschweigt Waste die vom "13." ausgeplauderten schriftlichen Ermahnungen des Bischofs an die beiden Priesterausbildner, und warum werden dann die von Waste auf S. 105 und auf S. 112 angegebenen bischöflichen Strafdekrete (vom Juni und Juli 2007) nirgendwo vollständig zitiert oder wenigstens in den Dokumentenanhang aufgenommen? Besonders schlimm erscheint mir die Seite 19 und dort die Anmerkung Nr. 13, weil Waste den tragischen Tod des (meiner Meinung nach zumindest ad experimentum und damit in fragwürdigem juridischen Zustand aufgenommenen) St. Pöltner Seminaristen Ewald S. herunterspielt. Daß sie dann noch extra (und somit wohl im Auftrag der Hintermänner des sinnlosen Machwerkes) behaupten muß, kurz zuvor sei Ewald S. zum Zwecke der Berufsklärung beurlaubt worden, "ohne daß irgendein Druck auf ihn ausgeübt wurde", ist bezeichnend, denn Bischof Klaus hat das Gegenteil mit Deutlichkeit in seiner sachlichen Stellungnahme vom 29. September 2008 ausgedrückt: "Als es Schwierigkeiten gab, sollte der Betroffene ohne Rücksicht auf seine persönliche Situation unverzüglich das Seminar verlassen, was auch mit aller Härte durchgesetzt wurde." Und hier ist etwas sehr Wichtiges angesprochen: ausgerechnet jene Seminarleitung - in ihrem menschlich untragbaren Vorgehen von damals - verlangt heute die Verleugnung der skandalösen Vorkommnisse in St. Pölten, um anders dazustehen als was beim rechtskräftigen Abschluß auf staatlichem und kirchlichem Boden herausgekommen ist. Und einer solchen sinnlosen Umdeutung widmen Dörner und Waste ein ganzes Buch, das ich eben deshalb nur als Machwerk bezeichnen kann. Statt der Wahrheit die Ehre zu geben, werden Manipulationen als "neue Wahrheit" angeboten. Zur ungerechten Fehleinschätzung der Tauglichkeit eines vom "13." und von Waste als angeblich "bekennend homosexuell" hingestellten Zeugen, nämlich des R. Rabiega, habe ich bereits in den letzten Fortführungen Stellung bezogen. Wenn Waste & Co. einem Herrn Rabiega derart vieles an "Schuld" im Fall St. Pölten andichtet und weiters auf S. 58 den Wiener Dompfarrer Mag. Anton Faber wörtlich wegen eines " ungewöhnlichen, mit dem Priestertum schwerlich zu vereinbarenden 'Lifestyle' " kritisiert, dann darf man sich auch angesichts solcher Wertungen und Unmäßigkeiten fragen: wie erst müßten dann Küchl und Rothe nach demselben Maß und nach rechtskräftigem Abschluß des Falles (sogar von Seiten des Papstes) beurteilt werden? Der Leser kann sich selbst darüber ein Bild machen, und er merkt: nur zwei Namen sollen in Dörners und Wastes Buch all zu auffällig von allem freigesprochen werden, weshalb Waste auch brav die widerlegte These wiedergibt, daß "jenes Foto ... lediglich eine unter Klerikern allgemein übliche Umarmung in Form eines liturgischen Friedensgrußes" (S. 89) darstellt. Das Geschreibe Wastes wird dann sogar insofern kontraproduktiv, als sie meint, "daß eine 'homosexuelle Atmosphäre' nicht ohne homosexuellen Akteur existieren kann." (S. 69) Ja und? Meiner Meinung trifft die von Waste auf S. 72 in Anm. 99 angegebene Linkverbindung (mit der dortigen 9. Meldung) eben auch auf das damalige Priesterseminar St. Pölten zu und ist daher kein von Waste herbeigeredeter Ausnahmefall in der Bewertung einer "homosexuellen Atmosphäre". Im übrigen ist betreffend dieselbe Seite 72 und eines von Frau Waste zweimal hervorgehobenen "Bekenntnisses" Rabiegas "zur eigenen Homosexualität" sowie betreffend die Seite 104 nochmals an das Zustandekommen solcher Erklärungen seitens des genannten Zeugen - nach den Worten des damaligen Leiters der Staatsanwaltschaft St. Pölten, Walter Nemec - zu erinnern, daß der auf Rabiega ausgeübte und von ihm auch zur Anzeige gebrachte Druck eben im Laufe der Befragungen dieses eigenständigen Verfahrens nicht entkräftet werden konnte, wenn er auch nach österreichischem Strafrecht nicht relevant war.

4. Nochmals muß auch ausdrücklich an die Forderung des mit dem jüngeren Priesterausbildner in guter Verbindung stehenden Prof. Dr. Michael Stickelbroeck nach einer Apostolischen Visitation erinnert werden, denn dies ist ein sehr wichtiger Hinweis dafür, daß die Behauptung Wastes vollkommen irrig ist, wenn sie nämlich auf S. 28 schreibt: "Denn die Bestellung eines Visitators steht bereits fest bzw. soll durch eine inszenierte Medienkampagne von der Römischen Kurie erzwungen werden." Interessant ist neuerlich, wie sehr Waste Personen durcheinanderbringt. Einerseits behauptet sie, daß lediglich die Aussagen Rabiegas "den 'Skandal' suggeriert und die Visitation ausgelöst hatten" (vgl. auch S. 104), andererseits ist jedoch in der Zeittafel (gemäß "Analyse Frau Dr. Wastes", vgl. S. 137) des Machwerkes auf S. 149 der 2. Juli 2004 verzeichnet, an welchem der ORF "ein Interview mit einem angeblichen St. Pöltener Priesterseminaristen, dessen Aussehen und Stimme unkenntlich gemacht wurden" ausstrahlte. Dieser Mann war jedoch nachweislich nicht Rabiega, und Waste selbst teilt sogar auf S. 107 eine Vermutung mit, daß es sich um den weiteren Zeugen Engelbert M. gehandelt haben dürfte. (Absurd dann auch die Fehlinformation Wastes, daß beim staatlichen Gericht bestimmte Aussagen desselben Zeugen nicht protokolliert worden wären, vgl. S. 107, Anm. 162: auch das ist nachweislich falsch.) Rabiega war nach allen vorliegenden Informationen dann ebensowenig die Person, die den Anstoß zur "profil"-Berichterstattung gegeben hätte. Es ist folglich ein Armutszeugnis, wenn eine Frau Dr. Waste nicht in der Lage ist, die vom "13." angebotene Quasi-Monokausalität der Rückführung auf einen angeblich einzigen "Kronzeugen" zu durchschauen und die Wahrheit einer größeren Zeugenschar zur Kenntnis zu nehmen. Nur noch grotesk ist es dann, daß nach der Phantasie Wastes "Rabiega als Urheber des Skandals ... bis dato von den kirchlichen Stellen in St. Pölten gedeckt wird" (S. 41). Erstens hätten die beiden Priesterausbildner jederzeit rechtliche Schritte gegen Rabiega einleiten können, und zweitens gibt es keine Deckungsmöglichkeiten, ganz abgesehen davon: für was und vor wem? Die Behauptung einer womöglich beim Staat wirksamen Deckung durch die Kirche geht völlig ins Leere und ist eine der erwiesenen Lügen Wastes im Machwerk Dörners. Meinerseits betrachte ich es weiterhin als zutiefst unmoralische Handlung, einen der Zeugen, nämlich denselben Rabiega, von Seiten "Interessierter" derart hinterlistig zu verunsichern, damit hernach seine persönlichen Beobachtungen z. B. bei der Weihnachtsfeier 2003 nicht mehr glaubwürdig hätten erscheinen sollen. Dieses Interesse, Zeugen und ihre Aussagen maßgeblich gegen die Wahrheit zu beeinflussen, wirkt sich dann auch in der diesbezüglich verräterischen Berichterstattung des "13." aus, wie Bischof Küng in seiner Stellungnahme zum Machwerk Dörners angibt: "Diese Untersuchungen waren sehr mühsam und langwierig: ein wesentlicher Grund dafür war, daß jeder, der sich an der Untersuchung aktiv beteiligte (durch Mitwirkung oder Aussagen) damit rechnen mußte, durch Publikationen des 'Der 13.' desavouiert und attackiert zu werden." Am 5. Juni 2007 verzichtete dann (nach den bei einem Internetlexikon veröffentlichten Daten) Prälat Küchl auf die Einsicht in die Akten des Strafverfahrens, weil er nicht zur Ablegung des von Bischof Küng zum Schutz der Zeugen als notwendig angesehenen Verschwiegenheitseides bereit war (vgl. can. 1455 § 3 CIC: "Sooft die Natur einer Sache oder der Beweise so beschaffen ist, daß aus der Bekanntgabe der Prozeßakten oder Beweise der Ruf anderer gefährdet wird oder daß Anlaß zu Streit oder Ärgernis oder ein sonstiger Nachteil dieser Art entstehen würde, kann der Richter Zeugen, Sachverständige, Parteien und deren Anwälte oder Prozeßbevollmächtigte eidlich zur Geheimhaltung verpflichten.") Daß dann die Nichtjuristin Waste dem Diözesanbischof und gleichzeitig dem Heiligen Stuhl "mehr als zehn kirchenrechtliche Verfahrensfehler" (S. 113) vorhält, braucht nicht mehr näher kommentiert zu werden. In der Anm. 177 verschweigt sie neuerlich die vom "13." ausgeplauderten kanonischen Ermahnungen vor der gültigen Strafverhängung durch den Bischof. Doch sie scheint selbst zu bemerken, daß sie sich nicht auskennt, wenn sie ausgerechnet diesen wichtigen Punkt unvollständig ausführt: "Es würde aber zu weit führen, an dieser Stelle alle Verfahrensfehler und Nichtigkeitsgründe aufzuzählen." (S. 113, Anm. 177) Es ist lieb von Oberrichterin Waste, daß sie uns damit verschont, aber es ist interessant, daß in der Langatmigkeit ihres Beitrages dafür dann kein Platz sein möchte ... Ihre Behauptung, daß "das Kirchenrecht unter Einschaltung des Papstes" groteskerweise und paradoxerweise "außer Kraft gesetzt" worden wäre, scheitert daher kläglich.

5. Auch das Herumgeschreibe Wastes zum bereits verstorbenen Zeugen Josef S. auf S. 42 ist sinnlos, denn das, was bis heute bekannt ist, sind seine unwiderrufenen Aussagen vor dem staatlichen Gericht. Aber sowohl die Hauptverhandlungen mit ihren wichtigsten Zeugenaussagen als auch die rechtskräftigen Urteile werden ja dann im Dokumentenanhang des Machwerkes "Der Wahrheit die Ehre" unterschlagen. Im einem rechtskräftig bestätigten Urteil vom 15. September 2005 heißt es: "Die Feststellung, daß auch der Priesterschüler H. mit dem Antragsteller zumindest eine gewisse Zeit lang ein homoerotisches Verhältnis unterhielt, beruht auf den Angaben des Zeugen Rothe, der bestätigte, daß der Priesterschüler Josef S. ihm dies erzählt habe und auch dazu sagte, daß laut Aussage des Josef S., Gerhard H. diesem selbst darüber berichtet habe (AS 63)." "Diesen Geschehensablauf hat H. offensichtlich von sich aus auch gegenüber dem Priesterschüler Josef S. erwähnt, der diese Version gegenüber dem Gericht in seiner Aussage bestätigte (AS 29 des HV Protokolls ON 21 im Verfahren 095 Hv 96/04 i) und auch ausführte, daß nach den eigenen Angaben des Gerhard H. bei diesem Anlaß ein 'eheähnliches Sakrament' vom Antragsteller gespendet worden sei (AS 30 des HV Protokolls ON 21 im Verfahren 095 Hv 96/04 i)." Und daß ich selbst niemals Seminaristen in das damalige Priesterseminar einschleuste, habe ich bereits an anderer Stelle zurückgewiesen (vgl. S. 43). Dies waren meinerseits jedoch keine "Rechtfertigungen", sondern sachliche Richtigstellungen. Daß im Buch auch noch mehrfach der Linzer Diözesanbischof Prof. Dr. Ludwig Schwarz negativ benannt und auf S. 47 gar als "mißbrauchter Postbote" Rabiegas verunglimpft wird und in Anm. 61 dann sogar noch frech gefragt wird "Ist es ein Zufall, daß Dr. Ludwig Schwarz 'befördert' wurde und heute Diözesanbischof von Linz ist?", zeigt einmal mehr die Unseriösität der ganzen Untersuchung und der zahllosen unsinnigen Vorwürfe Wastes an verschiedenste Adressen.

6. Wenn Waste im konkreten Fall "Medienwirkungsforschung" betreiben hätte wollen, dann hat sie meines Erachtens vor allem übersehen, wie sehr Menschen visuelle Elemente in der Berichterstattung (im Vergleich zu reinen Texten) wertschätzen. Sie hätte also einen Beitrag leisten können, warum nachvollziehbarerweise (angeblich "harmlose") Bilder ein derartiges Interesse auch an allem damit Zusammenhängenden hervorrufen mußten. Aber es gibt noch weitere innere Widersprüche in den bemühten Darlegungen Wastes: so wirft sie unter Berufung auf Ing. Wilfried Scherner sen. dem emeritierten Abt Dr. Angerer vor, daß er Eltern vom Gang in die Medien abzuhalten versucht hätte (vgl. S. 62). Warum aber sollten dann innerlich von verschiedenen Vorkommnissen belastete Seminaristen nach dieser Wertung plötzlich unter keinen Umständen in die Medien gehen dürfen? Und die durch keinen einzigen Beleg gestützten Behauptungen Wastes, daß "das Ergebnis der Visitation schon feststand, bevor diese überhaupt begonnen hatte" (S. 65 und 92), müssen neuerlich zurückgewiesen werden. Nichtjuristin Waste muß sich im übrigen auch darüber belehren lassen, daß eine Visitation keine Aufträge einer Bischofskonferenz erhält, sondern der Visitator rechtlich in der Tat den Papst selbst vertritt. Es stimmte daher, was der Visitator zur Schließung des Priesterseminars St. Pölten verlauten ließ: "Bei allem Verständnis für die Probleme der betroffenen Personen hat Bischof Krenn im Einverständnis mit dem Heiligen Stuhl einen herzhaften Entschluß gefaßt: das Priesterseminar der Diözese St. Pölten wird mit sofortiger Wirkung für geschlossen erklärt." Und was an dem laut S. 35 von Bischof Klaus Küng vorgeschlagenen Recollectio-Haus der Barmherzigen Schwestern von Alma in Breuberg bei Mainz (mit ihrer prominenten ehrw. Schwester Lydia Marie Allen) so schlecht für die beiden Priesterausbildner gewesen wäre, kann Frau Waste ebensowenig klarmachen. Wenn das wirklich der Vorschlag von Bischof Klaus war, wissen wir heute auch, daß die Aussendung Frau Kübles zur angeblichen Einweisung der beiden Priester inhaltlich ebensowenig berechtigt war wie eben das ganze Machwerk Dörners und Wastes. Es wäre natürlich schön gewesen, wenn Bischof Kurt Krenn schon im Jahr 2004 durchgängig so beraten worden wäre, in der Öffentlichkeit absolut nichts zu verharmlosen und so seiner Glaubwürdigkeit keinen Schaden zuzufügen. Nicht die sachliche Kommentierung sündhafter Vorkommnisse in den eigenen Reihen hätte und hat nämlich der Kirche geschadet, sondern schaden würde der Glaubwürdigkeit der Kirche ein manipulatives Weginterpretieren im Stile Wastes und ihrer Auftraggeber. Alles auf die "bösen Medien" zu schieben und sogar zu phantasieren, daß eine kritische Berichterstattung der Medien nur das Ziel einer "Profanierung der Kirche" verfolgt hätte, riecht all zu stark nach künstlichem Verfolgungswahn. Der auf Wastes Analyse basierenden und naturgemäß fehlerhaften Skandal-Chronologie (S. 137 - 169) werden wir uns dann ein anderes Mal widmen.

Beste Grüße von Alexius

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Alexius« (20.10.2008, 10:34)


Stephan680

Fortgeschrittener

17

28.03.2009, 08:55

das stille Ende des Skandals

Seine Gnaden Hw. Propst Küchl tritt in den wohlverdienten Ruhestand
laut Kathpress
http://www.kathweb.at/content/site/nachr…base/25110.html
eine gute Lösung keine Rede mehr von suspension ect eine gute und interessante Entwicklung

18

08.04.2009, 00:57

Mein Blogeintrag dazu

STICHWORT UNEINSICHTIGKEIT: SCHLAGLICHTER AUS ST. PÖLTEN UND WÜRZBURG

Die kirchenrechtliche Vorbestrafung ist ein zweifelfreies Faktum, über das nicht diskutiert zu werden braucht, auch wenn mittlerweile die Suspensionen nicht oder nicht mehr in vollem Umfang vorliegen. Jede Kirchenstrafe dient der Besserung und dem Seelenheil. Gruß, Alexius

Stephan680

Fortgeschrittener

19

08.04.2009, 08:52

und werden solche strafen immer "in aller stille" aufgehoben?

20

07.11.2009, 10:04

Sinnlose und absurde Strafanzeige zurückgelegt

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten teilt mit (3 St 124/09k): "Anzeige von Dr. Friedrich Engelmann und KommR Ing. Wilfried Scherner gegen DDr. Klaus Küng wegen eines erzwungenen, vertraglich vereinbarten Aufenthaltsverbotes und Androhung der Ausstoßung aus dem Priesterstand sowie Nötigung, sich einer forensisch-psychiatrischen Untersuchung zu unterziehen, Das angezeigte Verhalten ist strafrechtlich nicht relevant, da nur nach dem Kirchenrecht vorgesehene Konsequenzen in Aussicht gestellt wurden."

Damit ist ein weiterer absurder Schritt der Pölten-Revisionisten gescheitert. Bekanntlich werden immer unterschiedliche Stellvertreter vorausgeschickt, so für diese Anzeige, so für das oben benannte Machwerk. Es ist widerlich, wie sehr ausgerechnet von dort die Autorität des Papstes und eines Diözesanbischofs angepatzt werden sollen, und gleichzeitig geben dieselben Leute vor, traditions- und papsttreu zu sein. Es wäre absurd gewesen, wenn sich der Staat in rein kirchenrechtliche Disziplinarangelegenheiten eingemischt hätte. Das würde das Ende der Autorität jeglicher kirchlichen Hierarchie bedeuten, ganz abgesehen davon, daß Bischof Klaus immer der Barmherzigkeit den Vortritt ließ, solange es noch irgendwie verantwortbar war.

Angesichts der aktuellen Kreuz-Diskussion rund um den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof liest es sich dann absurd, wenn in der jüngsten NEWS-Ausgabe nachzulesen ist: " 'Aber der mit dieser Drohung erzwungene sittenwidrige Vertrag über das Aufenthaltsverbot ist sehr wohl ein strafrechtlich relevanter Tatbestand.' Schließlich werde damit die Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt, ist der Obmann der 'Verein der Freunde des Kollegiatstiftes Eisgarn' [= Ing. Scherner] überzeugt. Im konkreten Fall teilten sowohl das Justizministerium als auch die Oberstaatsanwaltschaft Wien dem tiefgläubigem Unternehmer jedoch mit, die Vorgangsweise der Staatsanwaltschaft St. Pölten sei geprüft worden - man habe keine Verfehlungen entdeckt." Da frägt man sich, wie kann ein Katholik so viel Energien in sinnloses Anzeigen eines Bischofs vergeuden, der nur die Pflichten des Oberhirten wahrnimmt, deren angebliche Nichtwahrnehmung das Organ der genannten Personen bei allen anderen Hirten ständig zu kritisieren weiß.

Man wird also damit rechnen können, daß die Herren nach dem Vorbild der ehemaligen Seminarvorsteher (eine weitere sinnlose) Beschwerde beim besagten EGMR einzulegen gedenken ...

Gruß, Alexius.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Alexius« (07.11.2009, 10:34)


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