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Gandalf

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1

Sunday, February 21st 2010, 1:02pm

PAPSTBRIEF zu den kirchlichen Missbrauchsfällen


2

Monday, February 22nd 2010, 5:58pm

RE: Kommentar von Prof. Windisch zu den kirchlichen Missbrauchsfällen

Ohje, schon wieder so einer :( Wie erbärmlich hilflos ist denn dieser Rechtfertigungsversuch?? Absolut unangebracht!
Kann man sich noch mehr blamieren und ins Abseits stellen? Wollen diese Menschen der Kirche mit derartigem Nonsens absichtlich schaden?
Nach dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert... " ??
Erschreckend, wie unüberlegt dümmlich manche mit den Medien umgehen :(

This post has been edited 4 times, last edit by "katholi" (Feb 22nd 2010, 6:22pm)


Petra

Sage

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3

Monday, February 22nd 2010, 9:51pm

Katholi,

hättest Du die Güte, Dich ein bisschen genauer zu erklären?
Worauf stützt Du Dein Geschimpfe?

Auf die Aussage, dass Homosexualität und Priestertum unvereinbar sind?

Was stört Dich daran?
Nicht wir retten die Kirche,
sondern Christus rettet uns in ihr


Noam

Intermediate

4

Tuesday, February 23rd 2010, 1:00am

Katholi,

hättest Du die Güte, Dich ein bisschen genauer zu erklären?
Worauf stützt Du Dein Geschimpfe?

Auf die Aussage, dass Homosexualität und Priestertum unvereinbar sind?

Was stört Dich daran?
Ich kann natürlich nicht für Katholi antworten. Aber ich glaube auch, die Aussage, dass die kolportierten Übergriffe homosexueller Natur seien, zu kurz greift. Die berichteten Fälle sind Fälle von Pädophilie, was nicht deckungsgleich mit Homosexualität ist.
Wenn Homosexualität und Priestertum unvereinbar sind und daher Homosexuelle in Zukunft nicht Priester werden können, dann wird das allein das Problem der Übergriffe auf Kinder nicht lösen.

5

Tuesday, February 23rd 2010, 2:44am

@ Noam

Quoted

Die berichteten Fälle sind Fälle von Pädophilie



Das stimmt nach allen mir bislang zugänglichen Informationen überhaupt nicht.

Soweit ich die Berichte über die furchtbaren Fälle in Deutschland verfolgt habe, sind zumindest an den drei Schulen der Jesuiten Kinder und Jugendliche in und nach der Pubertät betroffen - damit handelt es sich aber definitionsgemäß nicht um Pädophilie sondern um homosexuelle Übergriffe (wie auch bei der großen Mehrzahl der Missbrauchsfälle in den USA und - soweit nachvollziehbar - in Irland), angeblich - in sehr viel kleinerer Zahl - auch um heterosexuelle Übergriffe. Oder hast Du andere Informationen?

Aufgrund des Vorherrschens homosexueller Übergriffe ist der Kommentar von Prof. Windisch höchst angebracht, da er an die Wurzeln des Problems geht.

6

Tuesday, February 23rd 2010, 7:16am

@ romameri : stimmt genau.

Gandalf

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7

Tuesday, February 23rd 2010, 9:29am

Lieber pseudokatholi!

Bitte zuerst informieren, dann mitreden.

G

Hibbing

Trainee

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8

Tuesday, February 23rd 2010, 10:28am

Fand ich neulich auf einer evangelischen Website.

Der Kirchenkritiker Eugen Drewermann macht die katholische
Kirche und ihre Strukturen für den Missbrauchsskandal durch Geistliche
an Jesuitenschulen mitverantwortlich.



BEITRAG EDITIERT, sorry aber a) erstens hier Quellenangabe und b) bitte keine vollständigen Texte. Insbes b) verletzt das COPYRIGHT!

G
HB

mysterium fidei

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9

Tuesday, February 23rd 2010, 11:10am

Der Kirchenkritiker Eugen Drewermann macht die katholische
Kirche und ihre Strukturen für den Missbrauchsskandal durch Geistliche
an Jesuitenschulen mitverantwortlich.

Nichts Neues gibt es unter der Sonne, seufz! Wie erklärt Dewermann dann die gleichen Probleme in den Evangelischen Kreisen?

Küng hat sich noch nicht dazu gemeldet, oder habe ich was verpasst? Der gibt doch sonst so gern seinen Senf dazu, wenn der Wind der öffentlichen Meinung ihm so hilfreich entgegen kommt...

Gandalf

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10

Tuesday, February 23rd 2010, 11:19am

Drewermann ist einfach ein frustrierter Schwätzer, der seit 25 Jahren nicht mehr gelacht hat. Den Typen sollte man ruhig ignorieren. Ist ungefähr so "wichtig" wie Ranke-Heinemann.

G

11

Tuesday, February 23rd 2010, 1:07pm

Ich dachte immer für die Homosexuellen gälte das Wort "Wir werden nciht als Schwule geboren, wir werden dazu gemacht"
Ergo erklärt der Verweis auf die Homos überhaupt nichts, sondern lenkt vom Thema ab.
Im übrigen, denke ich mal, sollten wir die Ursachenforschung dem Gericht Gottes überlassen, vor dem einige der von den Medien vorgeführten ja bereits erscheinen mussten.
Und 2tens versuchen in dieser Fastenzeit für die Täter und Opfer zu beten und den Herrn anzuflehen aus dem ganzen nicht mehr aufzudröselnden Geflecht von Wahrheit, Übertreibung, Falschinformation und eigenem Süppchen kochen die dringend notwendige Reue und Umkehr von uns allen zu bewirken.

Klomb

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12

Tuesday, February 23rd 2010, 2:26pm


1. Das anscheinend etliche Männer mit einer gestörten, unreifen Sexualentwicklung (und damit meine ich ausdrücklich nicht Homosexualität) sich den "Schutz" (im Sinne von: dort fällt es nicht so auf, wenn man keine Partnerin findet) der geistlichen Berufe suchen.
Nein. Erstens wird man heutzutage nicht schief angeschaut, wenn man keine Partnerin hat (vor allem nicht von Frauen P)). Zweitens beginnen die meisten Priesteranwärter ihre lange Ausbildung in einem Alter, in dem sich eine "gestörte, unreife Sexualentwicklung" noch gar nicht deutlich manifestiert haben kann. Drittens sind sexuelle Versuchungen nicht so ungewöhnlich, daß man eine gestörte, unreife Sexualentwicklung dafür bräuchte. Viele berufen sich nur gerne auf Störungen von Sündern, um sich selber einen Persilschein auszustellen: "Ich bin doch nicht so gestört wie der, ich mache doch immer alles richtik." Dabei hat der Herrgott doch so eindringlich vor den Versuchungen gewarnt! Was macht uns also wissen, daß wir nicht versucht würden? Das meine ich aber auch als Kritik an These Nr. 5 von Prof. Windisch.


2. Der Umgang der rk. Kirche mit dem Problem ist zum Kotzen - es ist besser geworden, aber die Tatsache, daß viele Täter nach innerkirchlichem Bekanntwerden ihrer Taten nicht den Gerichten überantwortet wurden, sondern nur irgendwohin verschoben, versetzt wurden.
In der Kirche arbeiten keine Staatsanwälte. Also ist dort niemand verpflichtet, von Amts wegen Sexualstraftaten anzuzeigen. Dadurch und durch das Beichtgeheimnis kann man ein Vertrauen haben, das eine sinnvolle Bekämpfung der eigenen Versuchungen erst ermöglicht. Würde anders damit umgegangen, würde einfach mehr heimlich geschehen.

Gandalf

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13

Tuesday, February 23rd 2010, 5:26pm

Gewisse Pauschalbeleidigungsbeiträge gegen die Kirche gelöscht! Sorry, aber hier ist nicht das Forum der TAZ oder anderen linken Käseblättern, wo ihr euch dann über die Kirche aus... könnt!

G

14

Tuesday, February 23rd 2010, 8:50pm

Wir leben in einer Zeit, in der die Sexualität und die Freizügigkeit über alle Maße propagiert wird. Während noch vor fünzig Jahren "Keuschheit" und "Jungfräulichkeit" positive Begriffe waren, so gelten diese uralten christlichen Werte heute kaum noch etwas. Stattdessen erlebt man Hemmunglosigkeit und Freizügigkeit im Bereich der Sexualität, wie es sie vielleicht auch früher schon in bestimmten Zeiten gegeben hat.
Wie soll der Mensch sich in einer solchen Gesellschaft, die kaum noch christliche Werte vertritt, zurechtfinden? Wie sollen christliche Eheleute die versprochene Treue und Liebe unangefochten leben? Wie sollen Priester und Ordensleute den Zölibat unangefochten leben?
Vor fünzig Jahren war das viel einfacher, weil allgemein die christlichen Werte maßgebend waren. Da muss man schon einen ganz und gar festen Charakter haben, wenn man heutzutage gradlinig aus christlichem Verständnis die Sexualität leben will. Andauernd wird dieses Verständnis doch in Versuchung geführt. Zu früheren Zeiten hat man von derart vielen Entgleisungen im pädophilen Bereich in der ganzen Gesellschaft nicht so viel gehört wie heute. Das ist nicht nur ein katholisches Problem, sondern ein Problem der ganzen Gesellschaft heute.
Das sechste Gebot "Du sollst nicht ehebrechen" und das neunte Gebot "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau" befolgen, heißt auch bei pädophiler Neigung gegenzusteuern. Dafür gibt es das Bußsakrament und das Gebet und das Fasten!

Petra

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15

Tuesday, February 23rd 2010, 9:31pm

Katholi,

hättest Du die Güte, Dich ein bisschen genauer zu erklären?
Worauf stützt Du Dein Geschimpfe?

Auf die Aussage, dass Homosexualität und Priestertum unvereinbar sind?

Was stört Dich daran?
Ich kann natürlich nicht für Katholi antworten. Aber ich glaube auch, die Aussage, dass die kolportierten Übergriffe homosexueller Natur seien, zu kurz greift. Die berichteten Fälle sind Fälle von Pädophilie, was nicht deckungsgleich mit Homosexualität ist.
Wenn Homosexualität und Priestertum unvereinbar sind und daher Homosexuelle in Zukunft nicht Priester werden können, dann wird das allein das Problem der Übergriffe auf Kinder nicht lösen.


Hallo Noam,

es geht generell um die Frage, wer dazu taugt, Priester zu werden und wer nicht.
IMir wurde mal erzählt (ich weiss es also nicht sicher, vielleicht können mir unsere Kanoniker helfen), dass angehende Priester danach gefragt werden, ob sie denn schon einmal in ein Mädchen verliebt waren.
Als Priester muss man also "ehetauglich" sein. Wer nicht bereit ist Vater und Bräutigam zu sein, taugt nicht zum Priester.
Wieso?
Weil ein Priester gerufen ist, Vater zu sein. Und wie ein Vater und Ehemann für seine Familie, muss ein Priester fähig sein, sein Leben für Christus und seine Braut, die Kirche zu geben, aus Liebe, wenn Du willst, aus "Verliebtsein".


Das Zölibat ist unnatürlich aus menschlicher Sicht, die Ehe, so berichten mir alle verheirateten Freunde glaubwürdig, aber ist die Hölle.
Nicht wir retten die Kirche,
sondern Christus rettet uns in ihr


Guardini

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16

Tuesday, February 23rd 2010, 9:34pm

Das Zölibat ist unnatürlich aus menschlicher Sicht, die Ehe, so berichten mir alle verheirateten Freunde glaubwürdig, aber ist die Hölle.

Puh! Diese abgründige Aussage gäbe glatt ein Thema für einen eigenen Thread ab. (Mut, einmal den Hafen der Ehe anzusteuern, macht sie ja nicht gerade... ;) )
Die Kirche befriedigt keine Erwartungen, sie feiert Geheimnisse.
(Carlo Maria Kardinal Martini)

Petra

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17

Tuesday, February 23rd 2010, 9:49pm

Naja Guardini,

ich kenne (Gottseidank noch nicht am eigenen Leib) die Kämpfe der Verheirateten.
Mah glaubt es nicht, wie schwer es ist, wenn zwei vollkommen verschiedene Individuen ein Fleisch werden sollen.

Und ausserdem ist das ganze Leben ein einziger Kampf.

Ob für einen Priester, einen Verheirateten oder einen, so wie meinereiner, temporär freiwillig zöibatär Lebenden.
Nicht wir retten die Kirche,
sondern Christus rettet uns in ihr


Guardini

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18

Tuesday, February 23rd 2010, 10:27pm

Naja Guardini,

ich kenne (Gottseidank noch nicht am eigenen Leib) die Kämpfe der Verheirateten.
Mah glaubt es nicht, wie schwer es ist, wenn zwei vollkommen verschiedene Individuen ein Fleisch werden sollen.

Und ausserdem ist das ganze Leben ein einziger Kampf.

Ob für einen Priester, einen Verheirateten oder einen, so wie meinereiner, temporär freiwillig zöibatär Lebenden.

Naja Petra, Gottseidank schenkt uns das Leben doch auch Momente und Phasen, wo es kein "einziger Kampf" ist, sondern wir mindestens eine glückhafte Ahnung dessen haben, was mein Nick-Patron einmal etwas kompliziert, aber dennoch schön die "Unmittelbarkeit des ganzen ungeteilten Daseins" nannte. Und etliche deiner meistens sehr lesenswerten Posts sprechen dafür, daß auch dir diese Ahnung nicht fremd ist! :)

Was deine Feststellung über die Schwierigkeit der Ehe anlangt - klar, das ist wohl so. Freilich denke ich mal, daß du in deinem vorigen Post etwas im Überschwang des "Kampf"-Feelings das Ehekind mit dem Bade ausgeschüttet hast. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß nicht auch du in deinem Umfeld das eine oder andere Exempel einer Ehe erlebst, die denn doch keine "Hölle" ist, sondern vielleicht sogar mehr oder weniger "intakt". :)
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(Carlo Maria Kardinal Martini)

Gandalf

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19

Friday, February 26th 2010, 9:56am

Wer tritt hier noch aller zurück?
http://www.kath.net/detail.php?id=25761

20

Saturday, February 27th 2010, 12:06am

http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/…wsitem_id=37799

Das habe ich gefunden.
Sorry ich finde das absurd. Der Mann hat sich angezeigt, die Staatsanwaltschaft hat die Sache geprüft und keinen Grund zur strafrechtliche Verfolgung gesehen. Will hießen der Mann hat nichts angestellt, was zu einer gerichtlichen Strafe führen kann.
Trotzdem wird er von seinem Bischof nicht verteidigt.

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